Konfuzianismus: Chinas zweite Kulturrevolution als Herausforderung für den Westen

‹Lernen heißt:
etwas, das man selbst noch nicht erkannt hat
oder noch nicht kann,  nachahmen,
um es zu erkennen, um es zu können›


Freitag, 31. Januar 2014, 19.30 Uhr

 

Konfuzianismus: Chinas zweite Kulturrevolution als Herausforderung für den Westen?

Vortrag von Manfred Osten

Konfuzius ‹Moralische und ästhetische Bildung der Jugend›

Lesung von Bernt Hahn

Nach der Pause Gespräche mit Manfred Osten

Seit über zwei Jahrtausenden beeinflußt die konfuzianische Philosophie das Denken und Handeln in China. Doch auch weit über die Grenzen des Landes hinaus - in Korea, Vietnam oder Japan - entfaltete der Konfuzianismus seine Wirkung.

Im Verlauf des letzten Jahrhunderts häufig als Relikt des alten Chinas verschmäht, feiert der Konfuzianismus als chinesische Staatsdoktrin nun eine Renaissance. Ähnlich den deutschen Goethe-Instituten errichtet die chinesische Regierung seit 2004 weltweit Konfuzius-Institute zur Verbreitung der chinesischen Sprache und Kultur, ohne daß im Westen die hieraus resultierenden Konsequenzen vor allem in den Bereichen Erziehung, Bildung und Wissenschaft hinreichend beachtet werden.

Was folgt aus dem politisch verordneten Konfuzius-Programm der ‹harmonischen Gesellschaft› für das Reich der Mitte sowie für Chinas Wettbewerbsrolle im Prozeß der Globalisierung? Handelt es sich langfristig um eine eminente Herausforderung der kulturellen Identität des Westens?

Manfred Osten ist Autor und Kulturhistoriker. Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literatur in Hamburg und München, sowie Internationales Recht in Luxemburg. 1969 promovierte er im Fach Philosophie, im selben Jahr trat er in den Auswärtigen Dienst ein, wo er in diplomatischen Missionen in Paris, Budapest, Kamerun, Tschad und Japan tätig war. Zwischenzeitlich stand er im Ministerium in Bonn unterschiedlichen Referaten vor. Er war lange Jahre Generalsekretär der Humboldt-Stiftung. Buchveröffentlichungen: ‹Konfuzius oder Chinas neue Kulturrevolution›; ‹Im Kerngehäuse. Gedichte›; ‹Die Kunst, Fehler zu machen›; ‹Das geraubte Gedächtnis›; ‹'Alles veloziferisch' oder Goethes Entdeckung der Langsamkeit›. 

Bernt Hahn, Schauspieler und Literatursprecher für alle ARD-Rundfunkanstalten, stand über dreißig Jahre auf Theaterbühnen bei den Schauspielhäusern Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Bochum. Mit eigenen literarischen Programm hat er sich im In- und Ausland etabliert. Die vollständige öffentliche Lesung des Romans ‹Auf der Suche nach der verlorenen Zeit› von Marcel Proust und die des Romans ‹Jahrestage› von Uwe Johnson gehören zu seinen besonderen Projekten. Bernt Hahn ist immer wieder Gast des Literatur- und Musikfestes ‹Wege durch das Land›.


Eine Kooperationsveranstaltung von Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe und LIPASIA e.V.