Museumsschreiberin

Jenny Erpenbeck liest im Gräftenhof Detmold

‹Eine Armee aus Wirklichkeit›

 

‹Für diese letzten drei Nächte wird er im Museum schlafen.

Mal in dem, mal in jenem Jahrhundert.

Nacht für Nacht in eine andere Vergangenheit einbrechen

und sie in Gegenwart verwandeln.› (Jenny Erpenbeck)

 

Jenny Erpenbeck, 1967 in Berlin geboren, studierte Theaterwissenschaften und Musiktheaterregie an der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler und inszenierte als freischaffende Regisseurin an verschiedenen Häusern in Deutschland und Österreich. 1999 debütierte sie mit der Novelle ‹Geschichte vom alten Kind›, es folgten Theaterstücke, Romane und Erzählungen, zuletzt erschien ihr vielgelobter und ausgezeichneter Roman ‹Aller Tage Abend› (2012). Jenny Erpenbeck wurde für ihr Werk, ‹in dem sich künstlerische Wahrhaftigkeit mit hoher Formkunst, Sprachschönheit und [...] Evokationskraft verbindet› mit zahlreichen Preisen geehrt, u.a. mit dem Preis der Jury des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbes 2001, dem Solothurner Literaturpreis 2008, dem Joseph-Breitbach-Preis 2013.

 

Das Projekt ‹Museumsschreiber› des Literaturbüros NRW in Düsseldorf initiiert Begegnungen zwischen Museen und Gegenwartsliteratur. Schriftsteller werden eingeladen, sich auf ein nordrhein-westfälisches Museum einzulassen – es zu besuchen, zu studieren und später darüber zu schreiben. Der Vielfalt der Themenschwerpunkte und Sammlungsgegenstände der Museen entspricht eine Vielfalt von Literaturformen: Gedichte, Kurzgeschichten, Bildbeschreibungen, Essays, Jugendbücher. Bisher sind Texte von Martin Baltscheit (Wallraf-Richartz-Museum Köln), Marion Poschmann (Kunstquartier Hagen), Silke Scheuermann (Kunsthalle Bielefeld) und Markus Orths (Max Ernst Museum Brühl des LVR) erschienen.

 

Samstag, 20. September 2014, 18.30 Uhr

im Anschluss Empfang im Krummen Haus

 

Gräftenhof, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Paderborner Straße / Krummes Haus, 32760 Detmold

 

Förderer und Partner

Eine Veranstaltung des LWL Freilichtmuseums Detmold in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Ostwestfalen Lippe und dem Literaturbüro NRW Düsseldorf

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