15. November 2014, 19.30 Uhr, Esther Kinsky und Tilman Rammstedt
16. November 2014, 11.30 Uhr, Michael Lentz und Jürgen Becker


Die Kunststiftung NRW fördert seit 25 Jahren unter dem Motto ‹Das Unmögliche möglich machen› ambitionierte Literaturprojekte und ist engagierte Partnerin von Autoren und Übersetzern. Mit den jetzt erschienenen Anthologien ‹Eigentlich Heimat› und ‹Stadtlandfluss› lenkt sie die Aufmerksamkeit auf die Schriftsteller des Landes Nordrhein-Westfalen und die Literatur, die hier geschrieben wird.

 

15. November 2014, 19.30 Uhr

Esther Kinsky Kiesgrube 

Was ist das für ein Geräusch? Das ist die Kiesgrube, sagte die Großmutter jedes Mal. Da mahlen sie des Nachts den Kies zu Träumen.

 

Esther Kinsky erzählt von der Kindheit in der frühen Bundesrepublik in Römlinghoven am Rhein von den ‹Hordenkindern› und den umsorgenden Großeltern. 

 

Esther Kinsky, 1956 in Engelskirchen geboren, lebt in Berlin und Battonya/Ungarn. Sie schreibt Reiseerzählungen, Essays, Romane und Lyrik und ist literarische Übersetzerin aus dem Polnischen, Russischen und Englischen. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören der Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse (2009), der Paul-Celan-Preis (2009) sowie der Karl-Dedecius-Preis (2011). Zuletzt erschien ihr Roman ‹Am Fluß›, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2014 steht.

Tilman Rammstedt Ostwestfalen

Es hat jeden Tag geregnet bei uns in Ostwestfalen. Das nahmen wir hin, das war gegeben, so wie die Schwerkraft, so wie unsere Traurigkeit.


Auch Tilman Rammstedt hat einen Blick in die Kindheit im Teutoburger Wald geworfen. Wie grotesk waren die Zustände damals und wie sind sie denn heute?

 

Tilman Rammstedt wurde 1975 in Bielefeld geboren und lebt als Schriftsteller und Musiker in Berlin. Seine Romane und Erzählungen ‹Erledigungen vor der Feier›, ‹Wir bleiben in der Nähe›, ‹Der Kaiser von China› und ‹Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters› wurden in der Kritik einheilig gelobt und sind mittlerweile in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis ausgezeichnet.

16. November 2014, 11.30 Uhr

 

Michael Lentz der plötzliche blick

der plötzliche blick

in eine landschaft voll nebel

der unvorhergesehene blick

 

Michael Lentz, 1964 in Birkesdorf geboren, lebt in Berlin. Er schreibt Gedichte, Erzählungen, Romane, Hörspiele und Theaterstücke, er ist Herausgeber und Verfasser vieler literaturwissenschaftlicher und feuilletonistischer Essays, seine Lesungen sind oft eine Sprach-Performance. Zuletzt erscheinen der Lyrikband ‹Offene Unruh› und seine Frankfurter Poetikvorlesungen ‹Atmen Ordnung Abgrund›. Er erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann.Preis, den Preis der Literaturhäuser und 2012 den Walter-Hasenclever-Preis.

Jürgen Becker Scheunen im Gelände

... und das Einmalige kann man nicht

festhalten, auch wenn man aufhört

mit jeglichem Vergleich

 

Jürgen Becker wurde 1932 in Köln geboren, er lebte während der Kriegs- und Nachkriegsjahre in Erfurt und seit 1950 wieder in seiner Geburtsstadt. Mi seinen über 30 Bänden mit Gedichten, Erzählungen und Romanen sowie seinen oft experimentellen Hörspielen ist er eine maßgebliche Stimme der zeitgenössischen Literatur, sein Werk hat die deutschsprachige Dichtung über Generationen entscheidend geprägt. Er wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, in diesem Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis, 2013 mit dem Günter-Eich-Preis und 2011 erhielt er den Schiller-Ring.

Förderer und Partner

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit der Kunststiftung NRW.

Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe wird gefördert vom