Passage 2  

‹Die Welt wird alt und wieder jung›

Sonntag, 20. September 2015, 11.30 Uhr

Harald Hartung ‹Die Muse des Alters›

Zsófia Boros Gitarre 

Leo Brouwer (* 1939) Un dia de Noviembre für Gitarre Solo

Ulrike Almut Sandig ‹Ich bin ein Feld voller Raps›
Anja Lechner Cello 

Hooshyar Khayam (* 1978) The Garden für Violoncello Solo (2015), Deutsche Erstaufführung (Anja Lechner gewidmet)

Adam Zagajewski ‹Asymmetrie›

Anja Lechner Cello & Zsófia Boros Gitarre 

Manuel de Falla (1876 – 1946)

El Paño Moruno

Nana

Danza España Nr. 1 aus ‹La Vida Breve›

Jens Harzer und Angela Winkler lesen Botho Strauß ‹Die Fabeln von der Begegnung›

Nino Haratischwili ‹Das achte Leben›

Anja Lechner Cello & Zsófia Boros Gitarre 

Radamés Gnattali (1906 – 1988)

Sonate für Violoncello und Gitarre

Allegretto comodo - Adagio - Con spirito

 

Mit Pause / Ende ca. 14.45 Uhr

Die 31jährige aus Georgien stammende deutschsprachige Romanautorin und Theaterregisseurin Nino Haratischwili ist eine kraftvolle Erzählerin, die die Fäden der Welt wie in einem Teppich neu verknüpft, wenn sie über das Jahrhundert schreibt, ‹das alle betrogen und hintergangen hat, alle die, die hofften›. Gerade erhielt sie den Literaturpreis der Deutschen Wirtschaft. Harald Hartung, der profunde Kenner und Kritiker von Lyrik, ist ein genauer Beobachter. Seine Lyrik zeichnet sich durch Lakonik und ‹hoch evidenten Bilder› aus. Das Gedicht ist Hoffnung wider alle Hoffnung. Und wenn Adam Zagajewski den Irrwitz der Realität benennt, die Schrecken der Zeit, wird bei ihm daraus ein Lob der Gegenwart. In der luiziden Sprache klarer Gedanken und Bilder, benennt er die Schönheit und Harmonie ebenso wie die verstümmelte Welt - seine Dichtungen sind historisch tief verankert und zugleich von großer Modernität, dafür erhielt er 2015 den Heinrich-Mann-Preis. Wenn Jens Harzer liest, werden die schweren Wörter transparent und die Bilder im Kopf lebendig. Er spielt an den großen deutschsprachigen Schauspielhäusern, derzeit am Thalia Theater Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, der Ruhrtriennale und gilt als ‹einer der größten Schauspieler seiner Generation›. Als ‹Katharina Blum› spielte sie sich in das Gedächtnis der Nation, als Agnes Matzerath in Volker Schlöndorffs ‹Blechtrommel›-Verfilmung wurde sie zum Star: Angela Winkler, sie schreibt weiter Film und Bühnengeschichte mit ihrer wunderbar tastenden und erforschenden Art des Spielens und Sprechens. ‹Weltoffenheit, Neugier und Fantasie› benennt Zsófia Boros als innere Antriebskräfte und Lehrmeister, die ungarische, in Wien lebende Musikerin hat sich längst einen Namen als herausragende Konzertgitarristin gemacht. Anja Lechner ist sicherlich die vielseitigste unter den deutschen Cellisten: klassische Ausbildung, Gründungsmitglied im Rosamunde Quartett, Interpretin zeitgenössischer Musik. Typisch für sie ist ihre Neugierde auf das Fremde, dem will sie in ihrer Musik nachspüren, das Unsagbare erforschen, in den unterschiedlichsten Kulturen und Regionen der Welt.

Förderer und Partner

Wir danken Herrn Dr. Arend Oetker

Mit Unterstützung des Polnischen Instituts Düsseldorf

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