‹Eine schöne Seele›
Rahel Varnhagen und Johann Wolfgang von Goethe

‹Er ist Goethe, und was ihm scheint und er sagt, ist wahr.›

Rahel Varnhagen, geborene Levin, führte in Berlin einen der bedeutendsten Literarischen Salons im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert. Sie empfing Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, Stände und Weltanschauungen und diskutierte mit ihnen über Literatur, Philosophie, Kunst und Wissenschaft. Als Briefschreiberin und Salonière repräsentierte sie die kurze Blütezeit der jüdischen und feministischen Emanzipation und gehörte zu den prägendsten Figuren ihrer Zeit. Rahel Varnhagen war eine große Goethe-Bewunderin, immer wieder diskutierte sie in ihrem Literarischen Salon über den Dichter und häufig war sein Werk Gegenstand ihrer unzähligen Korrespondenzen. Im Salon von Haus Münsterberg lesen Marina Galic und Markus Hottgenroth aus Briefen von und an Rahel Varnhagen, die Goethe und sein Werk thematisieren. Auszüge aus ‹Wilhelm Meisters Lehrjahre› - von Rahel Varnhagen als ‹ein Zusammengefaßtes aller Goetheschen Werke› bezeichnet – sind im zweiten Teil des Abends zu hören.

Marina Galic besucht von 1994 bis 1998 die Otto-Falckenberg-Schule in München. Danach war sie zunächst am Schauspielhaus in Zürich engagiert, spielt dann bei Thomas Ostermeier an der Baracke des Deutschen Theaters in Berlin und folgt ihm 1999 an die Schaubühne am Lehniner Platz. Dort bewegt sie sich in den Grenzbereichen Schauspiel und Tanz: Sie spielt u. a.  in ‹Vor langer Zeit im Mai› sowie in Luc Dunberrys Tanzstück ‹Seriously›. Daneben gastiert sie an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Brechts ‹Baal›, am Schauspiel Frankfurt in ‹4.48 Psychose› und am Schauspielhaus Bochum in ‹Vier Bilder der Liebe›. Von 2002 bis 2009 war sie am Bayerischen Staatsschauspiel in München engagiert und dort u. a. in Lessings ‹Nathan der Weise› (Regie: Elmar Goerden), als Goethes ‹Stella› (Regie Florian Boesch) und in Brechts ‹Im Dickicht der Städte› (Regie Tina Lanik) zu sehen. 2004 erhielt sie den Förderpreis des Vereins der Freunde für Nachwuchsschauspieler, 2006 den Bayerischen Kunstförderpreis. Marina Galic ist seit der Spielzeit 2009/2010 festes Ensemblemitglied des Thalia Theaters.

Markus Hottgenroth studierte zunächst vier Jahre katholische Theologie in Bonn, bevor er sich auf der Schauspielschule in Wien zum Darsteller ausbilden ließ. Seit 1998 ist er Mitglied im Ensemble des Landestheaters Detmold. In der aktuellen Spielzeit steht er zum einen als Mephisto in Goethes ‹Faust› sowie als Henry Perkins in ‹Funny Money› auf der Bühne. Des Weiteren übernimmt er die Rolle des Jedermann in der einmaligen Aufführung ‹Jedermann› und die Rolle des Heinz Storch in ‹Licht frei Haus›.

Karten und Information

Freitag, 21. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, 32756 Detmold

Eintritt 8 €

Für die Veranstaltung gibt es Wartelisten, auf die wir Sie sich bei Interesse gerne eintragen. Bitte setzen Sie sich dafür telefonisch unter 05231-30 80 210 mit dem Kartenbüro in Verbindung.

Karten sind von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr telefonisch unter 0 52 31 - 30 80 210 sowie online erhältlich.

Die Plätze sind nummeriert und werden in der Reihenfolge der Bestellung vergeben.

Förderer und Partner

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe wird gefördert vom