Preisgekrönt! Lyrik trifft Jazz

Lesung der NRW-Förderpreisträger

Sie sind jung und preisgekrönt! Die Lyriker Sina Klein und Gerrit Wustmann haben den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler erhalten. Auf der Bühne des Bunker Ulmenwalls treffen ihre Gedichte am 6. Oktober 2016 auf Jazzkompositionen der Bielefelder Band Rahat.

 

Aus Sina Kleins kurzen, rhythmischen Gedichten sprüht die pure Lust auf poetische Verwandlung. Die gewohnte Wahrnehmung wird in Frage gestellt und die Welt immer wieder neu erkundet. Ihre lyrischen Entdeckungen sind ein Formenentwicklungsspiel und lassen die Texte gerne ins Unwirkliche, Chaotische umkippen. Rhythmik und Lautmalerei ihrer Gedichte können mit Rapgesang und Ringelnatz mithalten: Prägnanz, Kürze und die kokette, jähe Wendung zählen zu ihren Vorlieben.

Sina Klein ist 1983 in Düsseldorf geboren, wo sie auch lebt. Sie ist Romanistin und Lyrikerin. 2012 war sie Finalistin beim Münchner Lyrikpreis, 2013 Teilnehmerin beim Literarischen März und erhielt 2015 den Förderpreis des Landes NRW. Ihre Gedichte wurden in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien, wie poet, Gegenstrophe #5, lauter niemand, Federwelt veröffentlicht. 2014 erschien ihr Lyrikband ‹narkotische Kirschen›.

Gerrit Wustmann schreibt Lyrik und Prosa. In seinen sprachlich präzisen Texten begibt man sich auf Streifzüge durch Bilder, Stimmungen und Sinneseindrücke. Und immer wieder ist es der Orient, der ihn fasziniert und seine Gedichte werden zu einer west-östlichen Begegnung. Die Texte öffnen auf eindringliche Weise den Blick auf ferne, manchmal gar fremde Orte. Seine Lesungen und von ihm organisierte Veranstaltungen sieht Gerrit Wustmann als Chance, den interkulturellen Dialog zu fördern.

Gerrit Wustmann, 1982 in Köln geboren, hat Orientalistik, Geschichte und Politologie studiert. Er hat zahlreiche Beiträge in Anthologien und teils internationalen Literaturzeitschriften veröffentlicht, sowie sieben Einzeltitel und als Herausgeber die Anthologie ‹Hier ist Iran! Persische Lyrik im deutschsprachigen Raum›. Seine lyrische Istanbul-Trilogie ist auf Deutsch und Türkisch erschienen. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Stipendien, u.a. von der Kunststiftung NRW, dem Land NRW und dem Kulturamt der Stadt Köln, außerdem den postpoetry.NRW-Lyrikpreis 2012 und den Literatur-Förderpreis des Landes NRW 2015.

 

‹Rahat› ist türkisch und bedeutet so viel wie Ruhe, Gemütlichkeit oder angenehm. Hier trügt der Schein des Namens jedoch, denn die Band schlägt viel mehr als sanfte Töne an. Die gemeinsame Leidenschaft für Jazz und HipHop, ausgefeilte Beats und genreübergreifende Kompositionen brachte die vier Musiker der Band Rahat im Herbst 2014 zusammen. Mit Liebe zum Jazz und modernen Sounds bringen bieten sie eine Mischung aus Standards und Eigenkompositionen dar. Beim Landeswettbewerb Jugend Jazzt NRW gewann Rahat den 1. Platz und damit die Teilnahme an der Bundesbegegnung in Potsdam im Juni 2015. Dort erhielten sie den Konzertpreis des Live Musik Esslingen e.V.

In Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Bielefeld.

 

Karten und Informationen

 

Donnerstag, 06. Oktober 2016, 20.30 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr

Bunker Ulmenwall, Kreuzstraße 0, 33602 Bielefeld

Eintritt an der Abendkasse: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro

 

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