Pressestimmen

Verloren in Galizien

Lippische Landeszeitung, 2. Februar 2016

‹Im Haus Münsterberg gedenkt das Literaturbüro der Opfer des Faschismus: Mit jeweils einer Erzählung von Heinrich Böll und Adam Zielinski machte die Schauspielerin Helene Grass das mit dem Holocaust verbundene Entsetzen fühlbar. Ihr gelang es in einer dramaturgisch vorbildlichen Lesung, die von Zielinski und Böll literarische hervorragend entfalteten Gefühlswelten ihrer Protagonisten, den Zuhörern mitleidend nachfühlbar zu machen. Der Bielefelder Dramaturg und Journalist Ulrich Schmidt berichtete in einem Vortrag über die Geschichte der Juden im ostgalizischen Styri.›

Schiller

Lippische Landeszeitung, 19. Januar 2016

‹Schauspieler Ulrich Matthes gastierte im Sommertheater und erweist sich als brillanter Rezitator, der Schiller fabelhaft vermitteln kann. […] Wenn die Ballade 'Die Glocke' auf eine lautmalerisch so ungemein stimmige Weise vorgelesen wird, wie Ulrich Matthes das tat, sind selbst jene berührt, die mit Schiller sonst nicht viel am Hut haben. Matthes fand aber nicht nur für jede Ballade den richtigen Ton, sondern trat zwischen seinen Rezitationen immer wieder an seine Zuhörer heran.›

 

Lippische Landeszeitung, 18. Januar 2016

‹Die Welt leidet unter einer entgrenzten Beschleunigung. Der ehemalige Generalsekretär der Wilhelm Humboldt Stiftung, Manfred Osten, sieht in Schillers Idee der ästhetischen Erziehung einen Anknüpfungspunkt, dieser Beschleunigung zu entkommen. Auf Einladung des Literaturbüros OWL entwickelte er vor rund 90 Zuhörern im Haus Münsterberg seine an Friedrich Nietzsche orientierte Erinnerung an die 'Vernunft des Leibes'.›

Dorfgeschichten 2015

Lippische Landeszeitung, 12. November 2015

‹Die 'Dorfgeschichten' des Literaturbüros und des Freilichtmuseums erfreuen sich einer außerordentlich großen Beliebtheit. Noch bevor die beliebte Schauspielerin und tief beeindruckende Vorleserin Corinna Harfouch das erste Wort las, empfahl sie jedem Anwesenden im übervollen Saal, dieses Buch zu lesen. 'Es wird Sie verändern.' Dass das keine leeren Worte waren, war den Zuhörern schon in der Pause anzuhören. Corinna Harfouch hatte sie erreicht. Ihre tiefe Anteilnahme hatte sie übertragen.›

Einen Schritt näher – Internationale Autorentage zu Navid Kermani

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Oktober 2015

‹Die Bandbreite der Inhalte sprengt den Rahmen der Internationalen Autorentage. Aus den Galerieräumen des Robert-Koepke-Hauses im Fachwerkort mussten sie in die Schützenhalle an dessen Rand ausweichen, in eine Fichtenholzbasilika, wo im Foyer Rauvogel und Fuchs ausgestopft unter der Decke posieren und handgemalte Wappen und Trophäen aushängen. Doch auf die Bühne passt auch ein Konzertflügel, und die evangelisch-reformierte Kirche füllt am Abend die iranische Klassik des Setar-Spielers Hossein Alizadeh.›

 

Neue Westfälische, 27. Oktober 2015

‹Stand mit Navid Kermani doch ein von Einflüssen und Denkströmen verschiedenster Art geprägter Weltenwandler im Mittelpunkt des Treffens, der in allem, was er äußert, geleitet ist von seinem Erkenntnisinteresse an den Grundfragen des Menschlichen. […] In seiner Person vereinen sich politische Wahrnehmung und spirituelles Empfinden, das eine ohne das andere nicht denkbar für ihn. Das macht ihn so interessant wie angreifbar.›

 

Lippische Landeszeitung, 27. Oktober 2015

‹Bei den Autorentagen des Literaturbüros OWL hat sich Kermani mit einfühlender Zurückhaltung als vorbildlicher Gastgeber erwiesen. Auf seinen west-östlichen Erkundungen erforschte der 'literarische Weltvermesser' Kermani auch Goethes Verhältnis zur Religion. […] Wie einfühlsam Kermani zuhört, wurde deutlich, als er den Werken der eingeladenen Schriftsteller Osteuropa jene erzählende Kraft zuschrieb, die vor wenigen Jahren noch von der südamerikanischen Literatur ausging. Dass eine solche Kraft auch von der persischen Literatur ausgeht, weil in ihr ebenfalls das Leiden an der Welt ausgeschrien wird, machte Sebastian Rudolphs fantastische Lesung aus Shariar Mandanipurs 'Zerschlag die steinernen Zähne' fühlbar. Kermanis GLaube ist Impuls für einen vernünftigen Blick auf das von Menschen gemachte Elend auf der Welt, das wir zur Zeit durch die vielen Millionen nach Europa fliehenden Menschen erleben.›

 

Lippische Landeszeitung, 26. Oktober 2016

‹Welch Glanz bei den Kulturtagen in Schwalenberg. Buchpreisträger Navid Kermani ist vor Ort gewesen.›

 

Neue Westfälische, 24./25. Oktober 2015

‹Soeben hat er mit seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Schlagzeilen gemacht, jetzt ist er im lippischen Schwalenberg zu Gast: Navid Kermani.›

Baum, Buch und Degen

Westfalen-Blatt, 6. Oktober 2015

‹Das Literaturbüro OWL hatte zum literarisch-sportlichen Camp 'Baum, Buch und Degen' eingeladen. Hier konnten mehr als 60 Kinder nicht nur abenteuerliche Geschichten hören, sondern sich auch beim Fechten und Baumklettern als Sportler erproben. Als Vorbilder dazu dienten die Hauptpersonen aus zwei Büchern.›

25 Jahre Literaturbüro: Passage II

Lippische Landeszeitung, 22. September 2015

‹Ulrike Almut Sandig, Harald Hartung und Adam Zagajewski lasen im ausverkauften Sommertheater eigene Gedichte, quasi als Orientierungshilfen für die Frage nach der Wahrheit der Schillerschen Hoffnung. […] In der Begegnung dieser drei wiederholte sich jenes Spiel, dass sich in dynamischen Gesellschaften wie der unseren inzwischen immer schneller dreht. Obwohl beide Generationen die gleiche Sprache zu sprechen scheinen, ist der Klang der jeweiligen Sprache so verschieden geworden, dass die Frage auftaucht, ob sie einander überhaupt verstehen.›

 

Lippische Landeszeitung, 21. September 2015

‹Worte formen die Gedanken. Gedanken formen den Charakter. Wer das weiß, dem stellt sich die Frage, ob wir noch Gedichte brauchen, eigentlich nicht. Für seine wagemutigen Veranstaltungen bekannt, hat das Literaturbüro OWL sie im proppenvollen Haus Münsterberg trotzdem noch einmal gestellt. Zu dieser Diskussion hatten Dr. Brigitte Labs-Ehlert und ihr Team mit einem der führenden Literaturkritiker im deutschsprachigen Raum, Harald Hartung, dem international hoch angesehenen Lyriker Adam Zagajewski, dem Lektor Hans Jürgen Balmes und der jungen Lyrikerin Ulrike Almut Sandig Gäste eingeladen, die aus sachkundiger Position heraus Grundlegendes beizutragen hatten.›

 

Neue Westfälische, 11. September 2015

‹Zum 25. Mal eröffnet das Detmolder Literaturbüro den 'Literarischen Herbst'. Am 19. und 20. September gibt es zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Literatur.›

preisgekrönt!

Lippische Landeszeitung, 24. April 2015

‹Sie sind 'digital natives' und doch oder gerade deswegen treibt sie etwas ganz Anderes um: die Suche nach einer Art Heimat. Beide mit dem Förderpreis des Landes NRW geadelt, lasen Julia Trompeter und Christoph Wenzel im Kaiserkeller eigene Prosa und Poesie. Beide Autoren warfen eine Frage auf, die in Zeiten eines Wirklichkeit gewordenen Weltbürgertums beim ersten Hören verwundern mag: Wo ist meine Heimat? […] Anna Borsdorf (Gesang), Philipp Spalting (Klavier) und Jonas Spieker (Flügelhorn) tauchten den Abend mit ebenso gekonnt wie gefühlvoll interpretierten Balladen in eine entschleunigte Stimmung, die den Hörern viel Zeit zum Nachsinnen einräumte.›

25 Jahre Literaturbüro: Passage I

Kulturinfo Lippe, 26. Februar 2015

‹Herr Grass, Sie haben über 1000 Menschen eine wunderbare Stunde geschenkt. Wortgewaltig lasen Sie sich durch Ihre Achs und Wehs, durch die Aha's und Wie's, dass es eine Freude war, Ihrer Liebeserklärung an die deutsche Sprache zuzuhören.›

 

Neue Westfälische, 16. Februar 2015

‹Mit zwei Auftritten hat er gestern mühelos die beiden größten Detmolder Veranstaltungssäle gefüllt: Günter Grass las vormittags im Landestheater und abends im Konzerthaus. Die insgesamt mehr als 1000 Zuhörer erlebten einen hellwachen, humorvollen, auch selbstironischen Literatur-Nobelpreisträger.›

 

Westfalen-Blatt, 12. Januar 2015

‹Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe will das literarische Leben in Ostwestfalen-Lippe fördern und sinnliche und intellektuelle Zugänge zur Kunstform ermöglichen.›

 

Neue Westfälische, 10./11. Januar 2015

‹Nach Nobelpreisträgern für Literatur wie Herta Müller und Imre Kertész, die bei Veranstaltungen des Literaturbüros OWL gelesen haben, kommt zum 25. Geburtstag der nächste: Günter Grass eröffnet das Jubiläumsjahr mit einer Lesung im Landestheater. Die literarischen Qualitäten der Region OWL entdecken und Programme daraus entwickeln: Das hat sich das Literaturbüro von Anfang an auf die Fahnen geschrieben. […] Bundesweites Renommée hat sich das Literatur- und Musikfest 'Wege durch das Land' erworben, das ebenfalls vom Team des Literaturbüros verantwortet wird. […] Die Literaturfreunde erleben Programme, die explizit auf die Region zugeschnitten sind, in der sie über die Bühne gehen. Umgekehrt schärfen künstlerische Auftragsarbeiten das Profil der Region.›

 

WDR 1, 9. Januar 2015

‹In Detmold feiert das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe sein 25-jähriges Bestehen. Das Festprogramm beginnt am 15. Februar mit einer Lesung des Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass.›

 

Westfalen-Blatt, 4. Januar 2015

‹Jetzt sollten Literaturfreunde schnell reagieren: Am Montag beginnt der Kartenvorverkauf für ein kulturelles Glanzstück in der Region – für eine Lesung mit Günter Grass. Veranstalter ist das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe unter der Leitung von Brigitte Labs-Ehlert, die sich unter anderem mit dem legendären Literatur- und Musikfest 'Wege durch das Land' einen Namen gemacht hat. Grass schmückt das Jubiläum des Literaturbüros, das seit 25 Jahren die Region mit seinen Veranstaltungen prägt.›

Dorfgeschichten 2014

Westfalen-Blatt, 21. Oktober 2014

‹Literatur, vorgetragen von bekannten Stimmen: Bereits zum achten Mal finden die 'Dorfgeschichten' im Freilichtmuseum statt. In diesem Jahr konnte das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe in Detmold eine der beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands gewinnen: Iris Berben.›

Novemberland

Lippische Landeszeitung, 20. November 2014

‹Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, hat Literaturbüro-Leiterin Dr. Brigitte Labs-Ehlert jetzt im Haus Münsterberg zu Wort kommen lassen. Esther Kinsky kam auf dem Weg als Übersetzerin zur Schriftstellerin. Inzwischen hat die weit gereiste Autorin nach ihrem Debut 2005 insgesamt sechs Romane veröffentlicht. Tilman Ramstedt, ebenfalls viel in der Welt herum gekommen, lebt heute in Berlin. Seit 2003 wurden vier Romane von ihm heraus gegeben.›

Das Lied von der Erde – Internationale Autorentage zu John Burnside

NW-News, 21. Oktober 2014

‹Da John Burnside in all seiner energiegeladenen Tatkraft das Programm unter dem Titel 'Das Lied von der Erde' selbst mitgestaltet hatte, waren neben deutschsprachigen Autorenkollegen auch eine Reihe großartiger Künstler aus Großbritannien, Skandinavien und dem nordamerikanischen Raum angereist. Zudem begann das gut besuchte Treffen in diesem Jahr mit einer schönen, vom Kloster Falkenhagen ausgehenden Wanderung. 'To saunter' lautet das englische Wort für schlendern. Es steckt etymologisch ein bisschen Pilgern, ein bisschen Müßiggang darin. Durch die unterhaltsame, anregende, auch naturlehrsame Art und Weise, mit John Burnside durchs Lippische Land zu spazieren, wurde das Publikum bestens eingestimmt auf ein Künstlertreffen, das sich ausführlich und auf beglückend hohem Niveau mit den Sinnzusammenhängen von Ökologie und Poesie, Kunst und Europa sowie der Idee vom guten Menschen und vom Glück auseinandersetzte.›

 

Neue Westfälische, 21. Oktober 2014

‹Das Einzigartige an den Schwalenberger Autorentagen ist das breit gefächerte Programm, mit dem ein Autor von allen Seiten beleuchtet wird. […] Die Werke von Autor John Burnside umfassen Philosophie, Prosa, fernöstliches Gedankengut und Weltkultur von Shakespeare bis hin zu Songschreibern. Für ihn heißt Dichtung, die Welt erschaffen. Dichtung ist ganz wörtlich 'Das Lied von der Erde'›

 

Neue Westfälische, 17. September 2014

‹Wer auf John Burnside trifft, gerät in einen Energiestrudel, der wach macht und belebt. […] Seine Werke sind kraftvoll, sprach- und bildmächtig, irritierend und aufregend. Und wie alle Autoren, die für eine gute, für eine wichtige Sache kämpfen, ist John Burnside ein Aufrührer. Denn er ist auch Umweltschützer. Denk-Aktivist. Mensch aus Leidenschaft. Weltbürger. Schotte. Familienvater. Einer, der von sich selbst sagt, dass er nicht einverstanden sei, wenn er sich auf der Erde umsehe. Für den Glück mit Gerechtigkeit einhergeht und das eigene Los mit dem Los des Nachbarn. […] Dass er im Zentrum dieser renommierten und auch beim Publikum beliebten internationalen Kulturveranstaltung stehen wird, ist eine Ehre, über die er sich außerordentlich freue. […] Zusammengestellt wurde unter Burnsides aktiver Mitwirkung ein poetisch-naturphilosophisches Programm, das ein außerordentlich spannendes Ganzes zu werden verspricht.›

Museumsschreiberin

Lippische Landeszeitung, 23. September 2014

‹Nur wenige Tage hat sich die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck im Freilichtmuseum aufgehalten. Doch auf geradezu magische Weise hat sie verstanden, dessen Jahrhunderte alte Vergangenheit zum Leben zu erwecken. […] Wie kann man das bewahren, das in diesen Räumen gelebt, gedacht und geliebt wurde? Wo überall wurde vom 16. bis zum 20. Jahrhundert gefroren, geprasst und gehungert? […] Erpenbeck sinniert in der Person des Direktors über die Verhaltensweisen der Gegenwart. Am Ende steht der Rat des scheidenden Managers: 'Das Erbe ist nichts Feststehendes, sondern etwas, das wächst.'›

ausgezeichnet!

Lippische Landeszeitung, 5. Juni 2014

‹Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe und der Detmolder Kaiserkeller: bisher zwei Welten. Hier die Höhen feingeschliffener Sprache, dort die Tiefen direkter Töne. Hier die fein verpackte Spurensuche, dort die rausgehauenen Wahrheiten. Nun fanden sie endlich zueinander beim Vorstellen der jungen Literaten Marie T. Martin und Marcel Maas. [Marie T. Martin] verleiht den Worten Flügel, ohne die Wahrheit zu verlieren. Das Werk 'Play. Repeat' von Marcel Maas entwickelte sich zu einer dem Peotry Slam abgelauschten Nähe zum Rap.›

Konfuzianismus

Neue Westfälische, 4. Februar 2014

‹Das Haus Münsterberg war dem Ansturm der Interessierten wieder einmal kaum gewachsen, so viele kamen, um dem Versuch Manfred Ostens zu lauschen, den Konfuzianismus für die Erneuerung einer Kultur des Erinnerns auch hierzulande zu nutzen. [...] Die angeregt geführte Diskussion im Anschluss an den Vortrag rankte sich letztlich um die Frage, was denn unter Gehorsam zu verstehen sei. [...] Die Zuhörer bedankten sich mit viel Beifall für die kenntnisreiche und eloquente Darstellung seiner Position. Diese ergänzte Schauspieler Bernt Hahn eindrucksvoll mit der Rezitation einiger ausgesuchter Lehren des Konfuzius.›

Ist es Freude, ist es Schmerz? Jüdische Wurzeln – deutsche Gedichte

Kulturinfo Lippe, Januar 2014

‹Iris Berben, ein Vorbild im Kampf gegen den Antisemitismus, rezitierte die Gedichte in ihrer do eigenen Weise, die zu Herzen ging, persönlich zurückgenommen ganz der Sache hingegeben. Unterstrichen von den Klängen einer Barockvioline gespielt von Maya Homburger und Barry Guy am Kontrabass, die ganz auf die Aussagen der Gedichte abgestimmt waren und mit ihnen korrespondierten.›

 

Neue Westfälische, 27. Januar 2014

‹Die Lesung [von Iris Berben] ist in drei Abschnitte geteilt. [...] Nicht unterbrochen, vielmehr unterstrichen, wird die Lesung durch musikalische Beiträge, die Maya Homburger und Barry Guy gestalten. Die Stimmungen der Lyrik aufnehmend, spielen sie klagende Klänge, lassen ihre Instrumente Zwiesprache halten. Dramatisch, nervös, verschreckt flirren die Töne mitunter, selten ein Wohlklang, doch immer berührend. So, wie es auch die Worte sind, die Iris Berben so ausspricht, wie sie die Verfasser einst gefühlt haben müssen. [...] Iris Berben lässt keinen Zweifel aufkommen, dass im Mittelpunkt der ausverkauften Veranstaltung im Sommertheater das Buch steht, und nicht die, die es vorliest. Und gleiches gilt sicherlich für den langanhaltenden Beifall am Ende der Lesung.›

Dorfgeschichten 2013

Lippische Landeszeitung, 14. November 2013

‹Schauspielerin Andrea Sawatzki hat an zwei Tagen dreimal in Detmold aus Annette von Droste-Hülshoffs ‹Judenbuche› gelesen. [...] Für die Lesung vor den Schülern hatten die Veranstalter die Novelle leicht gestrafft – und zwar so geschickt, dass die Spannung des Plots hervorgehoben wurde, ohne dass die Stimmung, die die wunderschöne Sprache der Droste vermittelt, gelitten hätte. Andrea Sawatzki, die auf Anhieb einen guten Draht zu den Zuhörern fand, erweckte die Menschen im ‹Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen› virtuos zum Leben, verlieh den unterschiedlichen Charakteren mit ihrer Stimme Profil.›

 

Kulturinfo Lippe, November 2013

‹Einen Abend der besonderen Art bescherte uns die Schauspielerin Andrea Sawatzki mit der Lesung der großartigen Literatur von Annette von Droste-Hülshoff. Sawatzki verlieh dieser unheimlichen Geschichte mit ihrer wohlklingenden Stimme die rechte Atmosphäre um die Zuhörer in die so genannte ‹Gute alte Zeit› mitzunehmen. Wunderbar, wie Andrea Sawatzki den Personen in der Geschichte ein eigenes Profil gab. Eine wunderbare Vorleserin mit einer großen Ausstrahlung. [...] Ein großartiger Abend für das begeisterte Publikum.›

 

Lippische Landeszeitung, 9. Oktober 2013

‹Freilichtmuseum und Literaturbüro gehen eine besondere Symbiose ein. Schauspielerin Andrea Sawatzki wird am 12. November in der ‹Dorfgeschichten›-Reihe aus ‹Die Judenbuche› lesen. Der Hausherr kann seine Vorfreude auf die Veranstaltung kaum zügeln. [...] Vor allem aber ist er stolz darauf, dass das Museum und das Literaturbüro sich gegenseitig befruchten werden: Der Leseort – die Gaststätte ‹Im Weißen Ross› – liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus der jüdischen Familie Uhlmann.›

Autorentage

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Oktober 2013

‹Wenn Monique Lévi-Strauss zu den Autorentagen in Schwalenberg [...] aus Paris anreist, dann bezeugt das nicht nur eine freundschaftliche Verbundenheit. [...] Traditionen einer Textilkunst, die Grenzen der Gemeinsamkeiten von Mensch und Affe, Konstellationen zwischen Kunst und Natur bei Proust, die Wahlverwandtschaften zu dem vom estnischen Ensemble YXUS interpretierten Werk des Komponisten Avo Pärt und die Affinität zur philosophischen Ethik des Robert Spaemann, Echos und Korrespondenzen zu Gedichten von Jan Wagner, sowie Zwiegespräche mit Episoden aus dem ‹Atlas einen ängstlichen Mannes› von Christoph Ransmayr – es war ein weites Feld, das die Autorentage Schwalenberg absteckten, doch wie es, kuratiert von Brigitte Labs-Ehlert, bestellt wurde, geriet zu einer erlesenen Vermessung und Erkundung der Einzigartigkeit.›

 

Neue Westfälische, 22. Oktober 2013

‹Anita Albus geht wie eine Musikerin in ihrem Werk auf und lässt es so für sich sprechen. Eben das tat die Pianistin Olga Scheps, die insbesondere die ‹Wanderer›-Fantasie von Franz Schubert als einen bis in jeden kleinsten Winkel prachtvoll verständlich werdenden Raum wild wechselnder Stimmungen durchschritt. Das tat auch das YXUS-Ensemble, das in der fast bis zur Stille innehaltenden Musik Avo Pärts einen spirituellen Raum öffnete.›

 

Ahlener Zeitung, 22. Oktober 2013

‹Der Malerin, die mit ihrer akribischen naturalistischen Darstellungsweise seltener Vögel und Pflanzen aus der Zeit gefallen zu sein scheint, widmete das Literaturbüro  die Autorentage in Schwalenberg. [...] Zu einer aufregenden Begegnung zwischen Literatur, Kunst und Musik geriet die Konzertlesung mit Texten aus Betrachtungen von Anita Albus über Marcel Prousts Roman ‹Auf der Suche nach der verlorenen Zeit›. [...] Dass sich eine Ausnahmepianistin wie Olga Scheps im Robert-Koepke-Haus die Ehre gab, unterstreicht den außergewöhnlichen Charakter dieser Autorentage.›

 

Neue Westfälische, 21. Oktober 2013

‹Wer ein Buch von Anita Albus aufschlägt, ist verblüfft. Wen habe ich da vor mir? Eine Naturwissenschaftlerin, eine Schriftstellerin? Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe hat den Besuchern der 10. Autorentage [...] eine Begegnung mit einer außerordentlichen Schriftstellerin und Malerin geschenkt. [...] Mit jeder Antwort stellen sich viele neue Fragen ein, und die Erfahrung der Natur als ein Wunder wird immer größer statt kleiner. Wer Anita Albus liest oder ihre Gemälde sieht, verfolgt diese Spur, erfährt die Demut vor dem Geheimnis der Fülle in der Natur.›

 

Lippe Aktuell, 21. September 2013

‹Einmal im Jahr wird die lippesche Malerstadt zum literarischen Zentrum: Nämlich dann, wenn das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe im Robert-Koepke-Haus die Schwalenberger Autorentage ausrichtet.›