‹Kollaborationen›
Text trifft Ton - junge Literatur aus NRW

Am 8. März wird’s im Theatertreff literarisch-musikalisch: Texte treffen auf Musik, Prosaisches stellt sich mit klanglichem Experiment auf die Bühne. Josefine Rieks und Karosh Taha, die ‹Förderpreisträgerinnen des Landes NRW für Literatur› 2018 lesen auf Einladung des Literaturbüros OWL aus ihren Romanen und sprechen über ihr Schreiben. Der Komponist und Jazzpianist Simon Rummel greift den Sound der Texte mit Improvisationen am Klavier auf.   


Mit einem sezierenden Blick auf unsere Gegenwart hat Josefine Rieks einen rasanten wie klugen Roman geschrieben: ‹Serverland› beschreibt eine Zukunft, die sich anfühlt wie die Vergangenheit. Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind nur noch Elektroschrott. Einer Gruppe von Jugendlichen gelingt es eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. In der Laudatio zum Förderpreis heißt es, dass der Roman eine ‹prosaische Laborsituation› sei, in der wir ‹auf der Suche nach unserer Zukunft zu den Anfängen der Menschheit› zurückkehren. ‹Ein spannender, ungewöhnlicher, also sehr lesenswerter Roman.› Josefine Rieks, 1988 in Höxter geboren, lebt in Berlin. Sie schrieb das Drehbuch zum No-Budget-Film ‹U3000 – Tod einer Indieband›, erhielt 2017 das Alfred-Döblin-Stipendium. Ihr Debüt ‹Serverland› erschien 2018 bei Hanser. 

 

Karosh Taha erzählt in ‹Beschreibung einer Krabbenwanderung› rauschhaft und kraftvoll, dann wieder unbeschwert von einem Leben im Dazwischen: Sanaa, Anfang zwanzig, kam mit ihrer Familie aus dem Irak nach Deutschland und lebt zwischen Freiheit und Verantwortung, Erinnerung und Zukunft, Mythos und Wirklichkeit. Für den Förderpreis-Laudator ist ein ‹reicher und reifer Text entstanden, der die Leserinnen und Leser auf weitere Romane von Karosh Taha hoffen lässt.› Karosh Taha wurde 1987 im Irak geboren, seit 1997 lebt sie im Ruhrgebiet. Sie erhielt das Stipendium des LCB und das Heinrich-Heine-Stipendium. ‹Beschreibung einer Krabbenwanderung› erschien 2018 bei Dumont.

 

Simon Rummel, 1978 in Trier geboren, hat Jazzklavier, Improvisation, Komposition und Freie Kunst studiert. Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind die Themen Mikrotonalität, Skulptur und Klang im Raum und außerdem die Verbindung von Komponiertem, also Geplantem, und Improvisiertem, also sich aus dem Moment Ergebendem.

Karten und Information

Datum: Freitag, 8. März 2019, 19.30 Uhr 

Ort: Theatertreff in Theater Paderborn, Neuer Platz 6, 33098 Paderborn

Eintritt: 10 € (ermäßigt 8 €)

Kartenbestellung: Karten sind ab Dienstag, 22. Januar 2019, an der Paderborner Theaterkasse (05251-28 81 100 sowie online) und im Literaturbüro OWL (05231-30 80 210 sowie online) oder an der Abendkasse erhältlich.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros OWL in Kooperation mit dem Kulturamt und der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn sowie dem Theater Paderborn.


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