4. Oktober 2019

80 Feststellungen zu Bielefeld

Am 31. Oktober 2019 um 20.00 Uhr präsentiert die Autorin Juliana Kálnay in der Stadtbibliothek Bielefeld erstmalig ihren zur OWL-Metropole entstandenen Schreibauftrag Die Stadt ist nicht die Stadt – 80 Feststellungen. Auch Schauspielerin Jeanette Hain liest im zweiten Veranstaltungsteil von einer Stadt, diese bleibt zwar namenlos, könnte aber Bielefeld sein. Im Literaturbüro OWL gibt es unter karten@literaturbuero-owl.de bzw. 05231-30 80 210 noch Karten für die Veranstaltung ‹aufgeschlagen: OWL›, die zum ersten Mal im Rahmen der ‹Bielefelder Literaturtage› stattfindet.

aspekte-Preisträgerin Juliana Kálnay hat im Auftrag des Literaturbüros OWL ihr eigenes Kapitel zu Bielefeld aufgeschlagen. Im März durchstreifte sie die Stadt im Dauerregen und mit Notizbuch in der Tasche. Entstanden sind 80 Feststellungen – Die Stadt ist nicht die Stadt. Es ist eine, so Juliana Kálnay, ‹poetische Verschränkung›, eine assoziative Annäherung an die Menschen, die Geschichte(n), die Plätze und Straßen der Stadt, in der Reales und Fantastisches ineinanderfließen. In der Stadtbibliothek Bielefeld erlebt der Text, der anlässlich der Veranstaltung auch als Publikation erscheint, seine Urlesung. Im Gespräch mit Iris Hennig, künstlerische Leiterin des Literaturbüros OWL, gibt die Autorin zudem Einblick in ihr literarisches Schaffen und berichtet von ihrer einwöchigen Entdeckungstour durch Bielefeld.

Einen anderen Blick auf eine westliche Großstadt richtet F. C. Delius mit seinem Nachtroman Adenauerplatz. Die bekannte Schauspielerin und Stimm-Künstlerin Jeanette Hain geht in ihrer Lesung im zweiten Teil des Abends mit dem deutsch-chilenischen Exilanten Felipe durch die nächtliche Stadt und schaut aus der Distanz des Außenstehenden bis ins Innerste. Adenauerplatz ist eine einfühlsame Romanstudie über doppelte Heimatlosigkeit – und zugleich ein Plädoyer für politische Moral, die in einer Zeit verloren zu gehen droht, in der schon die laufenden Katastrophen nicht mehr schrecken.

‹aufgeschlagen: OWL› ist ein Projekt des Literaturbüros OWL in Kooperation mit dem OWL Kulturbüro und der Stadtbibliothek Bielefeld, unterstützt durch die Literarische Gesellschaft OWL, die Stiftung für Kunst und Kultur Dr. Dagmar Nowitzki sowie die Freunde und Förderer des Literaturbüros OWL. Das Literaturbüro OWL präsentiert mit ‹aufgeschlagen: OWL› zum dritten Mal literarische Stimmen aus und zur Region und fördert die junge Literaturszene durch die Vergabe eines Schreibauftrags und seine Urlesung in OWL.

Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe in Detmold wird seit 1990 von einem gemeinnützigen Verein getragen. Es wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Detmold, dem Landesverband Lippe und dem Kreis Lippe.


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