Herbst-Winter-Programm des Literaturbüros OWL

Ein vielschichtiger Mix aus Veranstaltungen kennzeichnet das Herbst-Winter-Programm 2022 des Literaturbüros OWL.

Mary Shelleys »Frankenstein oder Der moderne Prometheus« geht an vier Abenden und mit einer digitalen Rate auf Reisen durch OWL und ein Wochenende steht im Zeichen der polnischen Literatur – zudem werden Reihen wie »Wörterleuchten« und »Meeting of Generations« an unterschiedlichen Orten auf die Bühne gebracht. Zu hören sind neben zeitgenössischen Autor*innen – darunter Nora Gomringer und Doron Rabinovici – auch Schauspielgrößen wie Felix Klare, Annette Frier oder Renan Demirkan. Außerdem beteiligt sich das Literaturbüro OWL auch beim zweiten Kinder- und Jugendliteraturfest »Wortspielerei« in Detmold und bietet erneut Weiterbildungen, Netzwerkveranstaltungen und Workshops für regionale Autor*innen an.

Den Auftakt bildet die Veranstaltung »MACHTgeHABE«, in deren Rahmen am 2. (Hechelei, Bielefeld) und 3.
September (Universum, Bünde) Texte und Musik über Herrschaft, Unterdrückung und Aufbegehren vorgetragen werden. Die Schauspieler*innen Felix Klare und Gabrielle Pietermann rezitieren Werke von Autor*innen aus Belarus, der Türkei und Kenia, die ihre Stimmen aus dem Exil heraus erheben, das Erlebte dokumentieren und zu Literatur formen. Die Lesungen werden von den vielseitigen musikalischen Möglichkeiten, die Harfenmusik bietet, umrahmt und akzentuiert.

Gesellschaftsrelevant geht es weiter, wenn am 24. September im Detmolder Sommertheater der Kulturtalk
»Kunstfreiheit – Messlatte für Demokratie?« über die Bühne geht. Das Literaturbüro OWL ist hier Kooperationspartner der Lippischen Gesellschaft für Kunst, die diesen hochkarätig besetzten Talk anlässlich ihres 50- jährigen Bestehens initiiert hat. Gäste der durch die Vorstandsvorsitzende des Literaturbüros Ute Schäfer moderierten Veranstaltung sind u. a. der Künstler und Jurist Klaus Staeck, Andreas Voßkuhle (Präsident
des Bundesverfassungsgerichts a. D.), die Paderborner Theaterintendantin Katharina Kreuzhage und Erik
Bettermann (Intendant der Deutschen Welle a. D.). Die Schauspielerin Helene Grass liest thematisch passend
aus Julian Barnes Roman »Lärm der Zeit«, korrespondierend zur Lesung spielen Studierende der Hochschule
für Musik Detmold eine Sonate von Dimitri Schostakowitsch.

Am 19. (Birke, Minden) und 20. (Kafka & Co., Detmold) sowie 25. (Auslese, Herford) und 26. Oktober (Lesbar, Beverungen) steht Mary Shelleys »Frankenstein oder Der moderne Prometheus« im Fokus der Reihe »Text auf Raten«. In diesen vier Live-Veranstaltungen und einer digitalen Rate wird der Klassiker interdisziplinär interpretiert. Ausschnitte aus dem Roman verbinden sich mit Film, Musik, Tanz und Comic, wobei eindrucksvoll unterstrichen wird, dass der Klassiker weit mehr als eine Gruselgeschichte ist.

Für den Literaturbüro-Dauerbrenner »Dorfgeschichten« konnte in diesem Jahr die bekannte Schauspielerin
Annette Frier gewonnen werden, die am 8. und 9. November im LWL-Freilichtmuseum Detmold Passagen aus
Jakob Wassermanns Künstlerroman »Das Gänsemännchen« liest.

Die Ausstellung »Experiment Heimat« wird am 19. November im Lippischen Landesmuseum (Detmold) mit
einer Lesung von Wladimir Kaminer und einer Fotoshow von Ute und Werner Mahler eröffnet. Die Ausstellung
bildet den Abschluss des NRW-weiten Projekts, das das Literaturbüro OWL als Kooperationspartner bereits im vergangenen Jahr mit einem Veranstaltungswochenende in Detmold begleiten durfte.

Ein weiterer Programmpunkt sind die »Literarischen Positionen in Europa: Polen« vom 24. – 26. November
in Bielefeld. Matthias Kneip, Artur Becker und Alexandra Tobor geben in Lesungen und Gesprächen Auskunft über die vielfältige polnische Gegenwartsliteratur. Für die jüngere Zielgruppe wird es einen deutschpolnischen Poetry Slam geben. Die Band Margaux und die Banditen beschließt das Festival mit polnischen Chansons und europäischen Volksliedern.

Die zentrale Veranstaltung im Segment der Digitalen Literatur, mit dem sich das Literaturbüro OWL seit 2021
intensiver befasst, findet am 16. Dezember im HNF in Paderborn statt, das als weltgrößtes Computermuseum
inhaltlich ein sehr geeigneter Ort ist. Unter dem Titel »Poetry in New Spaces – Was kann Literatur? Ein
Experiment«
loten die Poet*innen und Medienkünstler*innen Cendra Polsner, Pauline Füg und Dean
Ruddock die Grenzen der digitalen Literatur aus.

Alle Veranstaltungen des Literaturbüros OWL finden in Übereinstimmung mit der nordrhein-westfälischen
Coronaschutzverordnung und ggf. weiterer selbstauferlegter Maßnahmen statt. Detaillierte Informationen zu
allen Veranstaltungen sind auf der Webseite des Literaturbüros OWL zu finden. Eintrittskarten können ab
sofort unter www.literaturbuero-owl.de oder telefonisch unter 05231-30 80 210 erworben werden.

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