Die sofa stories sind ein langer, sommerlicher Leseabend in der Stadt. Vier Bielefelder WGs öffnen ihre Wohnzimmertüren und Gartentore und laden auf ihre Sessel, Sofas und Fußböden ein, um ihre Wohnungen und Gärten für einen Abend in Lesebühnen zu verwandeln.
Die Besucherinnen treffen sich zum Auftakt an einem zentralen Ort in Bielefeld und von dort geht es dann zu Fuß, in Kleingruppen an vier private, ganz unterschiedliche Lesestationen. Dort sind jeweils Schauspieler*innen bzw. Sprecher*innen mit unterschiedlichen Geschichten zu hören. Bei den »sofa stories« sitzt man nah beieinander, auf dem Sofa, dem Klapphocker oder auch dem Küchenfußboden, lauscht der Story, knabbert Snacks und kommt ins Gespräch, mit den anderen Besucher*innen und den Künstler*innen. Die Lesenden bleiben dann in ihrer WG und erwarten die nächste Gruppe, das Publikum wandert nach einer Lesung weiter zum nächsten Text, von WG zu WG, von Lesung zu Lesung und reist mit den Wörtern in andere Zeiten und Kulturen – oder schaut dem Hier und Jetzt ins Gesicht.
In diesem Jahr sind Güzide Çoker, Caroline Cousin, Jonas Friedrich Leonhard und NN mit dabei. Sie lesen Texte aus den Büchern: Mascha Unterlehberg »Wenn wir lächeln«, Daniel Glattauer »Gut gegen Nordwind«, Mareike Fallwickl & Eva Reisinger »Das Pen!smuseum« und eine Kurzgeschichte von Ursula K. Le Guin.
Güzide Çoker (1999) entschied sie sich nach dem Abitur zunächst für ein geisteswissenschaftliches Studium und absolvierte einen Bachelor in Medien und Kommunikation an der Universität Passau. Daraufhin folgte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. In der Spielzeit 2024/25 übernahm Güzide Çoker die Rolle der Nour in Murat Yeginers Inszenierung von Gün Tanks Roman »Die Optimistinnen« am Theater Bielefeld. In »Antigone. Ein Requiem« von Thomas Köck am Staatstheater Stuttgart spielte sie die Rolle der Eurydike. Zudem folgten einige Arbeiten in Film und Fernsehen. 2023 war sie im Tatort Ludwigshafen »Dein gutes Recht« in der Rolle der Franzi Rulof zu sehen und im Jahre 2027 folgt eine Episodenhauptrolle als Defne Dülgün in der SOKO Donau.
Güzide Çoker ist seit Dezember 2025 festes Ensemblemitglied am Theater Bielefeld.
Caroline Cousin ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin, die vor allem durch ihre Arbeiten am Düsseldorfer Schauspielhaus sowie durch Rollen in Fernsehproduktionen wie »Tatort« bekannt wurde. Geboren wurde sie im Jahr 2000 in Berlin, wo sie bereits während der Schulzeit erste Theatererfahrungen sammelte. Von 2018 bis 2023 studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Während ihrer Ausbildung spielte sie bereits regelmäßig am Düsseldorfer Schauspielhaus, an dem sie seit 2023 festes Ensemblemitglied ist. Dort war sie unter anderem in Inszenierungen wie »Macbeth«, »Woyzeck«, »Nora« und »Der Zauberberg« zu sehen. Parallel dazu arbeitete Cousin zunehmend für Film und Fernsehen. Größere Aufmerksamkeit erhielt sie durch Auftritte in der Miniserie »ZERV – Zeit der Abrechnung« sowie in mehreren »Tatort«-Folgen. Neben ihrer Schauspielarbeit gilt sie auch als musikalisch vielseitig und beherrscht mehrere Instrumente und Sprachen.
Jonas Friedrich Leonhardi, geb.1990 in Oschatz, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig und ist nach seinem Engagement am Staatsschauspiel Dresden seit 2016 festes Ensemblemitglied am Düsseldorfer Schauspielhaus. Er dreht außerdem seit vielen Jahren für Film und Fernsehen, ebenso spricht er Hörspiele und Features.
Im Fernsehen spielte er z. B. im Tatort oder in der Mini-Serie »Sam – ein Sachse« (Grimme-Preis 2024) und war zuletzt im Juni in einer Hauptrolle in »Jenseits der blauen Grenze« auf Arte zu sehen. Im September 2025 feiert er als Orsino in William Shakespeares »Was ihr wollt« seine nächste Premiere am Düsseldorfer Schauspielhaus.
Der Kartenvorverkauf beginnt am MO, 15. Juni 2026, 9:00 Uhr über diese Website.
Die sofa stories sind nicht barrierefrei. Der Zugang zu den WGs erfolgt z. T. über mehrere Treppen und es ist mit einer sehr engen Platzsituation in den WGs zu rechnen.