Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« stellt der Schauspieler und Schriftsteller Edgar Selge sein neues Buch »Juras letzter Winter« (Erscheinungsdatum: 04.09.2026) in Lesung und Gespräch vor.
»Es ist ganz gleich, wo wir beginnen, uns im Vertrauen zu üben: mit uns oder mit anderen. Nur anfangen müssen wir.«
Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Laufe der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis.
Edgar Selge setzt dem jungen Menschen, der brutal von den Nazis ermordet wurde, ein Denkmal und lässt ihn an diesem Abend lebendig werden.
»Edgar Selge hat sein Publikum immer erreicht und berührt, als Theaterschauspieler, als Fernsehkommissar, mit 73 jetzt auch als Schriftsteller.« (Süddeutsche Zeitung)
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