30. Juni 2021

Wörterleuchten

»Wörterleuchten« bringt den Romanautor Roman Ehrlich und den Sachbuchautor Toralf Staud gemeinsam auf die Bühne im Haus Münsterberg. Ihre Bücher »Malé« und »Deutschland 2050« werfen beide einen Blick in eine durch den Klimawandel veränderte mögliche Zukunft – in Europa und Asien. Die Autoren sind mit Lesungen aus ihren Büchern zu erleben und im Gespräch geht es ebenso um die Inhalte ihrer Bücher wie um die Chancen und Begrenzungen der unterschiedlichen Formate.

Roman: »Malé«

Der 2020 erschienene Roman »Malé« von Roman Ehrlich stand im selben Jahr auf der Nominierungs-Longlist für den Deutschen Buchpreis. Deutschlandfunk Kultur zufolge wurde »der Klima-Notstand [selten] so intelligent auf den Punkt gebracht wie in dem Roman ›Malé‹, der von einer Aussteigergemeinschaft auf den Malediven erzählt.« In Ehrlichs Roman haben der Klimawandel und der damit einhergehende Anstieg des Meeresspiegels auf den Malediven alles aufgeweicht und weggespült – Infrastruktur ebenso wie Organisationsstrukturen. Dennoch – oder gerade deshalb – zieht es Menschen aus allen Ecken der Welt nach Malé. Es sind Aussteiger*innen, Abenteurer*innen und Utopist*innen, für die die Malediven zu einer Projektionsfläche, zu einem Ort zwischen Euphorie und Albtraum werden. »Malé« ist in keiner Sprache verfasst, die die Seiten verfliegen lässt. Ehrlichs Prosa fordert Aufmerksamkeit ein, geht Umwege, sperrt sich mit langen Sätzen und Passivkonstruktionen und entwickelt peu à peu doch einen Sound, der auch den Leser*innen eine Flucht aus dem Untergangsszenario schwermacht.

Sachbuch »Deutschland 2050«

Wie sich der Klimawandel auf Deutschland auswirken könnte, zeigen die Autoren Nick Reimer und Toralf Staud in ihrem Sachbuch »Deutschland 2050«, das im Mai 2021 erschienen ist. Der menschengemachte Klimawandel ist keine Bedrohung für die ferne Zukunft ferner Länder, der Klimawandel findet statt – hier und jetzt. Doch welche konkreten Auswirkungen wird er auf unser aller Leben in Deutschland haben? Nick Reimer und Toralf Staud geben konkrete Antworten auf die Frage, wie der Klimawandel uns in Deutschland treffen wird. Auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aus zahlreichen Forschungsfeldern schildern sie, wie wir in dreißig Jahren arbeiten, essen, wirtschaften und Urlaub machen. Welche neuen Krankheiten uns zu schaffen machen. Wie sich unsere Landschaft, unsere Wälder, unsere Städte verändern. Entstanden ist eine aufrüttelnde Zeitreise in die Zukunft.

Roman Ehrlich

Toralf Staud

Sarah Lau (Paderborn) und Fabian Lau (Malchen) lesen Texte zum generationenübergreifenden Thema Liebe. Bei dieser Veranstaltung prallen nicht nur Künstler*innen-Generationen zusammen, es kommt sogar zu einem echten Familientreffen von Vater und Tochter Lau.

Er, Jahrgang 1962, ist Kabarettist, Verfasser mehrerer Bücher und Moderator. Sie ist 1997 geboren, Moderatorin, Poetry Slammerin und hat ebenfalls schon ein Buch veröffentlicht. Beide widmen sich aus ihren ureigenen Perspektiven dem großen Weltthema Liebe – sowohl literarisch als auch im anschließenden Gespräch, das von Karsten Strack, Leiter des Literaturbüros OWL, moderiert wird.

Die Lesung ist der Auftakt der neuen Reihe »DoubleTrouble! Autor*innen lesen über den Tellerrand der Generationen«, die das Literaturbüro OWL mit Unterstützung des Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW ins Leben gerufen hat. Unter diesem Motto sollen im Jahr 2021 insgesamt drei Doppellesungen durchgeführt werden, zu denen jeweils ein*e Autor*in aus der jungen Generation und der älteren Generation eingeladen werden, die unter einer bestimmter Thematik (Zeitgeist, Liebe, Humor) aus ihren Werken lesen und im Anschluss daran ein moderiertes Gespräch führen.

Tickets kosten 15 Euro und sind hier erhältlich.

Alle kreativen Köpfe aufgepasst! Der Cartoonist und Comiczeichner André Sedlaczek vermittelt die nötigen Tipps und Kniffe, um einen Comic zum Thema »Wem würde ich heute ein Denkmal bauen?« zu kreieren.

In dem zweitägigen Comicworkshop wird jede*r Teilnehmer*in individuell unterstützt. Die vermittelten Grundkenntnisse werden schnell in die Praxis umgesetzt. Es darf gescribbelt, radiert, erfunden, wieder verworfen und gleich wieder neu erfunden werden. Denn eines ist klar: Comiczeichnen ist ein Arbeitsprozess, der auch mal über Umwege zum Ziel führt.

Der Workshop ist sowohl für Anfänger*innen als auch für Fortgeschrittene geeignet, Teilnehmer*innen aller Altersstufen sind herzlich willkommen. Die Ergebnisse des Comicworkshops werden Ende Juni im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« im HEIMAT-Pavillon als Ausstellung zu sehen sein.

Für den Fall, dass der Workshop aufgrund der aktuellen Coronaschutzverordnung nicht in Präsenz möglich ist, wird der Workshop im gleichen Zeitraum online stattfinden. Über etwaige Änderungen informiert das Literaturbüro OWL rechtzeitig.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

27. Mai 2021

Werkschau

Das deutsche Fotograf*innenpaar Ute Mahler und Werner Mahler präsentiert fotografische Arbeiten und gibt einen Einblick in ihre humanistische Sicht auf die Welt durch die analoge Kamera – Wie sieht »Heimat« auf einem Foto aus? Ist »Heimat« sichtbar?

Am 26. Juni sprechen Ute Mahler und Werner Mahler über ihre Arbeit und zeigen eine Auswahl von Fotografien. Ihre gemeinsame Werkschau zeigt die Spannweite von sozialkritischen Reportagen, das Leben in der DDR über Landschaftsaufnahmen und Seltsamkeiten bis hin zu sensiblen Porträts und Modefotografien. Sie präsentieren jeweils eigene Arbeiten und Arbeiten aus den ab 2009 ausschließlich gemeinsamen Werkgruppen. Das Besondere: Für ihre Sicht auf die Welt genügt eine gemeinsame Kamera, ein gemeinsamer Blick. »Keine Situation schaffen, sondern die Situation erkennen und sie interpretieren« ist das Credo der beiden Fotograf*innen.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler für einen Rechercheaufenthalt nach Detmold. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

Die zunehmende Digitalisierung sorgt in der Literaturszene seit Jahren für eine rege Diskussion im Hinblick auf den Aspekt »Fluch oder Segen?«

Sinkende Absatzzahlen aufgrund schleichend reduzierter allgemeiner Lesefähigkeit und verminderter Aufmerksamkeitsspanne beunruhigen Verlage und Buchhandel, auf der anderen Seite eröffnen Social-Media-Kanäle neue Möglichkeiten der Publikumsgewinnung und -bindung. Und was ist überhaupt mit dem Medium Buch? Hat es etwa doch allmählich ausgedient? Aber ist das E-Book tatsächlich eine nachhaltige Alternative? Und inwiefern reagiert der europäische Binnenmarkt auf diese Entwicklungen? Gibt es regionale Unterschiede? Kann man länderübergreifende Lösungen entwickeln, um die Digitalisierung Nutzen bringend für die Literatur einzusetzen?

Erörtert werden im Rahmen einer digitalen Podiumsdiskussion literarische, technische und ökonomische Zusammenhänge in der sich zunehmend digitalisierenden Literaturlandschaft Europas – es geht im Schwerpunkt um die Themen Selfpublishing, Verlagswesen, Digitale Kulturforschung, Social-Media-Marketing und literarisches Veranstaltungsmanagement.

Folgende Diskussionsteilnehmer*innen sind bei der in Kooperation mit dem Vorleseband e. V. und dem Heinz Nixdorf MuseumsForum organisierten Veranstaltung dabei:

Mira Valentin ist eine der bekanntesten Autor*innen innerhalb des deutschsprachigen Selfpublishing-Szene und hat mit »Die Legende von Enyador« unlängst einen Nummer-1-Bestseller in der Kategorie Fantasy veröffentlicht. Aus Wien kommt der beruflich weit gereiste (u. a. Kapstadt, Yokuhama, Tokio) Autor Fabian Navarro, der mit seinem aktuellen Projekt »Elequentron3000« – ein Computer-Bot, der Gedichte schreibt – die computergestützten literarischen Produktionsmöglichkeiten mit hinterfragt und auslotet. Die 18-jährige in Tirol geborene Jung-Autorin Ines Strohmaier studiert seit kurzem in Biel/Schweiz Literarisches Schreiben und arbeitet parallel als Texterin in einer Social-Media-Agentur. Mit Heiner Remmert ist der Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna zu Gast. Das Literaturbüro Unna hat sich in den letzten Monaten sehr intensiv mit der digitalen Vermittlung von Literatur beschäftigt und in diesem Zusammenhang zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen entwickelt und durchgeführt. Die Schriftstellerin, Moderatorin (u. a. Ninias Fashion Mag, RTL) und Journalistin (u. a. ZDF WISO, taz) Ninia Binias ist seit 2017 Geschäftsführerin der Büro für Popkultur GmbH & Co. KG in Hannover und entwickelt dort nachhaltige Kulturkonzepte. Darüber hinaus führt sie ehrenamtlich – als Vertreterin für Menschen mit Behinderung – den Vorsitz des Beirats zur Bewerbung Hannovers als Kulturhauptstadt Europas 2025.

Moderiert wird die Veranstaltung von Karsten Strack (Künstlerischer Leiter des Literaturbüros OWL und Geschäftsführer des größten deutschsprachigen Poetry-Slam-Verlags mit Sitz in Paderborn).

Die Podiumsdiskussion wird live aus dem Heinz Nixdorf MuseumsForum gestreamt, die Teilnahme ist kostenlos.
Der Link zum Stream bzw. zur Anmeldung wird voraussichtlich Mitte Juni veröffentlicht.

Die Podiumsdiskussion ist eine Veranstaltung im Rahmen von europa:westfalen – literaturfestival [lila we:] 2021, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die LWLKulturstiftung und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Ist sie ein unausweichliches Schicksal oder etwas, das man sich selbst schafft? Eine erstrebenswerte Utopie oder ein Reizwort und Kampfbegriff? Gibt es nur eine HEIMAT oder gibt es sie auch im Plural? Und wie halten es andere Sprachen und Kulturen mit diesem urdeutschen Wort?

In den russischen Nachrichten las Wladimir Kaminer beispielsweise einmal – so unglaublich das auch klingt –, dass Russlanddeutsche, die nach Deutschland übersiedeln, bevorzugt in der Nähe des Hermanns einquartiert werden, um sich dem Prozess der »Germanisierung« leichter hinzugeben. Ob das Hermannsdenkmal aber tatsächlich dafür sorgt, dass Menschen sich in Lippe »heimisch« fühlen, ob es einfach nur dieses kolossale Denkmal im Hintergrund ist und was »Heimat« überhaupt ausmacht, diesen Fragen gehen alteingesessene, neuzugezogene und vorübergehende Detmolder*innen in einem Podiumsgespräch nach.

An dem Podiumsgespräch nehmen die folgenden Personen teil: Wladimir Kaminer sieht sich als Weltbürger und sagt, er sei privat Russe, beruflich deutscher Schriftsteller. Er ist einer der beliebtesten Schriftsteller Deutschlands. Merve Kazokoğlu ist als Lehrkraft für Bläser-Kammermusik und künstlerische Leiterin des Ensemble Earquake an der Hochschule für Musik Detmold tätig. Ramadan Hasan lebt seit gut fünf  Jahren in Deutschland und studiert derzeit Medizin- und Gesundheitstechnologie an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Und als lippischer Heimatexperte ist der ehemaliger Bürgermeister von Detmold, Friedrich Brakemeier, dabei. Moderiert wird das Gespräch von Mitarbeiter*innen des Literaturbüros OWL.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autorinnen und Fotografinnen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

1809, inmitten von Kriegswirren und politischen Umwälzungen auf dem gesamten europäischen Kontinent, verfasste Heinrich von Kleist »Die Hermannsschlacht«. Der Schauspieler und Sprecher Henning Bormann liest aus dem Drama mit der wechselvollen Wirkungsgeschichte.

In ihm verbünden sich germanische Stämme unter Führung von Hermann, Fürst der Cherusker, und schlagen in der Düsternis des Teutoburger Waldes drei römische Legionen. Dieses Ereignis wurde seit dem 15. Jahrhundert zum Gründungsmythos einer vereinten und freien deutschen Nation geformt und immer wieder politisch instrumentalisiert. Kleists Herrmann ist jedoch kein edler Held, sondern betrügt und manipuliert jeden, sogar seine Ehefrau, um Hass gegen die Römer zu entfachen. Szenen radikaler Grausamkeit demonstrieren deutlich, welche Kosten an Menschlichkeit jeder Krieg fordert.

Henning Bormann absolvierte seine Schauspielausbildung an der Universität der Künste Berlin. Noch während des Studiums spielte er als Gast am Maxim Gorki Theater Berlin. Es folgten Engagements in Zittau und Baden Baden sowie freischaffende Arbeiten in Berlin, Schwäbisch Hall und in Stuttgart. Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist Henning Bormann auch in verschiedenen Formaten des gesprochenen Wortes zu erleben, darunter Features und Hörspiele für SWR, Deutschlandradio, Deutschlandfunk Kultur, Schweitzer Rundfunk, Arte etc. Auch in deutsch synchronisierten Fassungen von Filmen und Serien kann man seiner Stimme »über den Weg lauschen«.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

»Du sprichst aber gut Deutsch« oder »Woher kommst du wirklich?« – Sätze, die Dilek Güngör und Viktor Funk seit ihrer Kindheit begegnen. In Lesung und Gespräch beleuchten die beiden Autor*innen die Suche nach einem Platz in Deutschland.

Sie hat türkische Wurzeln und wurde in Schwäbisch Gmünd geboren, er ist Russlanddeutscher aus Kasachstan. Gemeinsam haben sie nicht nur den Beruf als Journalisten und Autoren. Dilek Güngör schreibt Kolumnen für die Berliner Zeitung und Viktor Funk ist Redakteur im Politik-Ressort der Frankfurter Rundschau mit den Schwerpunkten Russland, Migration und Sicherheitspolitik. Beide kennen das unablässige Bohren Fremder nach ihrer Herkunft, aber auch das eigene Streben nach Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft und den Wunsch, nicht aufzufallen – auch um den Preis, die eigene Herkunft, Sprache und Kultur zu verleugnen. Doch was bleibt dann noch von der eigenen Identität?

In ihrem Roman »Ich bin Özlem« beschreibt Dilek Güngör mit bestechender Offenheit, welche Kraft es kostet, sich in einer Gesellschaft zu behaupten, die besessen ist von der Frage nach Zugehörigkeit, Identität und der »wahren« Herkunft. Fragen, denen sich der Held aus Viktor Funks Roman ebenfalls stellt: »Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich« handelt von den Identitätskrisen junger Migranten, ihrer Suche nach einem Platz in Deutschland und dem Kampf mit ihren Gefühlen.

Podcast

Im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« ist eine Folge für den Podcast »Steppenkinder« mit Dilek Güngör und Viktor Funk entstanden. »Steppenkinder« der Aussiedler Podcast von Edwin Warkentin und Ira Peter thematisiert die Aspekte Identität, Erinnerungskultur, Ankommen und das Spezifische der Russlanddeutschen.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

In seinem Konzert verbindet das Sebastian Netta Trio die wunderbare Vielfalt der Traditionen von Volksliedern mit melodischen Jazz-Stilistiken.

Das kollektive Gedächtnis ist voll von den schönen Melodien und sehnsuchtsvollen Texten, die in den vergangenen Jahrhunderten von Deutschland aus auch in die weite Welt getragen wurden. Dort sind sie Teil anderer Kulturen geworden und haben sich vereint mit anderen Traditionen, um neue zu bilden und neue musikalische Traditionen zu begründen. In dieser Art des Musizierens kommen Wissen, Erfahrung und Entdeckergeist gleichermaßen ins Spiel. Form und Ästhetik werden durch die Künstler*innen ad hoc interpretiert, neue Impulse werden aufgenommen und verarbeitet. Die Stilmittel der anderen Traditionen werden übernommen und zum Ausdruck wahrer Meisterschaft und Lebenserfahrung. In der Tradition des Jazz, hat das Sebastian Netta Trio sein musikalisches Zuhause gefunden und freut sich über die Möglichkeiten, den alten und schönen Melodien immer wieder neue Interpretationen angedeihen zu lassen.

Die Traditionen der Jazz Stilistiken mit den Melodien der Volkslieder zusammengebracht ergeben ein melodisches, harmonisches und rhythmisches Feuerwerk! Und man versteht jeden Satz, auch wenn er einen neuen Kontext erfährt. Höchste Improvisationskunst trifft auf tief verwurzelte Tradition.

Experiment HEIMAT

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

Auf dem Platz neben der Martin-Luther-Kirche ist die Varusschlacht am Sonntagvormittag als Kindergeschichte zu erleben. Der Cartoonist und Comiczeichner André Sedlaczek liest aus seinem Buch »Hermann, der Cherusker – Götter und Germanen!«.

Im Jahr 10 n. Chr., also ein Jahr nach der Varusschlacht, treffen Hermann der Cheruskerfürst und der römische Feldherr Varus zufällig noch einmal auf einander. Als sie direkt wieder in Streit geraten, bekommen sie Verstärkung aus dem Götterhimmel. Humorvoll und mit anschaulichen Bildern vermittelt André Sedlaczek in seiner Lesung Wissen rund um die historischen Begebenheiten. Mit Augenzwinkern nimmt er sich bei den historischen Fakten die nötigen Freiheiten heraus. Die Kinder aus dem Publikum dürfen die Lesung akustisch begleiten.

Die Lesung ist für Kinder ab 6 Jahren, aber auch für Erwachsene geeignet.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

03. Mai 2021

sofa stories * digital

Am 11. Juni 2021 heißt es wieder »Bühne frei« für die »sofa stories«! In diesem Jahr sind es aus gegebenem Anlass vier digitale Bühnen – mit vier großartigen Sprecher*innen und vier unterschiedlichen Texten.

Als Zoom-Live-Event gibt es einen Abend lang spannende, kunstvolle, fantastische und gesellschaftskritische Lesungen. Die Schauspieler*innen bzw. Sprecher*innen Kilian Land, Gabrielle Pietermann, Susanne Schieffer und Alexander Stürmer setzen sich gemeinsam mit dem Publikum im virtuellen Raum aufs Sofa und lesen aus Texten, die im Vorfeld über social media für die Veranstaltung vorgeschlagen wurden:

  • Sharon Dodua Otoo »Adas Raum« (Adas Geschichte ist die Geschichte vieler Leben. Über Jahrhunderte und Kontinente begleitet der Roman vier verknüpfte Schicksale und beleuchtet facettenreich, was es bedeutet, eine Frau zu sein.)
  • Thorsten Nagelschmidt »Arbeit« (Eine Nacht im feiernden Berlin mal anders: In kurzen Episoden erzählt wird aus der Sicht derjenigen erzählt, die arbeiten, wenn andere ausgehen – sei es ein Sozialarbeiter, eine Späti-Besitzerin, ein Dealer oder eine Notfallsanitäterin.)
  • Lewis Carroll »Alice im Wunderland« (Die Geschichte von Alice, die dem Weißen Kaninchen nachläuft und so ins Wunderland fällt, kennt wohl jede*r. Lewis Carroll schrieb das fantastischverrückte Abenteuer voller Witz und Absurdität bereits 1865.)
  • Maurice Leblanc »Arsène Lupin – Acht Glockenschläge« (In acht Kurzgeschichten löst der Meisterdieb Arsène Lupin auf seine charmantgewitzte Weise verschiedene Rätsel. Dabei helfen ihm seine Verkleidungskunst und sein messerscharfer Verstand. Die Netflix-Serie »Lupin« ist von eben diesem Arsène Lupin inspiriert.)

Und damit der Abend nicht lang-, sondern kurzweilig wird, ist eine Menge Bewegung drin. Statt von WG zu WG zu wandern, wird an dem Abend zwischen den Lesenden und den Texten gekreuzt. Eine gemeinsame Runde im Plenum zu Beginn eröffnet den Abend und danach geht es weiter in zwei Breakout-Rooms mit unterschiedlichen (digitalen) literarische Welten. Die Besucher*innen können an dem Abend alle vier Leser*innen und zwei Texte hören. Wie das ganz praktisch funktioniert wird direkt bei den »sofa stories« erklärt. Wer einen der Texte unbedingt hören möchte, kann dies bei der Ticketbuchung mit angeben.

Für eine kollektive Sofa-Atmosphäre ist an diesem Abend auch gesorgt: es wird eine Auswahl digitaler Sofas bereitgestellt (hier kann man aber auch gerne selbst kreativ werden) und wer mag, erhält im Vorfeld ein »sofa-stories-care-Paket« ganz analog per Post in den heimischen Veranstaltungssaal.

Details und Neuigkeiten zur Veranstaltung werden fortlaufend auf Facebook oder Instagram bekanntgegeben.

Die »sofa stories« finden live über »Zoom« statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung über Eventbrite aber erforderlich. Die Teilnehmer*innen erhalten den Link zur Veranstaltung kurz vorher per E-Mail zugeschickt.

Am 26. Juni ist am Hermannsdenkmal die absurd-komische Erzählkunst von Beststellerautor Wladimir Kaminer zu hören. Vor der imposanten Kulisse des Hermannsdenkmals zeigt er, welche Spuren der Begriff »Heimat« in seinen Büchern hinterlassen hat.

Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren, lebt aber seit rund 30 Jahren in Deutschland. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen hält er »den Deutschen« mit humoristischem Unterton regelmäßig den Spiegel vor. Wie kaum ein Zweiter beobachtet, hinterfragt und persifliert er die Menschen in seinem Alltag.

Am Hermannsdenkmal blickt er auf seine alte und die neue »Heimat« und liest u. a. vom Ankommen in Deutschland, von überraschenden Besuchen spät in der Nacht und von nicht weniger überraschender Nachbarschaftshilfe. Und er stellt sein neues Buch »Der verlorene Sommer« vor, denn trotz Lockdown, Mundschutz und Fassbier-Verbot fand Wladimir Kaminer auch im letzten Jahr überall Geschichten, die bewiesen: Das Leben ging weiter! Wenn auch jeden Tag ein bisschen anders als zuvor.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler für einen Rechercheaufenthalt nach Detmold. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

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