25. August 2026

zwischen/miete NRW

Die zwischen/miete NRW holt literarische Leichtigkeit in Bielefelds gemütliche Wohnzimmer: die Autorin Helene Bukowski ist zu Gast in einer WG, um aus ihrem aktuellen Roman »Wer möchte nicht im Leben bleiben« (nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026) zu lesen und über diesen zu plaudern.

Mit ihrem Roman erzählt Helene Bukowski eine berührende Geschichte über Begabung, Einsamkeit und den Preis, den ein Leben unter großem Erwartungsdruck fordern kann. Ausgangspunkt ist das Schicksal einer jungen Pianistin, die sich 1985 in der DDR das Leben nimmt. Jahrzehnte später begibt sich die Erzählerin auf eine behutsame literarische Spurensuche und rekonstruiert aus Briefen, Erinnerungen und Dokumenten ein Leben zwischen künstlerischer Leidenschaft, familiären Erwartungen und den Zwängen eines politischen Systems.

Mit großer sprachlicher Präzision und Empathie verbindet Helene Bukowski historische Recherche mit literarischer Imagination. So entsteht das eindringliche Porträt einer jungen Frau und zugleich eine Reflexion über Erinnerung, Selbstbestimmung und die Frage, wie Geschichten erzählt werden können, deren Ende bereits feststeht.

»Bukowskis Sprache hat eine geradezu magische Schönheit« Deutschlandfunk

Die Lesung findet in einer Bielefelder WG Nähe der Innenstadt statt. Die Adresse wird nach Kartenkauf per Mail bekannt gegeben. Die Karten kosten 5 Euro (inkl. Begrüßungsgetränk vor Ort) und können hier erworben werden.

Helene Bukowski

Die Drogenberatung Bielefeld lädt gemeinsam mit pro familia und dem Literaturbüro OWL zu einer Lesung mit der Autorin Helena Barop ein, die ihr neues Buch »Mythen, Macht und Muttermund« zur Geschichte der Geburt vorstellt.

Darin beleuchtet sie eindrücklich, wie sich Vorstellungen, Praktiken und Machtverhältnisse rund um Schwangerschaft und Geburt im Laufe der Zeit verändert haben. Das Buch verbindet medizinische, soziale und politische Perspektiven und zeigt, wie eng Fragen von Selbstbestimmung, Geschlecht und Gesellschaft miteinander verknüpft sind. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zu einem Gespräch mit der Autorin.

Ein erstaunlicher und höchst aufschlussreicher Streifzug durch die Geschichte der Geburt. (freundin)

Der Eintritt ist frei, einfach vorbeikommen!

Helena Barop

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« stellt der Bestsellerautor Wladimir Kaminer seinen aktuellen Roman »Das geheime Leben der Deutschen« vor und berichtet mit liebevollem, ironischem Blick von seinen Reisen durch die Republik, kuriosen Festen und erstaunlichen Traditionen vor unserer Haustür.

Wenn Deutsche das Besondere und Exotische suchen, dann reisen sie in ferne Länder. Dabei müssten sie nur über den Zaun schauen, nur um die Ecke biegen, und schon würden sie die unglaublichsten Entdeckungen machen. Denn mitten in Deutschland findet man flüssiges Gold, kann sich in seltsame Tänze einreihen oder einer Krönung beiwohnen. Es ist erstaunlich, welch geheime Welt ans Licht kommt, wenn man sich den Deutschen mit so liebevoller Geduld und freundlicher Neugier nähert, wie Wladimir Kaminer es tut. Seine Geschichten über das geheime Leben der Deutschen öffnen die Augen für gänzlich unbekannte Seiten von Land und Leuten.

Die humorvolle Lesung wird musikalisch begleitet.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturreferat für russlanddeutsche Kulturgeschichte statt und wird u. a. gefördert durch das Bundesministerium des Innern auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Wladimir Kaminer

Im Rahmen des »Tags des offenen Denkmals« liest der Schauspieler Stephan Szász aus Erinnerungen von und an Oscar Münsterberg.

Das Haus Münsterberg, Sitz des Literaturbüros OWL und des Literatur- und Musikfestivals »Wege durch das Land« wurde nach dem Kunstsammler und Mäzen, Kaufmann und Wissenschaftler Oscar Münsterberg benannt. Oscar Münsterberg, 1865 in Danzig als Sohn jüdischer Eltern geboren und als junger Erwachsener zum Christentum konvertiert, kam 1886 als Direktor der Klingenbergschen Fabrik nach Detmold. Im selben Jahr erwarb er die Villa und wohnte hier, bis er Detmold 1896 wieder verließ und mit seiner Familie in Berlin lebte.

Die Enkeltochter von Oscar Münsterberg, Marjorie Münsterberg, überließ dem Literaturbüro OWL einen kleinen Schatz: Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Fotos ihrer Familie. Diese sehr persönlichen Dokumente ermöglichen eine Annäherung an den Namenspatron des Hauses Münsterberg, der in Detmold wohl »etwas paschahaft auftrat … aber ein freundlicher Herr war.«

Von Briefen an den kleinen 6-jährigen Oscar, über die Hochzeitsrede zur Trauung von Oscar und seiner Frau Helen, den Erinnerungen seines Sohnes Hugo bis zur Todesanzeige spannt sich der Erinnerungsbogen. Ergänzend zur Lesung von Stephan Szász werden Fotos gezeigt.

Stephan Szász

Der Eintritt zur Lesung ist frei. Es wird jedoch um eine Anmeldung gebeten. Die kostenlosen Karten können ab dem 10. August über das Anmeldeformular des »Tags des offenen Denkmals« reserviert werden. (https://pretix.eu/stadtdetmold/Muenster-Lesung/)

Das Haus Münsterberg ist zum »Tag des offenen Denkmals« von 12:00 Uhr bis 15 Uhr geöffnet. Um 12:30 Uhr und um 14 Uhr stellt Marlen Dettmer die Geschichte des Hauses Münsterberg mit einer Präsentation vor.

Welche Veranstaltung passt wie die berühmte Faust aufs Auge zu einem Veranstaltungsort wie dem Forum für Natur und Kunst der Staff Stiftung? Ein Best of Poetry Slam zum Thema Natur.

Die renommierten Poetry Slammer*innen Luise Wolff (amtierende NRW-Meisterin im Poetry Slam),  Jan Cönig  (Hessen-Meister im Poetry Slam) und Yannick Steinkellner (Landesmeister im Poetry Slam Steiermark und Kärnten) werden mit ihren dynamischen Texten die Bühne rocken. Die vielfältig preisgekrönten Autor*innen lesen aus ihrem Repertoire.

Das wird hochgradig spannend, inspirierend und vor allem auf beste Weise literarisch.

Jan Cönig

Luise Wolff

Yannick Steinkellner

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« stellt der Schauspieler und Schriftsteller Edgar Selge sein neues Buch »Juras letzter Winter« (Erscheinungsdatum: 04.09.2026) in Lesung und Gespräch vor.

»Es ist ganz gleich, wo wir beginnen, uns im Vertrauen zu üben: mit uns oder mit anderen. Nur anfangen müssen wir.«
Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Laufe der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis.

Edgar Selge setzt dem jungen Menschen, der brutal von den Nazis ermordet wurde, ein Denkmal und lässt ihn an diesem Abend lebendig werden.

»Edgar Selge hat sein Publikum immer erreicht und berührt, als Theaterschauspieler, als Fernsehkommissar, mit 73 jetzt auch als Schriftsteller.«  (Süddeutsche Zeitung)

Edgar Selge

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« stellt die Journalistin, Autorin und Aktivistin Daniela Sepehri ihr neues Buch »Wenn ihr wegseht, werden wir getötet« in Lesung und Gespräch vor zudem liest sie ausgewählte eigene Lyrik.

Die Veranstaltung findet in einer Zeit statt, in der die Entwicklungen im Iran erneut weltweit Aufmerksamkeit erfahren. Daniela Sepehri gehört seit Jahren zu den profiliertesten Stimmen der iranischen Diaspora in Deutschland. Als Journalistin, Autorin und politische Kommentatorin ordnet sie die Lage im Iran regelmäßig in Talkshows, Radiosendungen und Nachrichtensendungen ein und macht die Perspektiven der Menschen vor Ort sichtbar.

Daniela Sepehri kritisiert die mangelnde politische Unterstützung und mediale Aufmerksamkeit für die Protestierenden, die sich auch Anfang 2026 in Deutschland wieder zeigte. Iran steht als Beispiel für ein grundsätzliches Problem: Menschenrechtskämpfe im globalen Süden – ob in Afghanistan, Palästina oder Syrien – werden in Europa systematisch übersehen, abgewertet oder vereinfacht dargestellt. Daniela Sepehri prangert die Untätigkeit der Welt an und sagt sehr direkt, was in Politik und Medien schiefläuft. Sie möchte aber unbedingt auch Hoffnung geben: In Zeiten, in denen wir angesichts der vielen schlechten Nachrichten oft verzweifelt oder entmutigt sind, will sie zeigen, wie viel Kraft in den Menschen steckt, die weltweit gegen menschenverachtende Regime kämpfen.

Die Lesung bietet Gelegenheit, die Autorin nicht nur als politische Stimme, sondern auch als literarische Beobachterin kennenzulernen. Ihre Texte erzählen von Mut und Verlust, von Exil und Zugehörigkeit – und von der Kraft, die im Erzählen selbst liegen kann.

Daniela Sepehri

14. April 2026

LiTOPIA landwärts

Einen ganzen, abwechslungsreichen Tag lang geht es auf Gut Bustedt in Lesungen, Nachhaltigkeits-Kabarett, Workshop und einem bunten Mitmachprogramm für Kleine und Große um Fragen und Perspektiven rund um Klima und Nachhaltigkeit.

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – ökologisch, gesellschaftlich und kulturell. Das Literaturfestival LiTOPIA (eine Kooperation zwischen dem Literaturbüro OWL, der Gemeinde Hiddenhausen und dem Biologiezentrum Bustedt) bringt diese Themen auf die Bühne und schafft Raum für Reflexion, Debatte und neue Narrative für eine nachhaltige Zukunft – jenseits von Alarmismus, hin zu Empathie, Handlungsfähigkeit und Visionen des Wandels. Dabei steht nicht nur der inhaltliche Austausch im Mittelpunkt, auch organisatorisch soll der ökologische Fußabdruck so weit wie möglich reduziert und nachhaltiges Handeln sichtbar gemacht werden.

PROGRAMM

»Halbinsel« Lesung und Gespräch mit Kristine Bilkau

Wilde Wörter Wunder Wesen: ein buntes Mitmachprogramm für Kleine und Große

»Alles wird gut« Nachhaltigkeits-Kabarett mit Sebastian 23

Satirisch. Phantastisch. Klimatisch – ein Abend mit Wolfgang Schorlau und Benno Fürmann

NACHHALTIGKEIT

Mit dem Programm auf der Bühne und im Park lädt LiTOPIA dazu ein, Literatur als Impulsgeberin für Veränderung zu erleben – und gemeinsam über Wege in eine klimabewusste Zukunft nachzudenken. Und bei der gesamten Organisation und Durchführung möchten wir unseren CO2e-Fußabdruck möglichst gering halten.
Und wir laden Sie ein: Machen Sie mit …so, wie es für Sie passt und sich umsetzen lässt. Jeder kleine Beitrag hilft und zählt. Es ist eine Einladung, kein Zwang.

Sparen Sie Papier und Tinte und drucken Sie Ihr Ticket gerne NICHT aus, sondern bringen es digital auf dem Smartphone oder Tablet mit. Keine Sorge, falls plötzlich der Akku leer ist oder das Handy unauffindbar, dann finden wir Sie auf unseren Einlasslisten.

Lassen Sie das Auto möglichst stehen und kommen mit dem Rad oder öffentlichen Verkehr. Die Buslinie 646 fährt zwischen dem Bahnhof Herford und dem Bahnhof Bünde, Haltestelle »Wortmann Hiddenhausen«, ca. 500 Meter Fußweg zum Gut Bustedt. Einen Link zum Fahrplan finden Sie hier.

Oder bilden Sie Fahrgemeinschaften! Auf den Veranstaltungsseiten finden Sie jeweils einen Link zu fahrpool.com, dort können Sie freie Plätze in Ihrem Auto zur Verfügung stellen oder Mitfahrgelegenheiten buchen.

Verpflegung: Wir bieten Ihnen bei LiTOPIA regionale, vegetarische Speisen an. Lassen Sie es sich schmecken.

Abfallvermeidung: Wir versuchen, wenig Abfall zu produzieren und achten auf recycelte und wiederverwendbare Produkte. Nutzen auch Sie z. B. Mehrwegprodukte, wenn Sie sich eigene Getränke oder Speisen mitbringen.

Unterstützen Sie klimafreundliche Projekte: Mit Ihrer freiwilligen Spende helfen Sie, dass Literatur nicht nur Gedanken wachsen lässt – sondern auch echte Bäume. Sie unterstützen die nachhaltige Bewirtschaftung und die Pflanzung neuer Obstbäume auf der Obstwiese des Biologiezentrums Bustedt. Damit fördern Sie die Artenvielfalt von Tier- und Pflanzenwelt und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur CO₂-Bindung und zum Klimaschutz.
 

Diese Veranstaltung tanzt aus der Reihe: Gemeinsam mit dem Literatur- und Musikfestival »Wege durch das Land« und den Künstler*innen Saša Stanišić, Friederike Becht und Aylin Celik führen uns die Wege zu den Reden dieser Bühnen.

»Mal einfach auch jemandem zuhören, der nicht du selbst ist«, so heißt es in Saša Stanišićs aktuellem Buch »Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird. Eine Ermutigung.«. Wir folgen diesen Worten. Kein Roman, keine Novelle. Nein, es sind auch keine Erzählungen. Aber Reden! Und was für Reden! Reden aus der Feder von Saša Stanišić. Reden gegen das Nichtstun. Reden zu verschiedensten Anlässen und Auszeichnungen. Gehaltene und ungehaltene. Und eine wartet sogar noch auf ihren großen Auftritt: Eine Rede, die er irgendwann einmal gerne in Graz halten würde, handelt von einem Anruf des Schriftstellers Thomas Bernhard, der mit ihm in einem alten Peugeot 404 zu einer Weinverkostung lebender und toter österreichischer Autor:innen fährt und unterwegs den Kopf in den Fahrtwind hält »wie ein gutaussehender Hund.«

Wir erinnern uns: Wenn Thomas Bernhard sich öffentlich äußerte, Reden schwang, Interviews gab, was er nebenbei nur äußerst ungern tat, dann drängte sich der Eindruck auf, er verhalte sich genauso wie die Hauptpersonen in seinen Romanen und Theaterstücken: Da wird die Welt kurzerhand zu einem inszenierten Skandal! Ein Spiel mit dem Publikum. Die »Nichtwisser« und »Nichtkönner« dieser Welt werden gerne mal der heiteren Lächerlichkeit preisgegeben. Aber gleichzeitig präsentierte er auch seine Vorlieben und Sympathien. Die wichtigsten journalistischen Arbeiten, Leserbriefe, öffentliche Erklärungen und Interviews des Schriftstellers enthält der Band »Der Wahrheit auf der Spur«, aus dem die Schauspielerin Friederike Becht lesen wird und uns damit den »öffentlichen Thomas Bernhard« auf die Bühne holen wird. Die Musikerin Aylin Celik begleitet den Abend mit dynamischen und zarten elektronischen Sounds, kommentiert und umwebt die gehaltenen und ungehaltenen Reden dieses Abends.

Karten sind hier erhältlich (über unseren Kooperationspartner »Wege durch das Land«).

Am Nachmittag wird Gut Bustedt zu einem Ort voller Geschichten, Klänge und Entdeckungen für Kleine und Große – überall auf dem naturnahen Gelände sind kleine Wunder zu entdecken und entstehen neue Ideen. Es wird gebastelt, gekeschert, geschrieben und Geschichten gelauscht. Die Besuchenden können durch den Gutspark spazieren, sich inspirieren lassen und spontan mal hier und mal dort zuhören oder mitmachen.

Doro Ahlemeyer lädt ein zu einer musikalischen Mitmachlesung, die Kinder von 1 bis 101 Jahren die Wunder der Natur näher bringt. Sie nimmt uns in ihren Geschichten, Liedern und Rätseln mit auf eine Entdeckungsreise durch Wiesen, Wälder und Gemüsebeete und erzählt, davon welche Abenteuer da draußen warten. Dabei stellt sie Ihre Werke »Hörst du’s rascheln?« und »Draußen wächst es sich am besten« vor. Das Besondere an Ahlemeyers Geschichten: Sie sind so fantastisch wie wahr. Als Naturpädagogin wird sie von den Gartenpiraten des bunten Landes und den SOLAWIesenkinder von AckerBildung e.V. laufend mit neuen Ideen versorgt. // Treffpunkt: Insel am Wassergraben, 13 – 14 Uhr / 14:30 – 15 Uhr / 15:30 – 16 Uhr

An einem Pop-Up-Schreibtisch eröffnet Karsten Strack, Autor und künstlerischer Leiter des Literaturbüros OWL, eine Schreibwerkstatt zum Thema Nachhaltigkeit. Man kann aus Fundstücken, Beobachtungen oder Erlebnissen in der umgebenden Natur Texte entstehen oder einfach der Kreativität freien Lauf lassen. Mehrere Generationen können hier gemeinsam oder auch jede*r für sich ganz individuell schreiben. // Treffpunkt: Wiese am Gartenpavillon, 13 – 13:30 Uhr / 14 – 14:30 Uhr / 15 – 15:30 Uhr

Rund ums Buch ist die Gemeindebücherei Hiddenhausen ist mit einem spannenden Bücherquiz für Kinder und/oder Familien dabei. Und die Buchhandlung Dehne lädt mit einem vielseitigen Büchertisch zum Thema Klima und Nachhaltigkeit zum Stöbern ein.

Die Teilnahme ist kostenlos. Kommt einfach vorbei!

Die Veranstaltungen finden open air im Innenhof und Park von Gut Bustedt statt.

NACHHALTIGKEIT

Mit dem Programm auf der Bühne und im Park lädt LiTOPIA dazu ein, Literatur als Impulsgeberin für Veränderung zu erleben – und gemeinsam über Wege in eine klimabewusste Zukunft nachzudenken. Und bei der gesamten Organisation und Durchführung möchten wir unseren CO2e-Fußabdruck möglichst gering halten.

Doro Ahlemeyer

Karsten Strack

Der Autor, Aktivist, Komiker, Musiker und Umdenker Sebastian 23 kommt mit einem extra für diesen Tag zusammengestelltes Nachhaltigkeits-Kabarett und präsentiert mit Humor, Herz und Hoffnung seinen Blick auf die aktuelle Weltlage.

Seit vielen Jahren beschäftigt Sebastian 23 sich intensiv mit den Themen »Umweltschutz«, »Verkehrswende« und »Klimakrise«. Und trotz berechtigter Sorgen ist Sebastian 23 sich sicher: Es kann gut werden, wenn wir uns von all den düsteren Perspektiven und den schlechten Nachrichten nicht lähmen lassen. Denn immer noch haben wir es in der Hand, vieles zum Positiven zu wenden, wenn wir ins Handeln kommen.

NACHHALTIGKEIT

Mit dem Programm auf der Bühne und im Park lädt LiTOPIA dazu ein, Literatur als Impulsgeberin für Veränderung zu erleben – und gemeinsam über Wege in eine klimabewusste Zukunft nachzudenken. Und bei der gesamten Organisation und Durchführung möchten wir unseren CO2e-Fußabdruck möglichst gering halten.

Sebastian 23

Der Autor Wolfang Schorlau präsentiert seinen neuen Roman »Der unaufhaltsame Aufstieg des Ministers Karsten Richter« und der Schauspieler Benno Fürmann liest aus Stephen Kings phantastischem Kurzroman »Chucks Leben«. Zwei Texte zwischen individueller Biografie und globaler Krise

Wolfgang Schorlau liefert die Krimi-Komödie zur richtigen Zeit: über ein Politikmilieu, das im Angesicht der Klimakatastrophe nur nach Macht und dem kurzfristigen Vorteil giert – gleichermaßen schrecklich komisch und unheimlich nah an der Wirklichkeit. Berlin im Jahr 2025. Die Gas-Lobby jubelt: Einer von ihnen soll zum Minister ernannt werden – der allseits beliebte Karsten Richter. Nun könnte es ihnen gelingen, die drohende Klimaneutralität abzuwenden. Doch plötzlich macht eine Ankündigung die Runde: »Pressekonferenz: Mein Sohn Karsten – die Ökosau!« 

Karstens Mutter, eine Klimaaktivistin der allerersten Generation, hat kein gutes Gefühl bei der Karriere ihres Sohnes. An ihrer Erziehung liegt es nicht, aber die Zukunft unseres Planeten liegt ihm so gar nicht am Herzen. Stattdessen persönlicher Erfolg und die Anerkennung seiner Freunde zwischen Wirtschaft und Politik. Höchste Zeit, ein Zeichen zu setzen! Der Kanzler ist alarmiert, Richter versucht, die Situation zu retten, da erhält er einen Anruf: Seine Mutter wurde entführt! Die beste Nachricht seit Tagen. Er beschließt, auf Zeit zu spielen …

Für den Krimiautor Wolfgang Schorlau war und ist Stephen King ein wichtiger Schriftsteller. Stephen Kings Kurzroman »Chucks Leben« gehört zu seinen ungewöhnlichsten und leisesten Texten, jenseits des »Königs des Horrors«. Zwar nutzt Stephen King auch in »Chucks Leben« Elemente des Unheimlichen und des Weltuntergangs, doch der Text zielt nicht auf Angst oder Schockwirkung. Stattdessen entfaltet er eine fast zärtliche, philosophische Dimension. Hier wird ein Endzeitszenario beschrieben, das einer Klimadystopie gleichkommt und von einigen der handelnden Figuren auch als Resultat des menschgemachten Klimawandels betrachtet wird. Es könnte die Beschreibung unserer Welt von morgen sein, wenn die Gas-Lobby weiterhin jubelt.

Im Zentrum steht das Leben eines scheinbar ganz gewöhnlichen Mannes, Charles »Chuck« Krantz. Die Geschichte ist dabei rückwärts erzählt: Sie beginnt mit dem Ende – in einer Welt, die sich langsam auflöst – und arbeitet sich schrittweise zurück zu den prägenden Momenten seiner Kindheit. Was zunächst wie eine apokalyptische Erzählung anmutet, entpuppt sich zunehmend als zutiefst menschliche Reflexion über Erinnerung, Vergänglichkeit und die Schönheit des Alltäglichen.

NACHHALTIGKEIT

Mit dem Programm auf der Bühne und im Park lädt LiTOPIA dazu ein, Literatur als Impulsgeberin für Veränderung zu erleben – und gemeinsam über Wege in eine klimabewusste Zukunft nachzudenken. Und bei der gesamten Organisation und Durchführung möchten wir unseren CO2e-Fußabdruck möglichst gering halten.

Wolfgang Schorlau

Benno Fürmann