14. April 2026

LiTOPIA landwärts

Einen ganzen, abwechslungsreichen Tag lang geht es auf Gut Bustedt in Lesungen, Nachhaltigkeits-Kabarett, Workshop und einem bunten Mitmachprogramm für Kleine und Große um Fragen und Perspektiven rund um Klima und Nachhaltigkeit.

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – ökologisch, gesellschaftlich und kulturell. Das Literaturfestival LiTOPIA (eine Kooperation zwischen dem Literaturbüro OWL, der Gemeinde Hiddenhausen und dem Biologiezentrum Bustedt) bringt diese Themen auf die Bühne und schafft Raum für Reflexion, Debatte und neue Narrative für eine nachhaltige Zukunft – jenseits von Alarmismus, hin zu Empathie, Handlungsfähigkeit und Visionen des Wandels. Dabei steht nicht nur der inhaltliche Austausch im Mittelpunkt, auch organisatorisch soll der ökologische Fußabdruck so weit wie möglich reduziert und nachhaltiges Handeln sichtbar gemacht werden.

PROGRAMM

»Halbinsel« Lesung und Gespräch mit Kristine Bilkau

Wilder Wörter Wunder Wesen: ein buntes Mitmachprogramm für Kleine und Große

»Alles wird gut« Nachhaltigkeits-Kabarett mit Sebastian 23

Satirisch. Phantastisch. Klimatisch – ein Abend mit Wolfgang Schorlau und Benno Fürmann

Diese Veranstaltung tanzt aus der Reihe: Gemeinsam mit dem Literatur- und Musikfestival »Wege durch das Land« und den Künstler*innen Saša Stanišić, Friederike Becht und Aylin Celik führen uns die Wege zu den Reden dieser Bühnen.

»Mal einfach auch jemandem zuhören, der nicht du selbst ist«, so heißt es in Saša Stanišićs aktuellem Buch »Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird. Eine Ermutigung.«. Wir folgen diesen Worten. Kein Roman, keine Novelle. Nein, es sind auch keine Erzählungen. Aber Reden! Und was für Reden! Reden aus der Feder von Saša Stanišić. Reden gegen das Nichtstun. Reden zu verschiedensten Anlässen und Auszeichnungen. Gehaltene und ungehaltene. Und eine wartet sogar noch auf ihren großen Auftritt: Eine Rede, die er irgendwann einmal gerne in Graz halten würde, handelt von einem Anruf des Schriftstellers Thomas Bernhard, der mit ihm in einem alten Peugeot 404 zu einer Weinverkostung lebender und toter österreichischer Autor:innen fährt und unterwegs den Kopf in den Fahrtwind hält »wie ein gutaussehender Hund.«

Wir erinnern uns: Wenn Thomas Bernhard sich öffentlich äußerte, Reden schwang, Interviews gab, was er nebenbei nur äußerst ungern tat, dann drängte sich der Eindruck auf, er verhalte sich genauso wie die Hauptpersonen in seinen Romanen und Theaterstücken: Da wird die Welt kurzerhand zu einem inszenierten Skandal! Ein Spiel mit dem Publikum. Die »Nichtwisser« und »Nichtkönner« dieser Welt werden gerne mal der heiteren Lächerlichkeit preisgegeben. Aber gleichzeitig präsentierte er auch seine Vorlieben und Sympathien. Die wichtigsten journalistischen Arbeiten, Leserbriefe, öffentliche Erklärungen und Interviews des Schriftstellers enthält der Band »Der Wahrheit auf der Spur«, aus dem die Schauspielerin Friederike Becht lesen wird und uns damit den »öffentlichen Thomas Bernhard« auf die Bühne holen wird. Die Musikerin Aylin Celik begleitet den Abend mit dynamischen und zarten elektronischen Sounds, kommentiert und umwebt die gehaltenen und ungehaltenen Reden dieses Abends.

Karten sind hier erhältlich (über unseren Kooperationspartner »Wege durch das Land«).

Saša Stanišić

Friederike Becht

Aylin Celik

Am Nachmittag wird Gut Bustedt zu einem Ort voller Geschichten, Klänge und Entdeckungen für Kleine und Große – überall auf dem naturnahen Gelände sind kleine Wunder zu entdecken und entstehen neue Ideen. Es wird gebastelt, gekeschert, geschrieben und Geschichten gelauscht. Die Besuchenden können durch den Gutspark spazieren, sich inspirieren lassen und spontan mal hier und mal dort zuhören oder mitmachen.

Das Biologiezentrum Bustedt bastelt mit den jüngeren Kindern »getarnte Tiere« aus selbst gefundenen Naturmaterialien. In etwa ab Grundschulalter kann man auch mit Keschern im Park auf die Jagd nach verschiedensten Insekten gehen und diese in Beobachtungsgläsern zu einer kleinen Ausstellung zusammenstellen. Neben der Freude am Finden und Beobachten der einzigartigen Tiere geht es ganz nebenbei auch um ihre Bedrohung durch den Klimawandel. Bei Regenwetter sind nur wenige Insekten zu keschern, daher begeben sich die jungen Forscher*innen dann auf die Schnecken-Spur.

Doro Ahlemeyer lädt ein zu einer musikalischen Mitmachlesung, die Kinder von 1 bis 101 Jahren die Wunder der Natur näher bringt. Sie nimmt uns in ihren Geschichten, Liedern und Rätseln mit auf eine Entdeckungsreise durch Wiesen, Wälder und Gemüsebeete und erzählt, davon welche Abenteuer da draußen warten. Dabei stellt sie Ihre Werke »Hörst du’s rascheln?« und »Draußen wächst es sich am besten« vor. Das Besondere an Ahlemeyers Geschichten: Sie sind so fantastisch wie wahr. Als Naturpädagogin wird sie von den Gartenpiraten des bunten Landes und den SOLAWIesenkinder von AckerBildung e.V. laufend mit neuen Ideen versorgt.

An einem Pop-Up-Schreibtisch eröffnet Karsten Strack, Autor und künstlerischer Leiter des Literaturbüros OWL, eine Schreibwerkstatt zum Thema Nachhaltigkeit. Man kann aus Fundstücken, Beobachtungen oder Erlebnissen in der umgebenden Natur Texte entstehen oder einfach der Kreativität freien Lauf lassen. Mehrere Generationen können hier gemeinsam oder auch jede*r für sich ganz individuell schreiben.

Rund ums Buch ist die Gemeindebücherei Hiddenhausen ist mit einem spannenden Bücherquiz für Kinder und/oder Familien dabei. Und die Buchhandlung Auslese lädt mit einem vielseitigen Büchertisch zum Thema Klima und Nachhaltigkeit zum Stöbern ein.

Die Teilnahme ist kostenlos. Kommt einfach vorbei!

Doro Ahlemeyer

Karsten Strack

Der Autor, Aktivist, Komiker, Musiker und Umdenker Sebastian 23 kommt mit einem extra für diesen Tag zusammengestelltes Nachhaltigkeits-Kabarett und präsentiert mit Humor, Herz und Hoffnung seinen Blick auf die aktuelle Weltlage.

Seit vielen Jahren beschäftigt Sebastian 23 sich intensiv mit den Themen »Umweltschutz«, »Verkehrswende« und »Klimakrise«. Und trotz berechtigter Sorgen ist Sebastian 23 sich sicher: Es kann gut werden, wenn wir uns von all den düsteren Perspektiven und den schlechten Nachrichten nicht lähmen lassen. Denn immer noch haben wir es in der Hand, vieles zum Positiven zu wenden, wenn wir ins Handeln kommen.

Der Autor Wolfang Schorlau präsentiert seinen neuen Roman »Der unaufhaltsame Aufstieg des Ministers Karsten Richter« und der Schauspieler Benno Fürmann liest aus Stephen Kings phantastischem Kurzroman »Chucks Leben«. Zwei Texte zwischen individueller Biografie und globaler Krise

Wolfgang Schorlau liefert die Krimi-Komödie zur richtigen Zeit: über ein Politikmilieu, das im Angesicht der Klimakatastrophe nur nach Macht und dem kurzfristigen Vorteil giert – gleichermaßen schrecklich komisch und unheimlich nah an der Wirklichkeit. Berlin im Jahr 2025. Die Gas-Lobby jubelt: Einer von ihnen soll zum Minister ernannt werden – der allseits beliebte Karsten Richter. Nun könnte es ihnen gelingen, die drohende Klimaneutralität abzuwenden. Doch plötzlich macht eine Ankündigung die Runde: »Pressekonferenz: Mein Sohn Karsten – die Ökosau!« 

Karstens Mutter, eine Klimaaktivistin der allerersten Generation, hat kein gutes Gefühl bei der Karriere ihres Sohnes. An ihrer Erziehung liegt es nicht, aber die Zukunft unseres Planeten liegt ihm so gar nicht am Herzen. Stattdessen persönlicher Erfolg und die Anerkennung seiner Freunde zwischen Wirtschaft und Politik. Höchste Zeit, ein Zeichen zu setzen! Der Kanzler ist alarmiert, Richter versucht, die Situation zu retten, da erhält er einen Anruf: Seine Mutter wurde entführt! Die beste Nachricht seit Tagen. Er beschließt, auf Zeit zu spielen …

Für den Krimiautor Wolfgang Schorlau war und ist Stephen King ein wichtiger Schriftsteller. Stephen Kings Kurzroman »Chucks Leben« gehört zu seinen ungewöhnlichsten und leisesten Texten, jenseits des »Königs des Horrors«. Zwar nutzt Stephen King auch in »Chucks Leben« Elemente des Unheimlichen und des Weltuntergangs, doch der Text zielt nicht auf Angst oder Schockwirkung. Stattdessen entfaltet er eine fast zärtliche, philosophische Dimension. Hier wird ein Endzeitszenario beschrieben, das einer Klimadystopie gleichkommt und von einigen der handelnden Figuren auch als Resultat des menschgemachten Klimawandels betrachtet wird. Es könnte die Beschreibung unserer Welt von morgen sein, wenn die Gas-Lobby weiterhin jubelt.

Im Zentrum steht das Leben eines scheinbar ganz gewöhnlichen Mannes, Charles »Chuck« Krantz. Die Geschichte ist dabei rückwärts erzählt: Sie beginnt mit dem Ende – in einer Welt, die sich langsam auflöst – und arbeitet sich schrittweise zurück zu den prägenden Momenten seiner Kindheit. Was zunächst wie eine apokalyptische Erzählung anmutet, entpuppt sich zunehmend als zutiefst menschliche Reflexion über Erinnerung, Vergänglichkeit und die Schönheit des Alltäglichen.

Wolfgang Schorlau

Benno Fürmann

Die Autorin Kristine Bilkau präsentiert in Lesung und Gespräch ihren preisgekrönten Roman »Halbinsel«.

»Halbinsel« von Kristine Bilkau ist ein intensiver, leiser Roman über eine Mutter und ihre erwachsene Tochter auf einer Halbinsel im nordfriesischen Wattenmeer. Der Klimawandel steht im Roman nicht im Mittelpunkt der Handlung, sondern ist ein beharrlicher Hintergrund, der die inneren und äußeren Konflikte der Figuren mitprägt – mit Blick auf Verantwortung, Selbstwirksamkeit, Zukunft und Sinnsuche.

Eine Halbinsel im nordfriesischen Wattenmeer. Hier, an der Nordsee, lebt Annett, Ende vierzig, seit vielen Jahren, hier hat sie nach dem frühen Tod ihres Mannes ihre Tochter Linn allein großgezogen. Linn, Mitte zwanzig, ist nach dem Abitur voller Energie in die Welt gezogen, hat sich in schwedischen und rumänischen Wäldern als Umweltvolontärin engagiert, arbeitet für ein Aufforstungsprojekt. Für Annett ist ihre Tochter die Verkörperung von Hoffnung, Sinn und Zukunft. Doch auf einer Tagung, während eines Vortrags kippt Linn um, Kreislaufzusammenbruch, Erschöpfung. Annett holt sie für eine Woche zu sich nach Hause, ans Meer, nahe Husum. Aus einer werden zwei, dann drei Wochen, dann Monate. Zerrieben zwischen Leistungsdruck und Sinnsuche, scheint Linn mit Mitte Zwanzig an einem Nullpunkt. Annett fühlt sich hilflos angesichts der Antriebslosigkeit ihrer Tochter. Mit der Zeit brechen Konflikte auf, zwischen Mutter und Tochter, aber auch zwischen zwei Generationen. Die eine muss die Lebenswirklichkeit der anderen neu verstehen lernen.

Mit großem Gespür für das Zwischenmenschliche lotet Kristine Bilkau die drängenden Fragen unserer Zeit aus – die Frage nach der Verantwortung der Älteren für den Zustand der Welt sowie der Wunsch der Jüngeren, das eigene Leben mit Sinn zu füllen.

Bevor es beim Mondscheinkino in Steinhagen so richtig dunkel wird und der Film über die Leinwand flimmert, stimmt ein literarisches Vorprogramm auf den Film ein.

In diesem Jahr wird der Film »Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke« gezeigt: Der 20-jährige Joachim (Bruno Alexander) möchte Schauspieler werden. Nachdem er an der Schauspielschule in München angenommen wird zieht er zu seinen Großeltern. Ab da muss er sich neuen Herausforderungen stellen und begibt sich damit auch auf eine Suche nach der Frage, wer er ist und was er sein möchte. Seine schrulligen Großeltern, deren alkoholreichen Rituale und die teils aberwitzigen Szenarien im Schauspieltraining machen seinen Alltag fortan zu einem einzigen Chaos.

»In der Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Bestseller-Romans von Joachim Meyerhoff erzählt Regisseur und Autor Simon Verhoeven davon, wie schwierig es ist, sich seinen großen Gefühlen zu stellen – irrsinnig komisch und tief berührend.« (Warner Bros. DE)

Die Karten kosten 10 Euro (erm. 8 Euro) und sind hier online erhältlich. (Der Verkauf erfolgt über unseren Kooperationspartner Kultur am Kirchplatz). // Einlass ab 19:30 Uhr | Vorprogramm/ Lesung ab 20:00 Uhr | Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit.

Der Schriftsteller Daniel Schreiber stellt sein Buch »Liebe! Ein Aufruf« in der Stadtbibliothek Bielefeld in Lesung und Gespräch vor.

Der Essay »Liebe! Ein Aufruf« ist ein persönlicher Aufruf des Bestsellerautors Daniel Schreiber zum aktiven Widerstand gegen eine Kultur des Hasses.Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert. Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag?

In seinem neuen Buch zeigt Daniel Schreiber einen radikalen Weg auf: Die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er, dass diese Vorstellung die größten politischen Revolutionen angestoßen hat. Ein Buch über Widerstand und Trost – und das Wiederfinden einer eigenen politischen Stimme.

»Ich möchte zu einer Politik der Versöhnung aufrufen. Anders können wir als Gesellschaft nicht bestehen. Ich möchte dazu aufrufen, leidenschaftlich für Gemeinsinn zu kämpfen, für Verbundenheit, und ja, unbedingt, für eine Politik der Liebe.«

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Stadtbibliothek Bielefeld.

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« ist die Autorin Elisabeth Sandmann mit ihrem Roman »Wir dachten, das Leben kommt noch« in der Buchhandlung Kafka & Co. zu Gast.

Elisabeth Sandmann hat einen Roman geschrieben, der den Bogen vom zweiten Weltkrieg bis in die 1990er Jahre spannt und Mut und Widerstand, Emanzipation und die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte thematisiert.

Der Roman besiert auf der wahren Geschichte von Churchills Geheimagentinnen der Special Operation Executive (SOE), die im Kampf gegen Nazideutschland erstmals in feindlichem Gebiet eingesetzt wurden. Elisabeth Sandmann erzählt auf zwei Zeitebenen: 1988 erhält die BBC‑Moderatorin Gwen den Auftrag, ein Buch über die mutigen Frauen der geheimen Spezialeinheit SOE zu schreiben – Frauen, deren gefährliche Einsätze im besetzten Frankreich kaum je erzählt wurden. Parallel dazu entfaltet sich die Geschichte von Pat in den 1940er Jahren, einer ehemaligen Agentin für die britische Special Operations Executive, die damals als Funkerin, Saboteurin und Spionin hinter feindlichen Linien kämpfte – und jahrzehntelang geschwiegen hat.

Elisabeth Sandmann verknüpft dabei historische Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen der Frauen: Wie weit muss man im Widerstand gehen? Welche persönlichen Opfer bringen diese Frauen – oft ohne Ruhm, Anerkennung oder gar das eigene Zuhause?

Elisabeth Sandmann

Die sofa stories sind ein langer, sommerlicher Leseabend in der Stadt. Vier Paderborner WGs öffnen ihre Wohnzimmertüren und Gartentore und laden auf ihre Sessel, Sofas und Fußböden ein, um ihre Wohnungen und Gärten für einen Abend in Lesebühnen zu verwandeln.

Die Besucherinnen treffen sich zum Auftakt im AStA Stadtcampus und von dort geht es dann zu Fuß, in Kleingruppen an vier private, ganz unterschiedliche Lesestationen. Dort sind jeweils Schauspieler*innen bzw. Sprecher*innen mit unterschiedlichen Geschichten zu hören. Bei den »sofa stories« sitzt man nah beieinander, auf dem Sofa, dem Klapphocker oder auch dem Küchenfußboden, lauscht der Story, knabbert Snacks und kommt ins Gespräch, mit den anderen Besucher*innen und den Künstler*innen. Die Lesenden bleiben dann in ihrer WG und erwarten die nächste Gruppe, das Publikum wandert nach einer Lesung weiter zum nächsten Text, von WG zu WG, von Lesung zu Lesung und reist mit den Wörtern in andere Zeiten und Kulturen – oder schaut dem Hier und Jetzt ins Gesicht.

In diesem Jahr sind Dyana Maria da Silva, Camille Dombrowski, Moritz Rauch und Tim Schwarzmeier mit dabei. Sie lesen Texte aus den Büchern: Mascha Unterlehberg »Wenn wir lächeln«, Daniel Glattauer »Gut gegen Nordwind«, Mareike Fallwickl & Eva Reisinger »Das Pen!smuseum« und eine Kurzgeschichte von Ursula K. Le Guin.

Dyana Maria da Silva

Camille Dombrowsky

Moritz Rauch

Tim Schwarzmaier

Der Besuch der sofa stories in Paderborn ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig und kann ab MO, 01. Juni 2026, 9:00 Uhr über diese Website getätigt werden.

Die sofa stories sind ein langer, sommerlicher Leseabend in der Stadt. Vier Bielefelder WGs öffnen ihre Wohnzimmertüren und Gartentore und laden auf ihre Sessel, Sofas und Fußböden ein, um ihre Wohnungen und Gärten für einen Abend in Lesebühnen zu verwandeln.

Die Besucherinnen treffen sich zum Auftakt an einem zentralen Ort in Bielefeld und von dort geht es dann zu Fuß, in Kleingruppen an vier private, ganz unterschiedliche Lesestationen. Dort sind jeweils Schauspieler*innen bzw. Sprecher*innen mit unterschiedlichen Geschichten zu hören. Bei den »sofa stories« sitzt man nah beieinander, auf dem Sofa, dem Klapphocker oder auch dem Küchenfußboden, lauscht der Story, knabbert Snacks und kommt ins Gespräch, mit den anderen Besucher*innen und den Künstler*innen. Die Lesenden bleiben dann in ihrer WG und erwarten die nächste Gruppe, das Publikum wandert nach einer Lesung weiter zum nächsten Text, von WG zu WG, von Lesung zu Lesung und reist mit den Wörtern in andere Zeiten und Kulturen – oder schaut dem Hier und Jetzt ins Gesicht.

In diesem Jahr sind Güzide Çoker, Caroline Cousin, Jonas Friedrich Leonhard und NN mit dabei. Sie lesen Texte aus den Büchern: Mascha Unterlehberg »Wenn wir lächeln«, Daniel Glattauer »Gut gegen Nordwind«, Mareike Fallwickl & Eva Reisinger »Das Pen!smuseum« und eine Kurzgeschichte von Ursula K. Le Guin.

Güzide Coker

Caroline Cousin

Jonas Friedrich Leonhardi

Der Kartenvorverkauf beginnt am MO, 15. Juni 2026, 9:00 Uhr über diese Website.

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« ist Quichotte mit dem dritten Teil seiner bekannten »Lieblingsbäcker«-Reihe im Haus Münsterberg zu erleben

Wie in den ersten beiden Bänden (»Auf Leben und Brot« und »Teilchen Zwei«) spielt der Lieblingsbäcker auch in »Beim Lieblingsbäcker. Auferstanden aus Rosinen« in Dialogen seinen kantigen Vollkornfetischismus aus und treibt in üblicher Manier hinter dem Verkaufstresen sein Unwesen. Dabei ist er wie kein anderer bemüht, konventionelle Gepflogenheiten von Zugewandtheit geflissentlich links liegen zu lassen. Und wenn wir ehrlich sind, entbehrt doch diese ganze geheuchelte Freundlichkeit, der gezwungene Smalltalk zwecks Umsatzsteigerung, kurz, das Verkaufsgespräch, ohnehin viel zu oft der Aufrichtigkeit. Das findet der Lieblingsbäcker ebenfalls und verhohnepiepelt deshalb ungeachtet sozialer Herkunft oder Bildungsgrad die Leute, stets eine Handbreit Antikapitalismus unterm Kiel des Backschiffs und bereit, die Ironiefähigkeit der Menschen bis aufs Äußerste auf die Probe zu stellen.

Lassen Sie sich also an jenen Ort entführen, wo sarkastische Anarchie das tägliche Brot des Protagonisten ist, und erliegen Sie seinem rüden Charme. Der Kölner Autor, Musiker und Comedian Quichotte begeistert mit seinen »Lieblingsbäcker«-Büchern seit Jahren und verleiht den äußerst unterhaltsamen Dialogen bei seinen Live-Lesungen noch einem eine gehörige Portion Extra-Charme. Herzlich willkommen beim Lieblingsbäcker!

Quichotte