Die Drogenberatung Bielefeld lädt gemeinsam mit pro familia und dem Literaturbüro OWL zu einer Lesung mit der Autorin Helena Barop ein, die ihr neues Buch »Mythen, Macht und Muttermund« zur Geschichte der Geburt vorstellt.

Darin beleuchtet sie eindrücklich, wie sich Vorstellungen, Praktiken und Machtverhältnisse rund um Schwangerschaft und Geburt im Laufe der Zeit verändert haben. Das Buch verbindet medizinische, soziale und politische Perspektiven und zeigt, wie eng Fragen von Selbstbestimmung, Geschlecht und Gesellschaft miteinander verknüpft sind. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zu einem Gespräch mit der Autorin.

Ein erstaunlicher und höchst aufschlussreicher Streifzug durch die Geschichte der Geburt. (freundin)

Der Eintritt ist frei, einfach vorbeikommen!

Helena Barop

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« stellt der Bestsellerautor Wladimir Kaminer seinen aktuellen Roman »Das geheime Leben der Deutschen« vor und berichtet mit liebevollem, ironischem Blick von seinen Reisen durch die Republik, kuriosen Festen und erstaunlichen Traditionen vor unserer Haustür.

Wenn Deutsche das Besondere und Exotische suchen, dann reisen sie in ferne Länder. Dabei müssten sie nur über den Zaun schauen, nur um die Ecke biegen, und schon würden sie die unglaublichsten Entdeckungen machen. Denn mitten in Deutschland findet man flüssiges Gold, kann sich in seltsame Tänze einreihen oder einer Krönung beiwohnen. Es ist erstaunlich, welch geheime Welt ans Licht kommt, wenn man sich den Deutschen mit so liebevoller Geduld und freundlicher Neugier nähert, wie Wladimir Kaminer es tut. Seine Geschichten über das geheime Leben der Deutschen öffnen die Augen für gänzlich unbekannte Seiten von Land und Leuten.

Die humorvolle Lesung wird musikalisch begleitet.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturreferat für russlanddeutsche Kulturgeschichte statt und wird u. a. gefördert durch das Bundesministerium des Innern auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Wladimir Kaminer

Am »Tag des offenen Denkmals« öffnet das Haus Münsterberg seine Türen zur Besichtigung.

11:00 Uhr: Der Schauspieler Stephan Szász liest Erinnerungen von und an Oscar Münsterberg (ausführliche Infos hier).

12:00 Uhr bis 15:00: Besichtigung.

12:30 Uhr und 14:00 Uhr: Marlen Dettmer hält einen bebilderten Vortrag zur Geschichte des Hauses.

Das Haus Münsterberg, eine Villa im Stil der Münchner Neorenaissance an der Hornschen Straße in Detmold, wurde nach dem Kunstsammler und Mäzen, Kaufmann und Wissenschaftler Oscar Münsterberg benannt. Oscar Münsterberg kam 1886 als Direktor der Klingenbergschen Fabrik nach Detmold. Im selben Jahr erwarb er die Villa, die 1840 als Wohnhaus erbaut worden war. Münsterberg wohnte in der Villa, bis er Detmold 1896 wieder verließ. In den Jahren 1888 bis 1890 entstand die besondere Ausstattung der Räume, die das Gebäude zum »Haus Münsterberg« gemacht hat und noch beinahe vollständig erhalten ist. Oscar Münsterberg integrierte über 50 Spolien und Möbel aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, die er von seinen Reisen bis in den fernen Osten mitbrachte, in die Wohnräume seines Hauses. Kassettendecken, Wandvertäfelungen, Türen, Türschlösser, Treppengeländer, Öfen, Delfter Fliesen, neoromanische Türklopfer wurden eingebaut, angepasst und teilweise handwerklich meisterhaft ergänzt.

Nach Oscar Münsterbergs Weggang aus Detmold vermietete er das Haus u. a. an das »Fürstliche Konservatorium für Musik, Theater und Redekunst«, dem Vorläufer der heutigen Musikakademie, das seinen Sitz dort bis 1942 hatte. Nach Münsterbergs Tod 1920 erbte seine Frau Helen Rice das Haus, die es 1935 ihren Kindern überschrieb. Aus dem Exil in den USA beauftragten Münsterbergs Kinder einen Makler mit dem Verkauf des Hauses, der es 1942 an das Deutsche Rote Kreuz verkaufte. 1981 wurde das Haus Münsterberg dann von der Stadt Detmold übernommen, da es für eine geänderte Straßenführung abgerissen werden sollte. Der Erhalt des Hauses ist dem Engagement der Detmolder Bürger*innen zu verdanken, die durch eine große Publizität eine Verschiebung des Hauses um rund sieben Meter im Jahr 1986 erwirken konnten. In den Folgejahren führte man eine umfassende Sanierung des Gebäudes durch, so dass in den Innenräumen die (Farb)Gestaltung und Ausstattung aus der Zeit Oscar Münsterbergs erhalten bleiben und teilweise wieder hergestellt werden konnte. 1996 zogen das Literaturbüro OWL und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe in das restaurierte Haus Münsterberg ein. Heute hat zudem das Literatur- und Musikfestival »Wege durch das Land« dort seinen Sitz.

Im Rahmen des »Tags des offenen Denkmals« liest der Schauspieler Stephan Szász aus Erinnerungen von und an Oscar Münsterberg.

Das Haus Münsterberg, Sitz des Literaturbüros OWL und des Literatur- und Musikfestivals »Wege durch das Land« wurde nach dem Kunstsammler und Mäzen, Kaufmann und Wissenschaftler Oscar Münsterberg benannt. Oscar Münsterberg, 1865 in Danzig als Sohn jüdischer Eltern geboren und als junger Erwachsener zum Christentum konvertiert, kam 1886 als Direktor der Klingenbergschen Fabrik nach Detmold. Im selben Jahr erwarb er die Villa und wohnte hier, bis er Detmold 1896 wieder verließ und mit seiner Familie in Berlin lebte.

Die Enkeltochter von Oscar Münsterberg, Marjorie Münsterberg, überließ dem Literaturbüro OWL einen kleinen Schatz: Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Fotos ihrer Familie. Diese sehr persönlichen Dokumente ermöglichen eine Annäherung an den Namenspatron des Hauses Münsterberg, der in Detmold wohl »etwas paschahaft auftrat … aber ein freundlicher Herr war.«

Von Briefen an den kleinen 6-jährigen Oscar, über die Hochzeitsrede zur Trauung von Oscar und seiner Frau Helen, den Erinnerungen seines Sohnes Hugo bis zur Todesanzeige spannt sich der Erinnerungsbogen. Ergänzend zur Lesung von Stephan Szász werden Fotos gezeigt.

Stephan Szász

Der Eintritt zur Lesung ist frei. Es wird jedoch um eine Anmeldung gebeten. Die kostenlosen Karten können ab dem 10. August über das Anmeldeformular des »Tags des offenen Denkmals« reserviert werden. (Dann wird an dieser Stelle ein Link bereitgestellt.)

Das Haus Münsterberg ist zum »Tag des offenen Denkmals« von 12:00 Uhr bis 15 Uhr geöffnet. Um 12:30 Uhr und um 14 Uhr stellt Marlen Dettmer die Geschichte des Hauses Münsterberg mit einer Präsentation vor.

Welche Veranstaltung passt wie die berühmte Faust aufs Auge zu einem Veranstaltungsort wie dem Forum für Natur und Kunst der Staff Stiftung? Ein Best of Poetry Slam zum Thema Natur.

Die renommierten Poetry Slammer*innen Luise Wolff (amtierende NRW-Meisterin im Poetry Slam),  Jan Cönig  (Hessen-Meister im Poetry Slam) und Yannick Steinkellner (Landesmeister im Poetry Slam Steiermark und Kärnten) werden mit ihren dynamischen Texten die Bühne rocken. Die vielfältig preisgekrönten Autor*innen lesen aus ihrem Repertoire.

Das wird hochgradig spannend, inspirierend und vor allem auf beste Weise literarisch.

Jan Cönig

Luise Wolff

Yannick Steinkellner

Der Eintritt ist Dank einer Förderung der Staff Stiftung frei. Die kostenlosen Karten können ab dem 29. Juli 2026 sowohl über diese Webseite als auch über das Forum für Natur und Kunst erworben werden.

Der individuelle Gesprächstermin für Autor*innen aus OWL

Der künstlerische Leiter des Literaturbüros OWL Karsten Strack bietet auch im Jahr 2026 wieder regelmäßige Autor*innensprechstunden an, in denen sich Autor*innen aus der Region beraten lassen können.

Karsten Strack ist seit vielen Jahren Verleger, Kulturveranstalter, Dozent für Kreatives Schreiben und Verlagswesen an diversen Universitäten und selbst Autor.

Gerne gibt er Antworten und Anregungen u. a. zu folgenden Fragestellungen: »Wie platziere ich mein Manuskript möglichst wirkungsvoll bei einem Verlag oder einer Literaturagentur?«, »Kann Selfpublishing ein guter Weg für mich sein?«, »Was sollte ich beim Thema Lektorat beachten?«, »Wo und in welcher Form trete ich öffentlich in Erscheinung?« und »Wie steigere ich als Autor*in generell meinen Bekanntheitsgrad?«

Die Sprechstunde wird sowohl online über die Plattform »Zoom« als auch in Präsenz im Haus Münsterberg in Detmold angeboten.

Karsten Strack

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« stellt der Schauspieler und Schriftsteller Edgar Selge sein neues Buch »Juras letzter Winter« (Erscheinungsdatum: 04.09.2026) in Lesung und Gespräch vor.

»Es ist ganz gleich, wo wir beginnen, uns im Vertrauen zu üben: mit uns oder mit anderen. Nur anfangen müssen wir.«
Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Laufe der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis.

Edgar Selge setzt dem jungen Menschen, der brutal von den Nazis ermordet wurde, ein Denkmal und lässt ihn an diesem Abend lebendig werden.

»Edgar Selge hat sein Publikum immer erreicht und berührt, als Theaterschauspieler, als Fernsehkommissar, mit 73 jetzt auch als Schriftsteller.«  (Süddeutsche Zeitung)

Edgar Selge

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« stellt die Journalistin, Autorin und Aktivistin Daniela Sepehri ihr neues Buch »Wenn ihr wegseht, werden wir getötet« in Lesung und Gespräch vor zudem liest sie ausgewählte eigene Lyrik.

Die Veranstaltung findet in einer Zeit statt, in der die Entwicklungen im Iran erneut weltweit Aufmerksamkeit erfahren. Daniela Sepehri gehört seit Jahren zu den profiliertesten Stimmen der iranischen Diaspora in Deutschland. Als Journalistin, Autorin und politische Kommentatorin ordnet sie die Lage im Iran regelmäßig in Talkshows, Radiosendungen und Nachrichtensendungen ein und macht die Perspektiven der Menschen vor Ort sichtbar.

Daniela Sepehri kritisiert die mangelnde politische Unterstützung und mediale Aufmerksamkeit für die Protestierenden, die sich auch Anfang 2026 in Deutschland wieder zeigte. Iran steht als Beispiel für ein grundsätzliches Problem: Menschenrechtskämpfe im globalen Süden – ob in Afghanistan, Palästina oder Syrien – werden in Europa systematisch übersehen, abgewertet oder vereinfacht dargestellt. Daniela Sepehri prangert die Untätigkeit der Welt an und sagt sehr direkt, was in Politik und Medien schiefläuft. Sie möchte aber unbedingt auch Hoffnung geben: In Zeiten, in denen wir angesichts der vielen schlechten Nachrichten oft verzweifelt oder entmutigt sind, will sie zeigen, wie viel Kraft in den Menschen steckt, die weltweit gegen menschenverachtende Regime kämpfen.

Die Lesung bietet Gelegenheit, die Autorin nicht nur als politische Stimme, sondern auch als literarische Beobachterin kennenzulernen. Ihre Texte erzählen von Mut und Verlust, von Exil und Zugehörigkeit – und von der Kraft, die im Erzählen selbst liegen kann.

Daniela Sepehri

Die Schauspielerinnen Nellie Thalbach und Anna Thalbach erwecken in ihrer gemeinsamen Lesung Roald Dahls schillernden Kinderbuchklassiker »Charlie und die Schokoladenfabrik« zum Leben.

Mit Witz, Tempo und großer Erzählkunst lesen Tochter und Mutter die zähneklappernd-aufregende Geschichte von Charlie Bucket, der mit seiner Familie in armen Verhältnissen lebt und von nichts mehr träumt als von einem Besuch in Willy Wonkas geheimnisvoller Schokoladenfabrik. Als Wonka fünf goldene Eintrittskarten in seinen Schokoladentafeln versteckt und den Finder*innen – dem verfressenen August Gier, der verwöhnten Verucka Snob, der Kaugummi kauenden Violet Beauregarde, dem Fernsehjunkie Mike Glotzer und natürlich Charlie Bucket – die Tore seiner Fabrik öffnet, beginnt ein fantastisches Abenteuer voller verrückter Erfindungen, magischer Süßigkeiten und skurriler Begegnungen.

Karten: Karten für die »Wortspielerei« kosten im Vorverkauf als Einzelkarte für Klein und Groß 5,00 Euro zzgl. Gebühren pro Karte. Es gibt eine Familienkarte für max. fünf Personen für 21,00 Euro zzgl. Gebühren (mind. 1 Erwachsener, max. vier Kinder unter 14 Jahren). Auch Freunde gehören natürlich zur Familie! Kinder unter drei Jahren, die keinen eigenen Sitzplatz benötigen, haben freien Eintritt in Begleitung der Eltern. Alle Karten für die »Wortspielerei« können hier online bestellt oder in der Tourist Information Lippe & Detmold oder in den Geschäftsstellen der Lippischen Landes-Zeitung erworben werden.

Die »Wortspielerei« ist ein Kooperationsprojekt verschiedener Detmolder Kulturinstitutionen. Das komplette Programm mit allen Lesungen und Projekten ist hier online einzusehen.

Anna Thalbach

Nellie Thalbach

Die Autorin Tanya Stewner und die Schauspielerin Johanna Krumstroh entführen bei ihrer Tandemlesung im Haus Münsterberg in die magische Meereswelt von »Alea Aquarius«. Die beiden Sprachkünstlerinnen kommen mit einem Alea-Best-Of zur Wortspielerei.

Meeresmagie, Abenteuer und eine wunderbare Freundschaft verschmelzen zu einem Sog, der die Leser*innen in die fantastische (Meeres)Welt von Alea Aquarius und der »Alpha Cru« geradezu hereinzieht. Seitdem Alea in einer stürmischen Nacht über Bord des Segelschiffes »Crucis« gegangen ist und dabei entdeckt hat, dass sie ein Meermädchen mit Kiemen und Schwimmhäuten ist, ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es vorher war. Gemeinsam mit ihren Freund*innen der »Alpha Cru«, Ben Libra, Sammy Draco, Tess Taurus und Lennox Scorpio, macht sie sich auf die Suche nach den verschwundenen Meermenschen und gerät dabei in ein Abenteuer voller skrupelloser Widersacher, Liebe und Freundschaft und magischer Wesen, in dem es um nichts weniger, als um die Rettung der Meere geht.

Karten: Karten für die »Wortspielerei« kosten im Vorverkauf als Einzelkarte für Klein und Groß 5,00 Euro zzgl. Gebühren pro Karte. Es gibt eine Familienkarte für max. fünf Personen für 21,00 Euro zzgl. Gebühren (mind. 1 Erwachsener, max. vier Kinder unter 14 Jahren). Auch Freunde gehören natürlich zur Familie! Kinder unter drei Jahren, die keinen eigenen Sitzplatz benötigen, haben freien Eintritt in Begleitung der Eltern. Alle Karten für die »Wortspielerei« können hier online bestellt oder in der Tourist Information Lippe & Detmold oder in den Geschäftsstellen der Lippischen Landes-Zeitung erworben werden.

Die »Wortspielerei« ist ein Kooperationsprojekt verschiedener Detmolder Kulturinstitutionen. Das komplette Programm mit allen Lesungen und Projekten ist hier online einzusehen.

Tanya Stewner

Johanna Krumstroh

14. April 2026

LiTOPIA landwärts

Einen ganzen, abwechslungsreichen Tag lang geht es auf Gut Bustedt in Lesungen, Nachhaltigkeits-Kabarett, Workshop und einem bunten Mitmachprogramm für Kleine und Große um Fragen und Perspektiven rund um Klima und Nachhaltigkeit.

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – ökologisch, gesellschaftlich und kulturell. Das Literaturfestival LiTOPIA (eine Kooperation zwischen dem Literaturbüro OWL, der Gemeinde Hiddenhausen und dem Biologiezentrum Bustedt) bringt diese Themen auf die Bühne und schafft Raum für Reflexion, Debatte und neue Narrative für eine nachhaltige Zukunft – jenseits von Alarmismus, hin zu Empathie, Handlungsfähigkeit und Visionen des Wandels. Dabei steht nicht nur der inhaltliche Austausch im Mittelpunkt, auch organisatorisch soll der ökologische Fußabdruck so weit wie möglich reduziert und nachhaltiges Handeln sichtbar gemacht werden.

PROGRAMM

»Halbinsel« Lesung und Gespräch mit Kristine Bilkau

Wilde Wörter Wunder Wesen: ein buntes Mitmachprogramm für Kleine und Große

»Alles wird gut« Nachhaltigkeits-Kabarett mit Sebastian 23

Satirisch. Phantastisch. Klimatisch – ein Abend mit Wolfgang Schorlau und Benno Fürmann

NACHHALTIGKEIT

Mit dem Programm auf der Bühne und im Park lädt LiTOPIA dazu ein, Literatur als Impulsgeberin für Veränderung zu erleben – und gemeinsam über Wege in eine klimabewusste Zukunft nachzudenken. Und bei der gesamten Organisation und Durchführung möchten wir unseren CO2e-Fußabdruck möglichst gering halten.
Und wir laden Sie ein: Machen Sie mit …so, wie es für Sie passt und sich umsetzen lässt. Jeder kleine Beitrag hilft und zählt. Es ist eine Einladung, kein Zwang.

Sparen Sie Papier und Tinte und drucken Sie Ihr Ticket gerne NICHT aus, sondern bringen es digital auf dem Smartphone oder Tablet mit. Keine Sorge, falls plötzlich der Akku leer ist oder das Handy unauffindbar, dann finden wir Sie auf unseren Einlasslisten.

Lassen Sie das Auto möglichst stehen und kommen mit dem Rad oder öffentlichen Verkehr. Die Buslinie 646 fährt zwischen dem Bahnhof Herford und dem Bahnhof Bünde, Haltestelle »Wortmann Hiddenhausen«, ca. 500 Meter Fußweg zum Gut Bustedt. Einen Link zum Fahrplan finden Sie hier.

Oder bilden Sie Fahrgemeinschaften! Auf den Veranstaltungsseiten finden Sie jeweils einen Link zu fahrpool.com, dort können Sie freie Plätze in Ihrem Auto zur Verfügung stellen oder Mitfahrgelegenheiten buchen.

Verpflegung: Wir bieten Ihnen bei LiTOPIA regionale, vegetarische Speisen an. Lassen Sie es sich schmecken.

Abfallvermeidung: Wir versuchen, wenig Abfall zu produzieren und achten auf recycelte und wiederverwendbare Produkte. Nutzen auch Sie z. B. Mehrwegprodukte, wenn Sie sich eigene Getränke oder Speisen mitbringen.

Unterstützen Sie klimafreundliche Projekte: Mit Ihrer freiwilligen Spende helfen Sie, dass Literatur nicht nur Gedanken wachsen lässt – sondern auch echte Bäume. Sie unterstützen die nachhaltige Bewirtschaftung und die Pflanzung neuer Obstbäume auf der Obstwiese des Biologiezentrums Bustedt. Damit fördern Sie die Artenvielfalt von Tier- und Pflanzenwelt und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur CO₂-Bindung und zum Klimaschutz.
 

Diese Veranstaltung tanzt aus der Reihe: Gemeinsam mit dem Literatur- und Musikfestival »Wege durch das Land« und den Künstler*innen Saša Stanišić, Friederike Becht und Aylin Celik führen uns die Wege zu den Reden dieser Bühnen.

»Mal einfach auch jemandem zuhören, der nicht du selbst ist«, so heißt es in Saša Stanišićs aktuellem Buch »Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird. Eine Ermutigung.«. Wir folgen diesen Worten. Kein Roman, keine Novelle. Nein, es sind auch keine Erzählungen. Aber Reden! Und was für Reden! Reden aus der Feder von Saša Stanišić. Reden gegen das Nichtstun. Reden zu verschiedensten Anlässen und Auszeichnungen. Gehaltene und ungehaltene. Und eine wartet sogar noch auf ihren großen Auftritt: Eine Rede, die er irgendwann einmal gerne in Graz halten würde, handelt von einem Anruf des Schriftstellers Thomas Bernhard, der mit ihm in einem alten Peugeot 404 zu einer Weinverkostung lebender und toter österreichischer Autor:innen fährt und unterwegs den Kopf in den Fahrtwind hält »wie ein gutaussehender Hund.«

Wir erinnern uns: Wenn Thomas Bernhard sich öffentlich äußerte, Reden schwang, Interviews gab, was er nebenbei nur äußerst ungern tat, dann drängte sich der Eindruck auf, er verhalte sich genauso wie die Hauptpersonen in seinen Romanen und Theaterstücken: Da wird die Welt kurzerhand zu einem inszenierten Skandal! Ein Spiel mit dem Publikum. Die »Nichtwisser« und »Nichtkönner« dieser Welt werden gerne mal der heiteren Lächerlichkeit preisgegeben. Aber gleichzeitig präsentierte er auch seine Vorlieben und Sympathien. Die wichtigsten journalistischen Arbeiten, Leserbriefe, öffentliche Erklärungen und Interviews des Schriftstellers enthält der Band »Der Wahrheit auf der Spur«, aus dem die Schauspielerin Friederike Becht lesen wird und uns damit den »öffentlichen Thomas Bernhard« auf die Bühne holen wird. Die Musikerin Aylin Celik begleitet den Abend mit dynamischen und zarten elektronischen Sounds, kommentiert und umwebt die gehaltenen und ungehaltenen Reden dieses Abends.

Karten sind hier erhältlich (über unseren Kooperationspartner »Wege durch das Land«).