In der Abschlusslesung des literarischen Pat*innen-Projektes lesen die Beteiligten eigene Texte und berichten über ihre Erfahrungen.

In dem Projekt »Die literarischen Pat*innen« treffen sich generationenübergreifenden Autor*innen-Tandems, um sich auszutauschen, gegenseitig kritisch zu lesen und zu reflektieren und vielleicht sogar gemeinsam zu schreiben. Im Idealfall profitieren beide von den gegenseitigen Blickwinkeln und inspirieren sich wechselseitig. In diesem Jahr sind als Tandems dabei: Merisa Ferati und Julia Kluge, Sam Sackbrook und Marcello Liscia, Evgenija Kosov und Rahman Jamal, Laura Hansen und Kristin Fieseler.

Die Ergebnisse dieses literarischen Austausches werden bei der Abschlusslesung präsentiert. Moderiert wird die Veranstaltung von Karsten Strack, der das gesamte Projekt als Künstlerischer Leiter des Literaturbüros begleitet.

Für Studierende der Universität Paderborn ist die Veranstaltung im Rahmen des AStA Kulturtickets kostenfrei.

06. Oktober 2023

Dorfgeschichten

Der Schauspieler Ulrich Noethen liest aus dem autobiografischen Roman »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« von Dmitrij Kapitelman.

Deutschland, Ukraine oder Israel: Sowohl Vater Leonid Kapitelman als auch Sohn Dmitrij Kapitelman stehen im Roman vor der Wahl dreier Länder – doch welches Land ist die Heimat? Vater Leonid hat den ersten Teil seines Lebens in Kiew verbracht, den zweiten auf einem klapprigen Bürostuhl in einem Leipziger Russische-Spezialitäten-Laden, aber zugehörig hat er sich in seinen fast sechzig Jahren noch nirgendwo so richtig gefühlt. Dmitrij, Sohn eines jüdischen Vaters und einer nicht-jüdischen Mutter und somit im orthodoxen Sinn eigentlich gar kein Jude, trägt einen ukrainischen Pass im Portmonee und führt ein Leben in grundsätzlicher Orientierungslosigkeit. Also reisen beide unsichtbaren Männer nach Israel, in eine vielleicht unbekannte Heimat, in der Hoffnung, dort ihre eigene Sichtbarkeit zu entdecken.

»Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« gibt Einblick in das Leben des Autors und zeichnet eine Suche nach der jüdischen Identität, die auch mit Humor genommen werden darf. Nicht zu vergessen: eine zugleich kühne und warme Liebeserklärung eines Sohnes an seinen Vater.

Der Schauspieler Ulrich Noethen liest aus dem autobiografischen Roman »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« von Dmitrij Kapitelman.

Deutschland, Ukraine oder Israel: Sowohl Vater Leonid Kapitelman als auch Sohn Dmitrij Kapitelman stehen im Roman vor der Wahl dreier Länder – doch welches Land ist die Heimat? Vater Leonid hat den ersten Teil seines Lebens in Kiew verbracht, den zweiten auf einem klapprigen Bürostuhl in einem Leipziger Russische-Spezialitäten-Laden, aber zugehörig hat er sich in seinen fast sechzig Jahren noch nirgendwo so richtig gefühlt. Dmitrij, Sohn eines jüdischen Vaters und einer nicht-jüdischen Mutter und somit im orthodoxen Sinn eigentlich gar kein Jude, trägt einen ukrainischen Pass im Portmonee und führt ein Leben in grundsätzlicher Orientierungslosigkeit. Also reisen beide unsichtbaren Männer nach Israel, in eine vielleicht unbekannte Heimat, in der Hoffnung, dort ihre eigene Sichtbarkeit zu entdecken.

»Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« gibt Einblick in das Leben des Autors und zeichnet eine Suche nach der jüdischen Identität, die auch mit Humor genommen werden darf. Nicht zu vergessen: eine zugleich kühne und warme Liebeserklärung eines Sohnes an seinen Vater.

07. August 2023

LiterNatur OWL (Detmold)

»LiterNatur OWL« ist eine literarische Rallye für Kinder und Erwachsene. Ihr seid quiz- und kulturbegeistert, habt ein eigenes Smartphone und Lust, euch mittels Wissen und Koordinaten zur nächsten Station zu rätseln? Dann solltet ihr »LiterNatur OWL« nicht verpassen und euch euren Startplatz sichern!

Im Teutoburger Wald gilt es auf einem ca. 5,5 km langen Rundweg per App den Weg zu finden, Fragen rund um (Kinder)Literatur und Natur zu beantworten und man kann sogar drei Live-Acts erleben. Vom Parkplatz in Berlebeck geht es durch historische Parkanlagen, über malerische Waldwege bis hinauf zur Ruine der Falkenburg. Auf dem Weg sucht man anhand von GPS-Daten, Fotos und Beschreibungen rund 20 multimediale literarische Stationen, an denen durch das Lösen von Quizfragen Hinweise »gecacht« werden, die jeweils zur nächsten Station führen. An drei Stationen erwarten Künstler*innen mit Live-Performances die Wanderer*innen.

Ihr könnt eurer Literaturcaching innerhalb der Veranstaltungszeit frei gestalten, Pausen machen, mit einem Spaziergang verbinden und vieles mehr. Die Quiztour ist nicht geführt. Bei technischen Problemen und Notfällen ist unser Team an der Strecke für euch erreichbar.

Das Literaturcaching ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geeignet. Der Weg beinhaltet kleine bis große Steigungen, bitte unbedingt festes Schuhwerk haben. Die Mitnahme von Fahrrädern, Dreirädern, Kinderwagen o. Ä. wird nur bedingt empfohlen. Kinderwagen sollten für Waldboden und entsprechende Unebenheiten geeignet sein. Für Rollstuhlfahrer*innen ungeeignet.

Die Besucher*innen können zwischen 11 Uhr und 16 Uhr individuell vom Parkplatz Papiermühle (Paderborner Str. 165, Zufahrt über Dornröschenweg) in Berlebeck starten. Vor Ort erhält man die Zugangsdaten zum Literaturcaching, die App »Actionbound« wird am besten schon im Vorfeld heruntergeladen. Nähere Informationen zum Veranstaltungstag sowie zur App erhaltet ihr ein paar Tage vorab per E-Mail.

»LiterNaturOWL« ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins »Vorlesebande e.V.«, findet im Rahmen des Kinder- und Jugendliteraturfest Wortspielerei statt und wird mit lokalen Kooperationspartner*innen in Detmold (Literaturbüro OWL), Paderborn (Staycation e.V.) und Bielefeld (Slam OWL) durchgeführt.

21. Juli 2023

zwischen/miete NRW

Bei der zwischen/miete NRW gibt es junge Literatur als homestory: die Autorin Jenifer Becker ist zu Gast in einer Detmolder WG, um aus ihrem Roman »Zeiten der Langeweile« zu lesen und über diesen zu plaudern.

Jenifer Becker spielt in ihrem Debütroman durch, worüber alle immer wieder nachdenken: eine Auszeit von der digitalen Welt: Mila, dreißig, geht offline. Zu groß ist plötzlich die Angst vor der öffentlichen Sichtbarkeit. Die nostalgisch wiederentdeckte Langeweile wird schnell zu tiefer Einsamkeit. Sie teilt ihr Leben nicht mehr, aber niemand teilt es jetzt so richtig mit ihr, seit ihr Lebensstil mehr Gemeinsamkeiten mit dem von Emily Dickinson als dem ihrer alten Freundinnen hat. Doch der Drang, den schwerelosen Zustand vollkommenen Verschwindens zu erreichen, wird immer zwanghafter.

Tilman Strasser moderiert die zwischen/miete.

Die Lesung findet in einer Detmolder WG statt. Die Adresse wird nach Kartenkauf bekannt gegeben. Die Karten kosten 5 Euro (inkl. Begrüßungsgetränk vor Ort) und können ab dem 01. Oktober hier erworben werden.

Die dialogische Lesung von Carsten Bender und Walter Gödden betrachtet im Jubiläumsjahr den Westfälischen Frieden im Spiegel der Literatur.

Die Zuhörer*innen erwartet ein literarisches Zeitgemälde ausgehend vom 17. Jahrhundert, das die Zerrissenheit einer ganzen Epoche abbildet – einer Zeit, in der Kriege und disparate Denkmuster die Welt in Angst und Schrecken versetzten. Zu Wort kommen Stimmen aus dem Volk, aber auch Werke der Weltliteratur wie Grimmelshausens »Simplicissimus« und Voltaires »Candide«. Mit Günter Grass’ Erzählung »Das Treffen in Telgte«, die aus heutiger Sicht auf den Dreißigjährigen Krieg Bezug nimmt, kommt die Gegenwart ins Spiel, ebenso wie in Gedichten des 20. Jahrhunderts. Unterschied sich das Endzeitdenken anno 1648 wirklich so sehr von heutigen Sinnkrisen?

Eine Produktion von GLOSTER im Auftrag der LWL-Literaturkommission für Westfalen. Gefördert von der LWL-Kulturstiftung im Kontext der Veranstaltungsreihe »375 Jahre Westfälischer Frieden«, mit der sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe am Jubiläumsjahr beteiligt.

Um Bier in der Literatur und für den Gaumen geht es bei diesem Lese-Genuss-Abend in Barres Brauwelt im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten«.

Der Alkoholgenuss im Allgemeinen und das Biertrinken im Besonderen spielen eine zentrale Rolle in der Weltliteratur. Zahlreiche Autor*innen lassen ihre Protagonist*innen gerne das ein oder andere Kaltgetränk in Clubs, Kneipen oder Bars genießen. Der Autor und Poetry Slammer Jann Wattjes liest aus seinen Texten, in denen es immer mal wieder augenzwinkernd um den Trinkgenuss geht. Wattjes‘ literarische Held*innen trinken zu allerlei Anlässen: auf Partys, bei Beerdigungen und häufig auch, weil es gerade passt. Zwischen den Passagen trägt Karsten Strack, Künstlerischer Leiter des Literaturbüros OWL, einige ausgewählte Artikel aus dem Standardwerk »Bier! Das Lexikon« sowie eigene kurze Bier-Rezensionen vor.

Passend zur Lesung wird es auf Einladung der Barre Brauerei eine kleine Bierverköstigung geben. Braumeister Bernhard schenkt dabei drei Biersorten aus. Das verspricht einen Genuss auf ganzer Linie.

Der Eintritt ist inklusive der Bierverköstigung.

»LiterNatur OWL« ist eine literarische Rallye für Kinder und Erwachsene. Ihr seid quiz- und kulturbegeistert, habt ein eigenes Smartphone und Lust, euch mittels Wissen und Koordinaten zur nächsten Station zu rätseln? Dann solltet ihr »LiterNatur OWL« nicht verpassen und euch euren Startplatz sichern!

Die ca. 3,5 Kilometer lange Strecke führt euch vom Parkplatz »An den Fischteichen« aus direkt in die verwunschenen Wege des Parkwaldes. Entlang der Teiche gibt es neben schöner Natur auch jede Menge Wasservögel und andere Tierarten zu bestaunen. Wer die nötige Geduld und Ruhe mitbringt, kann mit ein wenig Glück auch die ein oder andere schüchterne Kröte beobachten.Auf dem Weg sucht man anhand von GPS-Daten, Fotos und Beschreibungen rund 20 multimediale literarische Stationen, an denen durch das Lösen von Quizfragen Hinweise »gecacht« werden, die jeweils zur nächsten Station führen. An drei Stationen erwarten Künstler*innen mit Live-Performances die Wanderer*innen. Zudem kann man ganz nebenbei auch etwas über Natur und Geschichte am Wegesrand erfahren.

Ihr könnt euer Literaturcaching innerhalb der Veranstaltungszeit frei gestalten, Pausen machen, mit einem Spaziergang verbinden und vieles mehr. Die Quiztour ist nicht geführt. Bei technischen Problemen und Notfällen ist unser Team an der Strecke für euch erreichbar.

Das Literaturcaching ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geeignet. Der Weg beinhaltet größtenteils breite und ebene Fußwege (Wald-, Schotter- und Teerwege). Die Mitnahme von Fahrrädern, Dreirädern, Kinderwagen o. Ä. wird für die Strecke in Paderborn nur bedingt empfohlen. Kinderwagen sollten für Waldboden und entsprechende Unebenheiten geeignet sein. Für Rollstuhlfahrer*innen ungeeignet.

Die Besucher*innen können zwischen 11 Uhr und 16 Uhr individuell vom Parkplatz »An den Fischteichen« in Paderborn starten. Vor Ort erhält man die Zugangsdaten zum Literaturcaching, die App »Actionbound« wird am besten schon im Vorfeld heruntergeladen. Nähere Informationen zum Veranstaltungstag sowie zur App erhaltet ihr ein paar Tage vorab per E-Mail.

»LiterNaturOWL« ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins »Vorlesebande e. V.« und wird mit lokalen Kooperationspartner*innen in Paderborn (Staycation e.V.), Detmold (Literaturbüro OWL) und Bielefeld (Slam OWL) durchgeführt.

27. März 2023

sofa stories 2023

Die »sofa stories« gehen in die nächste Runde! Vier Bielefelder WGs, die ihre Sofas, Küchen und Gärten als Lesebühnen freigeben, vier stimmgewaltige Schauspieler*innen und vier abwechslungsreiche Texte: am 17. Juni lädt das Literaturbüro OWL erneut zu den beliebten WG-Lesungen ein.

Die Besucher*innen wandern von Wohngemeinschaft zu Wohngemeinschaft, von Text zu Text durch das abendliche Bielefeld, sie laufen in vier Gruppen durch die Stadt und können nacheinander drei der vier etwa 30-minütigen Lesungen erleben.

Die Texte des Abends wurden vom Publikum über social media vorgeschlagen und abgestimmt und werden nun von vier Schauspieler*innen interpretiert:

In Marlen Haushofers Roman »Die Wand« wird die Protagonistin über Nacht durch eine unüberwindbare Wand von ihrer Umwelt getrennt und muss auf einem engumgrenzten Stück Natur allein überleben. Der von Kristin Alia Hunold gelesene Roman ist ein eindringliches Gleichnis über das Einsamsein.

Faris Yüzbaşıoğlu bringt mit dem Klassiker »Per Anhalter durch die Galaxis« von Douglas Adams eine skurrile Mischung aus Science-Fiction, Komödie und Satire zu Gehör. Es hat mittlerweile echten Kultstatus, wenn Arthur Dent und Ford Prefect der Vernichtung der Erde entkommen, indem sie als blinde Passagiere und als Anhalter durch die Galaxis reisen.

Hengameh Yaghoobifarahs Debüt »Ministerium der Träume« ist ein schonungslos berührender Roman über Wahl- und Zwangsfamilie, über den bedingungslosen Zusammenhalt unter Geschwistern, der auch in die dunklen Ecken deutscher Gegenwart vordringt. Caroline Lefmann lässt die Geschichte von Nas, die herausfinden will, warum ihre Schwester Nushin starb und ihre nun elternlose Nichte Parvin aufnimmt, lebendig werden.  

F. Scott Fitzgeralds Kurzgeschichte »Eher geht ein Kamel… « ist eine launige Geschichte im Rausch. In der Lesung Kilian Lands ist zu hören, wie der von seiner Liebsten abgewiesene Mr. Perry Parkhurst zu Beginn der Goldenen Zwanziger versucht, seinen Kummer im Champagner zu vergessen und endet als Kamel auf einer Kostümparty – auf der ihm die Umworbene nichtsahnend das Fell krault.

Es geht los um 19.30 Uhr im Grünen Würfel, Kesselbrink 2, 33602 Bielefeld. Bitte kommt schon ein wenig früher vorbei, um einzuchecken und zu erfahren, in welcher Gruppe ihr seid. Einlass ist ab 18.30 Uhr.

Die literarischen Institutionen NRWs präsentieren sich auf der Leipziger Buchmesse im »Literarischen Salon NRW«. Das vielfältige Programm beschreibt einen Querschnitt durch die spannungsreiche literarische Szene des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes. Das Literaturbüro OWL stellt den Autor Fabian Navarro und seinen Literaturbot vor.

Der Autor und Poetry Slammer Fabian Navarro hat mit seinem digitalen Projekt »Eloquentron3000« – einem Computer-Bot, der Gedichte schreibt – die computergestützten literarischen Produktionsmöglichkeiten hinterfragt und ausgelotet. Im Literarischen Salon stellt er »Eloquentron3000« vor und zeigt, wie der Bot interaktiv mit dem Input durch das Publikum Gedichte entwickelt. In einem anschließenden Gespräch spricht Navarro mit Karsten Strack, dem Künstlerischen Leiter des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe, über zentrale Fragen im Zusammenhang mit digitaler Literatur. »Eloquentron3000« hat für das Literaturbüro OWL bereits ein Gedicht verfasst, das Fabian Navarro als Grundlage für einen Poetry Clip genutzt hat. Den Clip können Sie sich hier anschauen.

Die Autorinnen Olga Grjasnowa und Elina Penner ermöglichen im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« Einblicke in ihre, aber auch in die Gefühlswelten anderer Menschen, die ihre Kindheit oder Jugend in einem postsowjetischen Land verbrachten und heute Teil unserer Gesellschaft sind. Eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen zwei Autorinnen, die sich gegenseitig zum Schreiben inspiriert und beeinflusst haben.

Olga Grjasnowa erzählt in ihrem Roman »Der verlorene Sohn« sprachmächtig von einem Kind, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht und seine Identität finden muss. Und von der verheerenden Wirkung eines Krieges, in dem es keine Sieger geben kann. In Elina Penners Buch »Nachtbeeren« navigiert die junge Autorin mit schwarzem Humor und Selbstironie durch die Untiefen zwischen komplexer Selbstwahrnehmung und pauschalisierender Fremdwahrnehmung. Eigenwillig schlägt die Protagonistin eine Brücke in die neue Realität einer Migrationsgesellschaft, in der nicht die Selbstaufgabe durch Assimilation das Erfolgsrezept ist, sondern ein selbstbewusster Umgang mit dem Mitgebrachten, wie zum Beispiel dem Mennonitenplatt als Identitätssprache.

Die Werke der Autorinnen brillieren durch ein Dazwischen: zwischen Individualität und Kollektiv, zwischen zwei Kulturen, zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Die Lesung findet im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung »#Constructing Identity: Selbstbeschreibungen und Fremdwahrnehmungen Russlanddeutscher« des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg und des Research Center for the History of Transformations (RECET), Universität Wien statt.

10. Februar 2023

Leseclubfestival

Endlich mal mit mehreren Leuten und sogar der/dem Autor*in über dasselbe Buch plaudern? Das Leseclubfestival macht’s möglich. Und so geht´s: Man sucht sich einfach einen Titel aus dem Line-up des Leseclubfestivals und besorgt sich das entsprechende Ticket. Das Buch kommt anschließend per Post nach Hause. Dann ist Zeit zum Lesen, um sich am Festivaltag mit Autor*in und maximal 19 anderen zu treffen und über die Lektüreerfahrung zu sprechen. In lockerer Atmosphäre, auf Augenhöhe, samt Tiefgangpotential. Durch den Abend führen Moderator*innen. Das Ganze findet in zehn Städten mit insgesamt 33 Autor*innen statt. Das Literaturbüro OWL ist mit zwei Orten in Detmold dabei: Theresa Pleitner in der Buchhandlung Kafka u. Co. und Maren Wurster im Kaiserkeller.

Theresa Pleitner: »Über den Fluss«

Eine junge Psychologin ist die Hauptfigur in Theresa Pleitners erstem Roman »Über den Fluss«. Mit gerade abgeschlossenem Studium meldet sie sich freiwillig, um in einem provisorischen Aufnahmelager am Rand einer deutschen Großstadt geflüchtete Menschen zu betreuen. Bald erfährt sie, wie begrenzt ihre Möglichkeiten sind, den Traumatisierten in der hoch gesicherten Einrichtung zu helfen. Ihre Geschichten verfolgen sie bis in den Schlaf und treiben sie in die Vereinsamung. Immer stärker erlebt sie die Widersprüchlichkeit ihres Auftrags, zu dem es auch gehört, die Menschen notfalls zu entmündigen und Abschiebungen zu tolerieren – als Teil des Systems wird sie zum Teil des Problems. Als sie mit einem Geflüchteten konfrontiert wird, der sich das Leben nehmen will, gerät sie in ein moralisches Dilemma. Sie entscheidet – falsch – und verfasst einen eindringlichen Rechenschaftsbericht, nach dem man das Wort »helfen« nie mehr lesen wird wie zuvor.

Gemeinsamer Ausklang

Im Anschluss sind alle Besucher*innen (beider Orte in Detmold) herzlich zu einem Beisammensein in den Kaiserkeller eingeladen.

Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Kooperation mit dem Literaturbüro OWL. Tickets inklusive Buch sowie weitere Informationen gibt es hier: www.leseclubfestival.com

Leseclub: Maren Wurster

23. März 2023, Kaiserkeller, Detmold

Leseclub: Artur Weigandt

24. März 2023, mondo Buchhandlung, Bielefeld

Leseclub: Sasha Filipenko

24. März 2023, Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Weltweites größtes Leseclubfestival

Vom 23. bis 25. März 2023 findet das zweite Mal das bundesweite Leseclubfestival statt: In zehn Städten Deutschlands treffen 33 Autor*innen in 33 Leseclubs auf maximal 20 Leser*innen und diskutieren mit ihnen über ihre neuen Bücher. Auf diese Weise entstehen in kleiner Runde einmalige Gespräche sowie ein großer Mehrwert für alle Teilnehmenden.

Mit ihrem einzigartigen Konzept bringen Elisabeth Jaspersen und Dorian Steinhoff (beide Festivalleitung) nicht nur aktuelle Frühjahrsnovitäten unterschiedlicher Genres und aktueller Thematiken ins Gespräch, sondern ermöglichen auch den direkten und wichtigen Austausch zwischen Autor*innen und Leser*innen. Denn im Ticketkauf enthalten ist das jeweilige Buch für eine Veranstaltung, das per Post verschickt wird. Bis zum Festivaltag ist dann Zeit zum Lesen. Vor Ort kann anschließend in lockerer Atmosphäre über den Text debattiert werden.

»Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee in die Fortsetzung gehen kann. Nach der erfolgreichen Premiere in 2021 sind wir mehr denn je überzeugt: Die Kopplung von hierarchielosem Gespräch zwischen Publikum und Autor*in über gemeinschaftlich rezipierten Text eröffnet Raum für alle positiven Wirkkräfte, die Literatur bereit hält. Die Krisen lassen uns vereinzeln, das Gespräch über ästhetische Erfahrungen bringt uns zusammen. Das weltweit größte Festival dieser Art und unser glühendes Programm bieten dafür den richtigen Rahmen«, sagt Festivalinitiator Dorian Steinhoff.

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