Die literarischen Institutionen NRWs präsentieren sich auf der Leipziger Buchmesse im »Literarischen Salon NRW«. Das vielfältige Programm beschreibt einen Querschnitt durch die spannungsreiche literarische Szene des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes. Das Literaturbüro OWL stellt den Autor Fabian Navarro und seinen Literaturbot vor.

Der Autor und Poetry Slammer Fabian Navarro hat mit seinem digitalen Projekt »Eloquentron3000« – einem Computer-Bot, der Gedichte schreibt – die computergestützten literarischen Produktionsmöglichkeiten hinterfragt und ausgelotet. Im Literarischen Salon stellt er »Eloquentron3000« vor und zeigt, wie der Bot interaktiv mit dem Input durch das Publikum Gedichte entwickelt. In einem anschließenden Gespräch spricht Navarro mit Karsten Strack, dem Künstlerischen Leiter des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe, über zentrale Fragen im Zusammenhang mit digitaler Literatur. »Eloquentron3000« hat für das Literaturbüro OWL bereits ein Gedicht verfasst, das Fabian Navarro als Grundlage für einen Poetry Clip genutzt hat. Den Clip können Sie sich hier anschauen.

Die Autorinnen Olga Grjasnowa und Elina Penner ermöglichen im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« Einblicke in ihre, aber auch in die Gefühlswelten anderer Menschen, die ihre Kindheit oder Jugend in einem postsowjetischen Land verbrachten und heute Teil unserer Gesellschaft sind. Eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen zwei Autorinnen, die sich gegenseitig zum Schreiben inspiriert und beeinflusst haben.

Olga Grjasnowa erzählt in ihrem Roman »Der verlorene Sohn« sprachmächtig von einem Kind, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht und seine Identität finden muss. Und von der verheerenden Wirkung eines Krieges, in dem es keine Sieger geben kann. In Elina Penners Buch »Nachtbeeren« navigiert die junge Autorin mit schwarzem Humor und Selbstironie durch die Untiefen zwischen komplexer Selbstwahrnehmung und pauschalisierender Fremdwahrnehmung. Eigenwillig schlägt die Protagonistin eine Brücke in die neue Realität einer Migrationsgesellschaft, in der nicht die Selbstaufgabe durch Assimilation das Erfolgsrezept ist, sondern ein selbstbewusster Umgang mit dem Mitgebrachten, wie zum Beispiel dem Mennonitenplatt als Identitätssprache.

Die Werke der Autorinnen brillieren durch ein Dazwischen: zwischen Individualität und Kollektiv, zwischen zwei Kulturen, zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Die Lesung findet im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung »#Constructing Identity: Selbstbeschreibungen und Fremdwahrnehmungen Russlanddeutscher« des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg und des Research Center for the History of Transformations (RECET), Universität Wien statt.

10. Februar 2023

Leseclubfestival

Endlich mal mit mehreren Leuten und sogar der/dem Autor*in über dasselbe Buch plaudern? Das Leseclubfestival macht’s möglich. Und so geht´s: Man sucht sich einfach einen Titel aus dem Line-up des Leseclubfestivals und besorgt sich das entsprechende Ticket. Das Buch kommt anschließend per Post nach Hause. Dann ist Zeit zum Lesen, um sich am Festivaltag mit Autor*in und maximal 19 anderen zu treffen und über die Lektüreerfahrung zu sprechen. In lockerer Atmosphäre, auf Augenhöhe, samt Tiefgangpotential. Durch den Abend führen Moderator*innen. Das Ganze findet in zehn Städten mit insgesamt 33 Autor*innen statt. Das Literaturbüro OWL ist mit zwei Orten in Detmold dabei: Theresa Pleitner in der Buchhandlung Kafka u. Co. und Maren Wurster im Kaiserkeller.

Theresa Pleitner: »Über den Fluss«

Eine junge Psychologin ist die Hauptfigur in Theresa Pleitners erstem Roman »Über den Fluss«. Mit gerade abgeschlossenem Studium meldet sie sich freiwillig, um in einem provisorischen Aufnahmelager am Rand einer deutschen Großstadt geflüchtete Menschen zu betreuen. Bald erfährt sie, wie begrenzt ihre Möglichkeiten sind, den Traumatisierten in der hoch gesicherten Einrichtung zu helfen. Ihre Geschichten verfolgen sie bis in den Schlaf und treiben sie in die Vereinsamung. Immer stärker erlebt sie die Widersprüchlichkeit ihres Auftrags, zu dem es auch gehört, die Menschen notfalls zu entmündigen und Abschiebungen zu tolerieren – als Teil des Systems wird sie zum Teil des Problems. Als sie mit einem Geflüchteten konfrontiert wird, der sich das Leben nehmen will, gerät sie in ein moralisches Dilemma. Sie entscheidet – falsch – und verfasst einen eindringlichen Rechenschaftsbericht, nach dem man das Wort »helfen« nie mehr lesen wird wie zuvor.

Gemeinsamer Ausklang

Im Anschluss sind alle Besucher*innen (beider Orte in Detmold) herzlich zu einem Beisammensein in den Kaiserkeller eingeladen.

Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Kooperation mit dem Literaturbüro OWL. Tickets inklusive Buch sowie weitere Informationen gibt es hier: www.leseclubfestival.com

Leseclub: Maren Wurster

23. März 2023, Kaiserkeller, Detmold

Leseclub: Artur Weigandt

24. März 2023, mondo Buchhandlung, Bielefeld

Leseclub: Sasha Filipenko

24. März 2023, Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Weltweites größtes Leseclubfestival

Vom 23. bis 25. März 2023 findet das zweite Mal das bundesweite Leseclubfestival statt: In zehn Städten Deutschlands treffen 33 Autor*innen in 33 Leseclubs auf maximal 20 Leser*innen und diskutieren mit ihnen über ihre neuen Bücher. Auf diese Weise entstehen in kleiner Runde einmalige Gespräche sowie ein großer Mehrwert für alle Teilnehmenden.

Mit ihrem einzigartigen Konzept bringen Elisabeth Jaspersen und Dorian Steinhoff (beide Festivalleitung) nicht nur aktuelle Frühjahrsnovitäten unterschiedlicher Genres und aktueller Thematiken ins Gespräch, sondern ermöglichen auch den direkten und wichtigen Austausch zwischen Autor*innen und Leser*innen. Denn im Ticketkauf enthalten ist das jeweilige Buch für eine Veranstaltung, das per Post verschickt wird. Bis zum Festivaltag ist dann Zeit zum Lesen. Vor Ort kann anschließend in lockerer Atmosphäre über den Text debattiert werden.

»Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee in die Fortsetzung gehen kann. Nach der erfolgreichen Premiere in 2021 sind wir mehr denn je überzeugt: Die Kopplung von hierarchielosem Gespräch zwischen Publikum und Autor*in über gemeinschaftlich rezipierten Text eröffnet Raum für alle positiven Wirkkräfte, die Literatur bereit hält. Die Krisen lassen uns vereinzeln, das Gespräch über ästhetische Erfahrungen bringt uns zusammen. Das weltweit größte Festival dieser Art und unser glühendes Programm bieten dafür den richtigen Rahmen«, sagt Festivalinitiator Dorian Steinhoff.

09. Februar 2023

Leseclubfestival

Endlich mal mit mehreren Leuten und sogar der/dem Autor*in über dasselbe Buch plaudern? Das Leseclubfestival macht’s möglich. Und so geht´s: Man sucht sich einfach einen Titel aus dem Line-up des Leseclubfestivals und besorgt sich das entsprechende Ticket. Das Buch kommt anschließend per Post nach Hause. Dann ist Zeit zum Lesen, um sich am Festivaltag mit Autor*in und maximal 19 anderen zu treffen und über die Lektüreerfahrung zu sprechen. In lockerer Atmosphäre, auf Augenhöhe, samt Tiefgangpotential. Durch den Abend führen Moderator*innen. Das Ganze findet in zehn Städten mit insgesamt 33 Autor*innen statt. Das Literaturbüro OWL ist mit zwei Orten in Bielefeld dabei: Sasha Filipenko im Bunker Ulmenwall und Artur Weigandt in der Buchhandlung mondo.

Sasha Filipenko: »Kremulator«

Offizier der Weißen Armee, Hasardeur, Emigrant in Istanbul und Paris, Diener des Stalin-Systems, Techniker des Todes, Liebender – Pjotr Nesterenko war vieles in seinem abenteuerlichen Leben, das Sasha Filipenko in seinem Roman »Kremulator« erzählt. 1941 wird Pjotr Iljitsch Nesterenko, der Direktor des Moskauer Krematoriums, verhaftet. Er weiß wie kaum ein Zweiter, wer alles den stalinistischen Säuberungen zum Opfer gefallen ist. Er weiß genau, was ihm droht. Und doch – so oft ist er dem Tod schon von der Schippe gesprungen, dass er überzeugt ist: Er ist unsterblich. Nun muss Nesterenko im Verhör Rede und Antwort stehen über sein verschlungenes Leben. Ein temporeiches Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Sasha Filipenko spielt virtuos mit historischen Dokumenten und Fiktion und erzählt eine aberwitzige, makabre und mitreißende Geschichte aus dem Innern eines Terrorstaats. Und, trotz allem, auch die Geschichte einer großen Liebe. Das Gespräch mit Sasha Filipenko wird übersetzt.

Gemeinsamer Ausklang

Im Anschluss sind alle Besucher*innen (beider Orte in Bielefeld) herzlich zu einem Beisammensein in den Bunker Ulmenwall eingeladen.

Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Kooperation mit dem Literaturbüro OWL. Tickets inklusive Buch sowie weitere Informationen gibt es hier: www.leseclubfestival.com

Leseclub: Theresa Pleitner

23. März 2023, Buchhandlung Kafka u. Co., Detmold

Leseclub: Maren Wurster

23. März 2023, Kaiserkeller, Detmold

Leseclub: Artur Weigandt

24. März 2023, mondo Buchhandlung, Bielefeld

Weltweites größtes Leseclubfestival

Vom 23. bis 25. März 2023 findet das zweite Mal das bundesweite Leseclubfestival statt: In zehn Städten Deutschlands treffen 33 Autor*innen in 33 Leseclubs auf maximal 20 Leser*innen und diskutieren mit ihnen über ihre neuen Bücher. Auf diese Weise entstehen in kleiner Runde einmalige Gespräche sowie ein großer Mehrwert für alle Teilnehmenden.

Mit ihrem einzigartigen Konzept bringen Elisabeth Jaspersen und Dorian Steinhoff (beide Festivalleitung) nicht nur aktuelle Frühjahrsnovitäten unterschiedlicher Genres und aktueller Thematiken ins Gespräch, sondern ermöglichen auch den direkten und wichtigen Austausch zwischen Autor*innen und Leser*innen. Denn im Ticketkauf enthalten ist das jeweilige Buch für eine Veranstaltung, das per Post verschickt wird. Bis zum Festivaltag ist dann Zeit zum Lesen. Vor Ort kann anschließend in lockerer Atmosphäre über den Text debattiert werden.

»Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee in die Fortsetzung gehen kann. Nach der erfolgreichen Premiere in 2021 sind wir mehr denn je überzeugt: Die Kopplung von hierarchielosem Gespräch zwischen Publikum und Autor*in über gemeinschaftlich rezipierten Text eröffnet Raum für alle positiven Wirkkräfte, die Literatur bereit hält. Die Krisen lassen uns vereinzeln, das Gespräch über ästhetische Erfahrungen bringt uns zusammen. Das weltweit größte Festival dieser Art und unser glühendes Programm bieten dafür den richtigen Rahmen«, sagt Festivalinitiator Dorian Steinhoff.

Endlich mal mit mehreren Leuten und sogar der/dem Autor*in über dasselbe Buch plaudern? Das Leseclubfestival macht’s möglich. Und so geht´s: Man sucht sich einfach einen Titel aus dem Line-up des Leseclubfestivals und besorgt sich das entsprechende Ticket. Das Buch kommt anschließend per Post nach Hause. Dann ist Zeit zum Lesen, um sich am Festivaltag mit Autor*in und maximal 19 anderen zu treffen und über die Lektüreerfahrung zu sprechen. In lockerer Atmosphäre, auf Augenhöhe, samt Tiefgangpotential. Durch den Abend führen Moderator*innen. Das Ganze findet in zehn Städten mit insgesamt 33 Autor*innen statt. Das Literaturbüro OWL ist mit zwei Orten in Bielefeld dabei: Artur Weigandt in der Buchhandlung mondo und Sasha Filipenko im Bunker Ulmenwall.

Artur Weigandt: »Die Verräter«

Artur Weigandt ist in Uspenka, ein Plandorf im heutigen Kasachstan, geboren und hat den journalistischen Heimatroman »Die Verräter« geschrieben. Über (s)ein unscheinbares Dorf und die Menschen, die einst darin wohnten, in deren Erinnerungen das Dorf weiterlebt. Straßen, Menschen, Kühe. Alles, was in Uspenka geschah, könnte auch im Rest der UdSSR so geschehen sein: die Repressionen, der Zwang, die Deportationen. Mit dem Zerfall der Sowjetunion verwaiste Uspenka. Viele Menschen gingen weg und begannen ein neues Leben in der Fremde. Und wurden damit zu Verrätern ihrer Heimat. Artur Weigandt zwingt sich, seiner eigenen Herkunft zu begegnen – und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie beängstigend Heimat sein kann, erst recht, wenn ein Krieg ausbricht.

Gemeinsamer Ausklang

Im Anschluss sind alle Besucher*innen (beider Orte in Bielefeld) herzlich zu einem Beisammensein in den Bunker Ulmenwall eingeladen.

Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Kooperation mit dem Literaturbüro OWL. Tickets inklusive Buch sowie weitere Informationen gibt es hier: www.leseclubfestival.com

Leseclub: Theresa Pleitner

23. März 2023, Buchhandlung Kafka u. Co., Detmold

Leseclub: Maren Wurster

23. März 2023, Kaiserkeller, Detmold

Leseclub: Sasha Filipenko

24. März 2023, Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Weltweites größtes Leseclubfestival

Vom 23. bis 25. März 2023 findet das zweite Mal das bundesweite Leseclubfestival statt: In zehn Städten Deutschlands treffen 33 Autor*innen in 33 Leseclubs auf maximal 20 Leser*innen und diskutieren mit ihnen über ihre neuen Bücher. Auf diese Weise entstehen in kleiner Runde einmalige Gespräche sowie ein großer Mehrwert für alle Teilnehmenden.

Mit ihrem einzigartigen Konzept bringen Elisabeth Jaspersen und Dorian Steinhoff (beide Festivalleitung) nicht nur aktuelle Frühjahrsnovitäten unterschiedlicher Genres und aktueller Thematiken ins Gespräch, sondern ermöglichen auch den direkten und wichtigen Austausch zwischen Autor*innen und Leser*innen. Denn im Ticketkauf enthalten ist das jeweilige Buch für eine Veranstaltung, das per Post verschickt wird. Bis zum Festivaltag ist dann Zeit zum Lesen. Vor Ort kann anschließend in lockerer Atmosphäre über den Text debattiert werden.

»Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee in die Fortsetzung gehen kann. Nach der erfolgreichen Premiere in 2021 sind wir mehr denn je überzeugt: Die Kopplung von hierarchielosem Gespräch zwischen Publikum und Autor*in über gemeinschaftlich rezipierten Text eröffnet Raum für alle positiven Wirkkräfte, die Literatur bereit hält. Die Krisen lassen uns vereinzeln, das Gespräch über ästhetische Erfahrungen bringt uns zusammen. Das weltweit größte Festival dieser Art und unser glühendes Programm bieten dafür den richtigen Rahmen«, sagt Festivalinitiator Dorian Steinhoff.

Endlich mal mit mehreren Leuten und sogar der/dem Autor*in über dasselbe Buch plaudern? Das Leseclubfestival macht’s möglich. Und so geht´s: Man sucht sich einfach einen Titel aus dem Line-up des Leseclubfestivals und besorgt sich das entsprechende Ticket. Das Buch kommt anschließend per Post nach Hause. Dann ist Zeit zum Lesen, um sich am Festivaltag mit Autor*in und maximal 19 anderen zu treffen und über die Lektüreerfahrung zu sprechen. In lockerer Atmosphäre, auf Augenhöhe, samt Tiefgangpotential. Durch den Abend führen Moderator*innen. Das Ganze findet in zehn Städten mit insgesamt 33 Autor*innen statt. Das Literaturbüro OWL ist mit zwei Orten in Detmold dabei: Maren Wurster im Kaiserkeller und Theresa Pleitner in der Buchhandlung Kafka u. Co.

Maren Wurster: »Eine beiläufige Entscheidung«

In dem Roman »Eine beiläufige Entscheidung« erzählt die Autorin Maren Wurster in einer so präzisen wie unerschrockenen Sprache von der Einsamkeit eines zurückgelassenen Kindes und der Verzweiflung einer Mutter, die eine radikale, gesellschaftlich geächtete Entscheidung trifft, und lässt dabei beide Perspektiven aus unterschiedlichen Richtungen aufeinander zurollen: Eine Frau versteckt sich in einem Ferienhaus, aus ihren Brüsten läuft Milch, sie kauert sich zusammen, versucht die Stimme ihres Babys aus dem Kopf zu bekommen, des kleinen Jungen, der immer schreit und nie schläft. Vor ihm ist sie weggelaufen. Ein Junge lebt im Internat, seine Mutter hat er nie kennengelernt. Wenn er in der Werkstatt mit Holz arbeitet, spürt er eine wütende Energie, die er genießt und nicht versteht und die ihn antreibt, etwas im Holz freizulegen, aber was?

Gemeinsamer Ausklang

Im Anschluss sind alle Besucher*innen (beider Orte in Detmold) herzlich zu einem Beisammensein in den Kaiserkeller eingeladen.

Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Kooperation mit dem Literaturbüro OWL. Tickets inklusive Buch sowie weitere Informationen gibt es hier: www.leseclubfestival.com

Leseclub: Theresa Pleitner

23. März 2023, Buchhandlung Kafka u. Co., Detmold

Leseclub: Artur Weigandt

24. März 2023, mondo Buchhandlung, Bielefeld

Leseclub: Sasha Filipenko

24. März 2023, Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Weltweites größtes Leseclubfestival

Vom 23. bis 25. März 2023 findet das zweite Mal das bundesweite Leseclubfestival statt: In zehn Städten Deutschlands treffen 33 Autor*innen in 33 Leseclubs auf maximal 20 Leser*innen und diskutieren mit ihnen über ihre neuen Bücher. Auf diese Weise entstehen in kleiner Runde einmalige Gespräche sowie ein großer Mehrwert für alle Teilnehmenden.

Mit ihrem einzigartigen Konzept bringen Elisabeth Jaspersen und Dorian Steinhoff (beide Festivalleitung) nicht nur aktuelle Frühjahrsnovitäten unterschiedlicher Genres und aktueller Thematiken ins Gespräch, sondern ermöglichen auch den direkten und wichtigen Austausch zwischen Autor*innen und Leser*innen. Denn im Ticketkauf enthalten ist das jeweilige Buch für eine Veranstaltung, das per Post verschickt wird. Bis zum Festivaltag ist dann Zeit zum Lesen. Vor Ort kann anschließend in lockerer Atmosphäre über den Text debattiert werden.

»Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee in die Fortsetzung gehen kann. Nach der erfolgreichen Premiere in 2021 sind wir mehr denn je überzeugt: Die Kopplung von hierarchielosem Gespräch zwischen Publikum und Autor*in über gemeinschaftlich rezipierten Text eröffnet Raum für alle positiven Wirkkräfte, die Literatur bereit hält. Die Krisen lassen uns vereinzeln, das Gespräch über ästhetische Erfahrungen bringt uns zusammen. Das weltweit größte Festival dieser Art und unser glühendes Programm bieten dafür den richtigen Rahmen«, sagt Festivalinitiator Dorian Steinhoff.

Im Rahmen der Reihe »Wörterleuchten« präsentiert die Essayistin, Übersetzerin und Verlegerin Kateryna Mishchenko in Lesung und Gespräch die im März 2023 erschienene Anthologie »Aus dem Nebel des Krieges. Die Gegenwart der Ukraine«. Der Schauspieler Oliver Konietzny liest Texte anderer Autor*innen aus dem Band.

Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind Tausende Menschen umgekommen, Hunderttausende haben Terror und Zerstörung erlitten, Millionen Bürger*innen sind geflohen. Dennoch: unterstützt vom Westen, halten Staat und Gesellschaft stand. Aus dem Nebel des Krieges entsteht eine neue, ungewisse Zukunft. Die Autor*innen des Bandes – Schriftsteller*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen, Künstler*innen und Journalist*innen – halten in dem Band »Aus dem Nebel des Krieges« die Gleichzeitigkeit fest: die Ruinierung des Lebens und seiner Orte; die zivile und militärische Selbstbehauptung; den Willen, eine neue, friedliche Heimat zu schaffen. Sie beschreiben und analysieren die Situation der traumatisierten Menschen im Krieg – ihre tiefgreifende Veränderung, ihre Fähigkeit, sich in sehr unklaren Zeiten dennoch wiederzufinden.

Die aus Kiew geflohene Kateryna Mishchenko ist als genaue Beobachterin der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Ukraine eine gefragte Gesprächspartnerin auch für deutsche Medien, wie Die Zeit, Deutschlandfunk oder auch Maybrit Illner. Sie liest im Haus Münsterberg ihren eigenen Essay »Spiegel der Seele« und spricht über die Entstehung des Bandes, stellt weitere Texte vor und nimmt auch die Rolle der Literatur in der Gegenwart der Ukraine in den Blick.

Frische Texte, Livemusik und eine Menge Drehmomente gibt’s bei der LitParty im AStA Stadtcampus. Mittelpunkt der Party sind nach dem Vorbild des französischen »bal littéraire« vier Autor*innen, die an dem Tag in mehreren Runden frische Poesie oder Prosa dichten und zu jedem Text einen tanzbaren Lieblingssong wählen. Der neu geschriebene Text muss auf den ausgewählten Songtitel enden!

So entstehen Geschichten und Gedichte, die sich aufeinander beziehen, und eine Playlist. Am Abend in der Lesung wechseln sich die Schreibergebnisse, die von ihren Autor*innen gelesen und performed werden und live gespielte Popsongs ab: Text, Lied, Text, Lied …. und alles beginnt ineinander zu drehen und zieht auf die Tanzfläche.

Mit dabei sind die Autor*innen Safiye Can, Lisa Danulat, Dean Ruddock und Rumo Wehrli und die Band Julia’s Mind.

Der bal littéraire wurde in Frankreich erfunden und hat sich dort in Rekordzeit an Theatern und auf Festivals verbreitet. Auf London, Rom, Madrid folgte 2010 der erste deutsche bal in Bonn. Und jetzt Paderborn. Die LitParty findet im Rahmen der Paderborner Literaturtage statt.

Der Eintritt ist frei. • Einlass ist ab 19.30 Uhr. • Kommt vorbei!

02. Februar 2023

Zwischenräume

»Flucht und Vertreibung« ist eines der zentralen Probleme des 21. Jahrhunderts. Laut UNHCR sind derzeit über 100 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben – unter ihnen auch viele Schriftsteller*innen, die über ihre Vertreibung, ihren Weg und das (Nicht-)Ankommen, über ihre FluchtBegegnungen, schreiben. Die Schauspieler*innen Friederike Becht (Deutscher Fernsehpreis 2022) und Roland Riebeling (»Jütte« Tatort Köln) lesen Texte von geflüchteten Autor*innen, die aus dem Exil heraus schreiben, das Erlebte dokumentieren und zu Literatur formen: Amer Matar »U-Bahn Rakka Berlin«, Anna Seghers »Reise ins Elfte Reich« und Usama Al Shahmani »Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt«.

Die Lesungen werden von dem Duo Samba Sauvage begleitet. Der Sounddesigner Adda Schade lässt gemeinsam mit dem Gitarristen Sebastian Planken ausgehend von den gelesenen Texten Soundteppiche entstehen, die die Flucht-Bewegungen und Flucht-Begegnungen atmosphärisch aufgreifen und akzentuieren. Sie erschaffen eine Symbiose von Musik, Orten und Kulturen, machen die Sehnsucht nach Frieden, nach Freiheit und Neubeginn ebenso hörbar wie Unterdrückung, Gewalt und das Heimweh.

In dem Text »U-Bahnn Rakka-Berlin« des geflohenen syrischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Amer Matar hat der Ich-Erzähler zwar die Flucht aus Syrien nach Berlin geschafft, gedanklich aber überlagern sich alte Heimat und Zufluchtsort. So schreibt er »im friedlichen Exil […] über nichts anderes als den Tod und die Zubereitung von Menschenfleisch«. Anna Seghers utopische Erzählung »Reise ins Elfte Reich« erschien bereits 1939, als sich die Autorin auf der Flucht aus Nazi-Deutschland im französischen Exil befand, ist aber immer noch aktuell. In der sarkastischen Kurzgeschichte werden u. a. die bürokratischen Hürden der Flucht grotesk überhöht und auf den Kopf gestellt. Usama Al Shahmani, der selbst wegen eines regimekritischen Theaterstücks aus dem Irak in die Schweiz fliehen musste, erzählt in seinem Roman »Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt« von Dafners Flucht aus dem Irak, von der seelischen Zerrissenheit des Geflüchteten, von peinigenden Asylverfahren oder von der Bedeutung der Sprache als Band zwischen Fremde und Heimat.

31. Januar 2023

Zwischenräume

»Flucht und Vertreibung« ist eines der zentralen Probleme des 21. Jahrhunderts. Laut UNHCR sind derzeit über 100 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben – unter ihnen auch viele Schriftsteller*innen, die über ihre Vertreibung, ihren Weg und das (Nicht-)Ankommen, über ihre FluchtBegegnungen, schreiben. Die Schauspieler*innen Friederike Becht (Deutscher Fernsehpreis 2022) und Roland Riebeling (»Jütte« Tatort Köln) lesen Texte von geflüchteten Autor*innen, die aus dem Exil heraus schreiben, das Erlebte dokumentieren und zu Literatur formen: Amer Matar »U-Bahn Rakka Berlin«, Anna Seghers »Reise ins Elfte Reich« und Usama Al Shahmani »Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt«.

Die Lesungen werden von dem Duo Samba Sauvage begleitet. Der Sounddesigner Adda Schade lässt gemeinsam mit dem Gitarristen Sebastian Planken ausgehend von den gelesenen Texten Soundteppiche entstehen, die die Flucht-Bewegungen und Flucht-Begegnungen atmosphärisch aufgreifen und akzentuieren. Sie erschaffen eine Symbiose von Musik, Orten und Kulturen, machen die Sehnsucht nach Frieden, nach Freiheit und Neubeginn ebenso hörbar wie Unterdrückung, Gewalt und das Heimweh.

In dem Text »U-Bahnn Rakka-Berlin« des geflohenen syrischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Amer Matar hat der Ich-Erzähler zwar die Flucht aus Syrien nach Berlin geschafft, gedanklich aber überlagern sich alte Heimat und Zufluchtsort. So schreibt er »im friedlichen Exil […] über nichts anderes als den Tod und die Zubereitung von Menschenfleisch«. Anna Seghers utopische Erzählung »Reise ins Elfte Reich« erschien bereits 1939, als sich die Autorin auf der Flucht aus Nazi-Deutschland im französischen Exil befand, ist aber immer noch aktuell. In der sarkastischen Kurzgeschichte werden u. a. die bürokratischen Hürden der Flucht grotesk überhöht und auf den Kopf gestellt. Usama Al Shahmani, der selbst wegen eines regimekritischen Theaterstücks aus dem Irak in die Schweiz fliehen musste, erzählt in seinem Roman »Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt« von Dafners Flucht aus dem Irak, von der seelischen Zerrissenheit des Geflüchteten, von peinigenden Asylverfahren oder von der Bedeutung der Sprache als Band zwischen Fremde und Heimat.

Welche Assoziationen tun sich auf, wenn es um »Digitale Literatur« geht? Zunächst einmal ploppen in diesem Zusammenhang Begrifflichkeiten wie »BOT-Literatur«, »Texte von Maschinen« oder auch »Poetry Clips« auf. Denn: Derartige Spielarten der digitalen Literaturproduktion sorgen seit einigen Jahren für eine erste Konturierung in diesem literarischen Zukunfts-Segment.

Ausgehend von der Überzeugung, dass hier noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten erreicht ist, haben Karsten Strack (Künstlerischer Leiter des Literaturbüros OWL) sowie Cendra Polsner (Medienkünstlerin) und Dean Ruddock (Poet und Medienkünstler) mit »Poetry in New Spaces« eine Idee davon entwickelt, inwieweit es gelingen könnte, die Möglichkeitsräume der digitalen Literatur bis an die Grenzen auszuloten – und zwar im Team und als Experiment.

Gemeinsam mit der Poetin Pauline Füg, die sich in ihrem aktuellen Band »nach der illusion« in innovativer Weise mit der semantischen Dimension von Sprache und Wirklichkeit auseinandersetzt, bilden sie in 2022 ein Arbeitsteam, dessen Ergebnisse in einer öffentlichen Präsentation (Vortrag und Installation) im Heinz Nixdorf MuseumForum in Paderborn gezeigt werden. Das HNF ist als weltweit größtes Computermuseum sowohl in inhaltlicher Hinsicht als auch aufgrund seiner räumlichen und logistischen Möglichkeiten hervorragend geeignet.

Die eintägige Veranstaltung findet zwischen 11:00 Uhr und 19:00 Uhr statt und nimmt dabei zweierlei in den Fokus: das, woher wir kommen, und das, wohin es gehen kann. Aus diesem Grund steht um 17:00 Uhr ein Vortrag über die Geschichte der Digitalen Literatur an, welcher um 16:30 Uhr von einer Live-Performance eingeleitet wird. Anschließend wird noch einmal die Möglichkeit geboten, die Räumlichkeiten der Wechselausstellung zu begehen, wo auf mehreren Installationsinseln sowohl Best-Practice-Beispiele herausragender Digitaler Literaturwerke als auch exklusiv für diesen Abend Neugeschaffenes präsentiert werden. Da die Zusammensetzung des Teams auf jeden Fall ein Höchstmaß an Innovationskraft verspricht, darf man*frau gespannt sein. Und: Es wird interaktiv!

»Poetry in New Spaces« ist die konsequente Fortsetzung der 2021 begonnenen Fokussierung des Literaturbüros OWL auf das Segment der »Digitalen Literatur«. Nachdem im vergangenen Jahr der Fokus eher im theoretischen Bereich angesiedelt war, geht es nun ganz konkret um den Praxistransfer.

Die Schauspielerin Annette Frier liest aus dem Künstlerroman »Das Gänsemännchen« von Jakob Wassermann. Einer der populärsten Erzähler seiner Zeit (1873-1934) und heute ein zu Unrecht vergessener jüdischer Autor, schreibt die Lebensgeschichte eines Nürnberger Komponisten. Es sind Stationen einer Lebensgeschichte, die Wassermann kennt: Ankommen, Assimilation, Kunst, Anerkennung, Scheitern.

Der Künstler Daniel Nothafft steht zwischen zwei Frauen: der spröden Gertrud und der lebenslustigen Leonore. Er heiratet Gertrud und liebt Leonore. Dem Komponisten zuliebe führen sie eine Ehe zu dritt. Das unglückselige Dreiecksverhältnis wird zum Skandal und Daniel zum Gespött der Stadt. Das Dasein eines Komponisten muss er sich hart erarbeiten. Ein Mann, der verzweifelt versucht, die höchsten Gipfel der Kunst zu erklimmen, ein romantisches Musikideal erstrebt und sich geradewegs in den Verlust seines kompositorischen Lebenswerkes verläuft.

Der Roman ist ein Plädoyer für das Ankommen und Scheitern zugleich, für das pathologische Streben eines Traumes und für die Unvereinbarkeit von Zugehörigkeiten. Wassermann selbst kämpft für ein anerkennendes Ankommen in seinem Leben und endet letztendlich mit der Diagnose der Unvereinbarkeit des Deutschen mit dem Juden. Die Romanfigur Daniel scheitert an dem Druck der Gesellschaft, die ihn auf einen Irrweg führen lässt.

Mit dem Titel »Das Gänsemännchen« erinnert Wassermann an eine Nürnberger Bronzeskulptur, die einen Bauer zeigt, der zwei Gänse unter dem Arm hält, die er auf dem Markt verkaufen möchte. Die Gänse aber, die ihr Schicksal ahnten, begannen so laut zu schnattern, dass der Bauer nach Hause zurückkehren musste. Sicher eine Erinnerung an die unglückselige Dreiecksbeziehung der Romanfigur, aber auch eine Erinnerung an den Versuch zu leben und dabei zu scheitern.

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