05. August 2021

aufgeschlagen: OWL

Welche Geschichten gab es in Lemgo für den Autor Thomas Pletzinger zu entdecken? Und wie beschrieb im Gegensatz dazu der in Lemgo geborene Forschungsreisende Engelbert Kaempfer seine Erlebnisse im Orient des 17. Jahrhunderts? In ihren Lesungen stellen Thomas Pletzinger und August Zirner den Blick nach und aus Lemgo gegenüber.

Im August letzten Jahres machte sich Thomas Pletzinger auf den Weg nach Ostwestfalen-Lippe, genauer gesagt nach Lemgo. Auf seinen Streifzügen durch die Stadt näherte der Schriftsteller sich bekannten und weniger bekannten Orten und versuchte zu ergründen, was die Alte Hansestadt ausmacht. »Es ist immer eine interessante Herausforderung, sich einem für mich gänzlich unbeschrieben Ort mit dem Notizbuch zu nähern. Welche Geschichte drängt sich auf, was wird erst auf den zweiten Blick sichtbar?«, verriet er vorab.

Thomas Pletzinger versteht es, genau hinzuschauen, den Dingen nachzugehen und im Offensichtlichen das Überraschende zu entdecken. Seine Eindrücke, die Begegnungen mit Menschen in Lemgo und Gedanken, die ihn während seines Aufenthalts umtrieben, waren Ausgangspunkt seiner Auftragsarbeit. Ein Jahr später spiegelt die Geschichte des Textes aber auch die Geschichte der Pandemie, »so oft verschoben und fast aus einem anderen Leben«, schreibt Thomas Pletzinger. Im Alten Ratssaal von Lemgo erlebt der Text seine Premiere.

Das genaue Hinsehen war auch dem Lemgoer Arzt Engelbert Kaempfer, der posthum als einer der bedeutendsten deutschen Orientreisenden des 17. Jahrhunderts gilt, zu eigen. Seine fast zehnjährige Forschungsreise von 1683 bis 1693 führte ihn über Russland und Persien in das damals für Europäer*innen unzugängliche Japan. Seine detaillierten Beobachtungen zu Menschen, Herrschaftsstrukturen, Schrift und Sprache, botanischen Phänomenen oder medizinischen Aspekten der bereisten Länder wurden zu Klassikern. Für Kaempfer zählte nur die eigene Erfahrung, er »koche … nicht von anderen gekochten Kohl wieder auf«. Der Schauspieler August Zirner liest aus den großen Werken Kaempfers, den »Amoenitates« und dem Japanwerk, sowie aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen.

Staffellesung in Ostwestfalen-Lippe

»Text auf Raten« präsentiert Klassiker der (Welt)literatur in Ostwestfalen-Lippe. Lesungen aus großen literarischen Werken werden mit zeitgenössischen Rezeptionen auf die Bühne gebracht. In diesem Jahr steht Thomas Manns »Buddenbrooks« im Fokus.

Rate 4: Text und Kulinarik

Die vierte Rate greift die Speisen in den »Buddenbrooks« auf und serviert gemeinsam mit der Buchhandlung »Markus« im Restaurant »Appelbaum« eine kulinarisch-literarische Mélange aus buddenbrookschen Speisen und Texten.

Die Lesung des Schauspielers Hartmut Jonas nimmt ihren Ausgang bei den opulenten, der Tradition verpflichteten Essen der Buddenbrooks, die für die Patrizierfamilie Repräsentationsformen im gesellschaftlichen Gefüge der Hansestadt waren. Von der Tischgemeinschaft waren jedoch diejenigen ausgeschlossen, die als nicht standesgemäß erachtet wurden, wie z. B. die von Christian Buddenbrook geliebte Tänzerin Aline Puvogel. Dem Drittgeborenen wurde schon als Kind vom großen Festessen »verdammt übel« – und auch im weiteren Verlauf des Romans verderben ihm die an ihn gerichteten Erwartungen und Aufgaben den Lebensgenuss. Die Lesung begleitet Christian vom ersten Familienessen bis zum einsamen Ende in der Anstalt.

Das Buddenbrook-Menü

Sieben-Kräutercrèmesuppe
mit gerösteten Brotwürfeln
*
Gebeiztes Lendchen vom Landschwein an Portwein-Schalotten-Sauce
mit gefülltem Gemüse und gebratenen Kartoffelkugeln
*
Plettenpudding

* * *

Das Buddenbrook-Menü: vegane Variante

Vegane Kräutersuppe
mit gerösteten Brotwürfeln
*
Geschmortes Gemüse im Pergament
mit Pommes Mousseline und gebratene Kartoffelkugeln
*
Veganer Plettenpudding

Rate 1: Text und Film

14. September 2021, Kino Bad Driburg

Rate 2: Text und Musik

15. September 2021, Buchhandlung Blume, Oerlinghausen

Rate 3: Text und Theater

16. September 2021, Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Die Buddenbrooks auf Reisen in OWL

An vier aufeinanderfolgenden Abenden werden an vier unterschiedlichen Orten die »Buddenbrooks« von Künstler*innen vielfältig interpretiert. Als roter Faden ziehen sich die Lesungen aus dem Originaltext durch die Veranstaltungsreihe, sie korrespondieren mit Musik, Film, Tanz oder kulinarischem Genuss. Natürlich kann »Text auf Raten« den umfangreichen Text nicht in Gänze zu Gehör bringen, ausgewählte Sequen­zen vermitteln jedoch unterschiedliche Perspektiven des Werkes, so dass ein leichtfüßiger Gesamteindruck entsteht.

Rainer Maria Rilke war sich nach der Lektüre der Buddenbrooks gewiss: »Man wird sich diesen Namen unbedingt notieren müssen.« Denn für Rilke vereint Thomas Manns Roman über den Verfall der Patrizierfamilie Johann Buddenbrook die Kunst des Chronisten und die des Dichters so kunstvoll, dass man »die beiden gewichtigen Bände Seite für Seite mit Aufmerksamkeit und Spannung liest ohne zu ermüden, ohne etwas zu überschlagen, ohne das geringste Zeichen von Ungeduld oder Eile.« Geteilt wurde diese Begeisterung von zahlreichen Leser*innen ebenso wie vom Nobelpreiskomitee, das Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für Literatur für die »Buddenbrooks« verlieh.

Für seine »Buddenbrooks« verwendete der junge Thomas Mann nicht nur Auszüge aus Salongesprächen aus seiner Lübecker Zeit, er sammelt außerdem Kochrezepte und die Lebensläufe von Familienmitgliedern, Freund*innen und Feind*innen. Entstanden ist einer der ersten Gesellschaftsromane in deutscher Sprache von Weltgeltung, der sich vor allem durch die feine Darstellung von inneren, von psychischen Zuständen und Entwicklungen seiner Figuren auszeichnet. Auch heute sind die »Buddenbrooks« noch aktuell: der Frage nach Kontinuität, Erwartungen, Zwängen und möglichen Gegenentwürfen steht jede jüngere Generation aufs Neue gegenüber.

Karten gibt es online oder in der Buchhandlung Markus, Münsterstraße 9 (Weberhaus), 33330 Gütersloh, Telefon 05241 28888, oder im Ringhotel und Restaurant Appelbaum, Neuenkirchener Straße 59, 33332 Gütersloh, Telefon 05241 95510.

Staffellesung in Ostwestfalen-Lippe

»Text auf Raten« präsentiert Klassiker der (Welt)literatur in Ostwestfalen-Lippe. Lesungen aus großen literarischen Werken werden mit zeitgenössischen Rezeptionen auf die Bühne gebracht. In diesem Jahr steht Thomas Manns »Buddenbrooks« im Fokus.

Rate 3: Text und Tanz

Die Theateradaption der an sich schon dramatischen Geschichte vom Verfall der Patrizierfamilie Buddenbrook steht im Mittelpunkt der dritten Rate. Im Bunker Ulmenwall sind die Schauspieler*innen Johanna Falckner und Alois Reinhardt in Lesung, schauspielerischer und tänzerischer Interpretation der Buddenbrooks zu erleben.

Johanna Falckner und Alois Reinhardt standen bereits bei der Buddenbrooks-Inszenierung des Theaters Bonn (2016) als Tony und Christian Buddenbrook auf der Bühne. Für »Text auf Raten« entwickeln sie einen dramatischen Abend für zwei Personen, an dem sich Lesungen aus Thomas Manns Roman mit dialogischen Szenen und tänzerischen Interpretationen der »Buddenbrooks« auf Grundlage von John von Düffels Bühnenfassung abwechseln. Inhaltlich geht es um Tony Buddenbrooks unglückliche Lieben und Ehen, auf die sie gemeinsam mit ihrem Bruder Christian zurückblickt.

Rate 1: Text und Film

14. September 2021, Kino Bad Driburg

Rate 2: Text und Musik

15. September 2021, Buchhandlung Blume, Oerlinghausen

Rate 4: Text und Kulinarik

17. September 2021, Restaurant Appelbaum, Gütersloh

Die Buddenbrooks auf Reisen in OWL

An vier aufeinanderfolgenden Abenden werden an vier unterschiedlichen Orten die »Buddenbrooks« von Künstler*innen vielfältig interpretiert. Als roter Faden ziehen sich die Lesungen aus dem Originaltext durch die Veranstaltungsreihe, sie korrespondieren mit Musik, Film, Tanz oder kulinarischem Genuss. Natürlich kann »Text auf Raten« den umfangreichen Text nicht in Gänze zu Gehör bringen, ausgewählte Sequen­zen vermitteln jedoch unterschiedliche Perspektiven des Werkes, so dass ein leichtfüßiger Gesamteindruck entsteht.

Rainer Maria Rilke war sich nach der Lektüre der Buddenbrooks gewiss: »Man wird sich diesen Namen unbedingt notieren müssen.« Denn für Rilke vereint Thomas Manns Roman über den Verfall der Patrizierfamilie Johann Buddenbrook die Kunst des Chronisten und die des Dichters so kunstvoll, dass man »die beiden gewichtigen Bände Seite für Seite mit Aufmerksamkeit und Spannung liest ohne zu ermüden, ohne etwas zu überschlagen, ohne das geringste Zeichen von Ungeduld oder Eile.« Geteilt wurde diese Begeisterung von zahlreichen Leser*innen ebenso wie vom Nobelpreiskomitee, das Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für Literatur für die »Buddenbrooks« verlieh.

Für seine »Buddenbrooks« verwendete der junge Thomas Mann nicht nur Auszüge aus Salongesprächen aus seiner Lübecker Zeit, er sammelt außerdem Kochrezepte und die Lebensläufe von Familienmitgliedern, Freund*innen und Feind*innen. Entstanden ist einer der ersten Gesellschaftsromane in deutscher Sprache von Weltgeltung, der sich vor allem durch die feine Darstellung von inneren, von psychischen Zuständen und Entwicklungen seiner Figuren auszeichnet. Auch heute sind die »Buddenbrooks« noch aktuell: der Frage nach Kontinuität, Erwartungen, Zwängen und möglichen Gegenentwürfen steht jede jüngere Generation aufs Neue gegenüber.

Staffellesung in Ostwestfalen-Lippe

»Text auf Raten« präsentiert Klassiker der (Welt)literatur in Ostwestfalen-Lippe. Lesungen aus großen literarischen Werken werden mit zeitgenössischen Rezeptionen auf die Bühne gebracht. In diesem Jahr steht Thomas Manns »Buddenbrooks« im Fokus.

Rate 2: Text und Musik

Die zweite Rate widmet sich mit Form und Inhalt der Musik in »Buddenbrooks«. »Tony war unmusikalisch; die meisten Buddenbrooks und alle Krögers waren es.« Erst als Gerda, Thomas Buddenbrooks Ehefrau, mit ihrer Stradivari einzieht, wird Musik ein zentraler Bestandteil des buddenbrookschen Lebens. Besonders für Hanno, Gerdas und Thomas Sohn, ist Musik Lebenselixier. Und wird für Thomas Buddenbrook damit zum Stein des Anstoßes, der seinen Sohn von dem ihm vorgezeichneten Weg des Kaufmanns abbringt.

Die Schauspielerin Johanna Krumstroh liest in der Buchhandlung Blume Auszüge aus dem Roman, die Hanno, Gerda und Thomas und ihre Verbundenheit und Entfremdung durch die Musik in den Fokus nimmt. Oli Bott greift mit seinem Vibraphon die Atmosphäre und musikalischen Bezüge des Textes auf und verbindet sie kongenial mit Thomas Manns Worten.

Rate 1: Text und Film

14. September 2021, Kino Bad Driburg

Rate 3: Text und Theater

16. September 2021, Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Rate 4: Text und Kulinarik

17. September 2021, Restaurant Appelbaum, Gütersloh

Die Buddenbrooks auf Reisen in OWL

An vier aufeinanderfolgenden Abenden werden an vier unterschiedlichen Orten die »Buddenbrooks« von Künstler*innen vielfältig interpretiert. Als roter Faden ziehen sich die Lesungen aus dem Originaltext durch die Veranstaltungsreihe, sie korrespondieren mit Musik, Film, Tanz oder kulinarischem Genuss. Natürlich kann »Text auf Raten« den umfangreichen Text nicht in Gänze zu Gehör bringen, ausgewählte Sequen­zen vermitteln jedoch unterschiedliche Perspektiven des Werkes, so dass ein leichtfüßiger Gesamteindruck entsteht.

Rainer Maria Rilke war sich nach der Lektüre der Buddenbrooks gewiss: »Man wird sich diesen Namen unbedingt notieren müssen.« Denn für Rilke vereint Thomas Manns Roman über den Verfall der Patrizierfamilie Johann Buddenbrook die Kunst des Chronisten und die des Dichters so kunstvoll, dass man »die beiden gewichtigen Bände Seite für Seite mit Aufmerksamkeit und Spannung liest ohne zu ermüden, ohne etwas zu überschlagen, ohne das geringste Zeichen von Ungeduld oder Eile.« Geteilt wurde diese Begeisterung von zahlreichen Leser*innen ebenso wie vom Nobelpreiskomitee, das Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für Literatur für die »Buddenbrooks« verlieh.

Für seine »Buddenbrooks« verwendete der junge Thomas Mann nicht nur Auszüge aus Salongesprächen aus seiner Lübecker Zeit, er sammelt außerdem Kochrezepte und die Lebensläufe von Familienmitgliedern, Freund*innen und Feind*innen. Entstanden ist einer der ersten Gesellschaftsromane in deutscher Sprache von Weltgeltung, der sich vor allem durch die feine Darstellung von inneren, von psychischen Zuständen und Entwicklungen seiner Figuren auszeichnet. Auch heute sind die »Buddenbrooks« noch aktuell: der Frage nach Kontinuität, Erwartungen, Zwängen und möglichen Gegenentwürfen steht jede jüngere Generation aufs Neue gegenüber.

Staffellesung in Ostwestfalen-Lippe

»Text auf Raten« präsentiert Klassiker der (Welt)literatur in Ostwestfalen-Lippe. Lesungen aus großen literarischen Werken werden mit zeitgenössischen Rezeptionen auf die Bühne gebracht. In diesem Jahr steht Thomas Manns »Buddenbrooks« im Fokus.

Rate 1: Text und Film

Wie die millionenfach gelesenen »Buddenbrooks« in Serien und Filme umgesetzt wurden, zeigt die erste Rate. Im Kino Bad Driburg sind Auszüge aus verschiedenen Verfilmungen zu sehen und liefern einen kleinen Querschnitt der Filmgeschichte der »Buddenbrooks«. Die erste Verfilmung von 1923 war monochrom und stumm und auch der Kinofilm von 1959 lief noch als Schwarz-Weiß-Film über die Leinwände. 1979 wurden die »Buddenbrooks« in elf Teilen aufwendig fürs Fernsehen produziert und mit Heinrich Breloers Verfilmung von 2008 sind die »Buddenbrooks« trotz historischer Kulisse im 21. Jahrhundert angekommen.

Der Sprecher Andreas Ladwig liest Textsequenzen aus »Buddenbrooks« und spannt damit einen inhaltlichen Bogen zwischen den verschiedenen Filmauszügen. Der Filmquerschnitt bietet am ersten Abend einen einführenden Überblick zum Werk.

Rate 2: Text und Musik

15. September 2021, Buchhandlung Blume, Oerlinghausen

Rate 3: Text und Theater

16. September 2021, Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Rate 4: Text und Kulinarik

17. September 2021, Restaurant Appelbaum, Gütersloh

Die Buddenbrooks auf Reisen in OWL

An vier aufeinanderfolgenden Abenden werden an vier unterschiedlichen Orten die »Buddenbrooks« von Künstler*innen vielfältig interpretiert. Als roter Faden ziehen sich die Lesungen aus dem Originaltext durch die Veranstaltungsreihe, sie korrespondieren mit Musik, Film, Tanz oder kulinarischem Genuss. Natürlich kann »Text auf Raten« den umfangreichen Text nicht in Gänze zu Gehör bringen, ausgewählte Sequen­zen vermitteln jedoch unterschiedliche Perspektiven des Werkes, so dass ein leichtfüßiger Gesamteindruck entsteht.

Rainer Maria Rilke war sich nach der Lektüre der Buddenbrooks gewiss: »Man wird sich diesen Namen unbedingt notieren müssen.« Denn für Rilke vereint Thomas Manns Roman über den Verfall der Patrizierfamilie Johann Buddenbrook die Kunst des Chronisten und die des Dichters so kunstvoll, dass man »die beiden gewichtigen Bände Seite für Seite mit Aufmerksamkeit und Spannung liest ohne zu ermüden, ohne etwas zu überschlagen, ohne das geringste Zeichen von Ungeduld oder Eile.« Geteilt wurde diese Begeisterung von zahlreichen Leser*innen ebenso wie vom Nobelpreiskomitee, das Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für Literatur für die »Buddenbrooks« verlieh.

Für seine »Buddenbrooks« verwendete der junge Thomas Mann nicht nur Auszüge aus Salongesprächen aus seiner Lübecker Zeit, er sammelt außerdem Kochrezepte und die Lebensläufe von Familienmitgliedern, Freund*innen und Feind*innen. Entstanden ist einer der ersten Gesellschaftsromane in deutscher Sprache von Weltgeltung, der sich vor allem durch die feine Darstellung von inneren, von psychischen Zuständen und Entwicklungen seiner Figuren auszeichnet. Auch heute sind die »Buddenbrooks« noch aktuell: der Frage nach Kontinuität, Erwartungen, Zwängen und möglichen Gegenentwürfen steht jede jüngere Generation aufs Neue gegenüber.

30. Juni 2021

Wörterleuchten

»Wörterleuchten« bringt den Romanautor Roman Ehrlich und den Sachbuchautor Toralf Staud gemeinsam auf die Bühne im Haus Münsterberg. Ihre Bücher »Malé« und »Deutschland 2050« werfen beide einen Blick in eine durch den Klimawandel veränderte mögliche Zukunft – in Europa und Asien. Die Autoren sind mit Lesungen aus ihren Büchern zu erleben und im Gespräch geht es ebenso um die Inhalte ihrer Bücher wie um die Chancen und Begrenzungen der unterschiedlichen Formate.

Roman: »Malé«

Der 2020 erschienene Roman »Malé« von Roman Ehrlich stand im selben Jahr auf der Nominierungs-Longlist für den Deutschen Buchpreis. Deutschlandfunk Kultur zufolge wurde »der Klima-Notstand [selten] so intelligent auf den Punkt gebracht wie in dem Roman ›Malé‹, der von einer Aussteigergemeinschaft auf den Malediven erzählt.« In Ehrlichs Roman haben der Klimawandel und der damit einhergehende Anstieg des Meeresspiegels auf den Malediven alles aufgeweicht und weggespült – Infrastruktur ebenso wie Organisationsstrukturen. Dennoch – oder gerade deshalb – zieht es Menschen aus allen Ecken der Welt nach Malé. Es sind Aussteiger*innen, Abenteurer*innen und Utopist*innen, für die die Malediven zu einer Projektionsfläche, zu einem Ort zwischen Euphorie und Albtraum werden. »Malé« ist in keiner Sprache verfasst, die die Seiten verfliegen lässt. Ehrlichs Prosa fordert Aufmerksamkeit ein, geht Umwege, sperrt sich mit langen Sätzen und Passivkonstruktionen und entwickelt peu à peu doch einen Sound, der auch den Leser*innen eine Flucht aus dem Untergangsszenario schwermacht.

Sachbuch »Deutschland 2050«

Wie sich der Klimawandel auf Deutschland auswirken könnte, zeigen die Autoren Nick Reimer und Toralf Staud in ihrem Sachbuch »Deutschland 2050«, das im Mai 2021 erschienen ist. Der menschengemachte Klimawandel ist keine Bedrohung für die ferne Zukunft ferner Länder, der Klimawandel findet statt – hier und jetzt. Doch welche konkreten Auswirkungen wird er auf unser aller Leben in Deutschland haben? Nick Reimer und Toralf Staud geben konkrete Antworten auf die Frage, wie der Klimawandel uns in Deutschland treffen wird. Auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aus zahlreichen Forschungsfeldern schildern sie, wie wir in dreißig Jahren arbeiten, essen, wirtschaften und Urlaub machen. Welche neuen Krankheiten uns zu schaffen machen. Wie sich unsere Landschaft, unsere Wälder, unsere Städte verändern. Entstanden ist eine aufrüttelnde Zeitreise in die Zukunft.

Sarah Lau (Paderborn) und Fabian Lau (Malchen) lesen Texte zum generationenübergreifenden Thema Liebe. Bei dieser Veranstaltung prallen nicht nur Künstler*innen-Generationen zusammen, es kommt sogar zu einem echten Familientreffen von Vater und Tochter Lau.

Er, Jahrgang 1962, ist Kabarettist, Verfasser mehrerer Bücher und Moderator. Sie ist 1997 geboren, Moderatorin, Poetry Slammerin und hat ebenfalls schon ein Buch veröffentlicht. Beide widmen sich aus ihren ureigenen Perspektiven dem großen Weltthema Liebe – sowohl literarisch als auch im anschließenden Gespräch, das von Karsten Strack, Leiter des Literaturbüros OWL, moderiert wird.

Die Lesung ist der Auftakt der neuen Reihe »DoubleTrouble! Autor*innen lesen über den Tellerrand der Generationen«, die das Literaturbüro OWL mit Unterstützung des Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW ins Leben gerufen hat. Unter diesem Motto sollen im Jahr 2021 insgesamt drei Doppellesungen durchgeführt werden, zu denen jeweils ein*e Autor*in aus der jungen Generation und der älteren Generation eingeladen werden, die unter einer bestimmter Thematik (Zeitgeist, Liebe, Humor) aus ihren Werken lesen und im Anschluss daran ein moderiertes Gespräch führen.

Tickets kosten 15 Euro und sind hier erhältlich.

Alle kreativen Köpfe aufgepasst! Der Cartoonist und Comiczeichner André Sedlaczek vermittelt die nötigen Tipps und Kniffe, um einen Comic zum Thema »Wem würde ich heute ein Denkmal bauen?« zu kreieren.

In dem zweitägigen Comicworkshop wird jede*r Teilnehmer*in individuell unterstützt. Die vermittelten Grundkenntnisse werden schnell in die Praxis umgesetzt. Es darf gescribbelt, radiert, erfunden, wieder verworfen und gleich wieder neu erfunden werden. Denn eines ist klar: Comiczeichnen ist ein Arbeitsprozess, der auch mal über Umwege zum Ziel führt.

Der Workshop ist sowohl für Anfänger*innen als auch für Fortgeschrittene geeignet, Teilnehmer*innen aller Altersstufen sind herzlich willkommen. Die Ergebnisse des Comicworkshops werden Ende Juni im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« im HEIMAT-Pavillon als Ausstellung zu sehen sein.

Für den Fall, dass der Workshop aufgrund der aktuellen Coronaschutzverordnung nicht in Präsenz möglich ist, wird der Workshop im gleichen Zeitraum online stattfinden. Über etwaige Änderungen informiert das Literaturbüro OWL rechtzeitig.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

27. Mai 2021

Werkschau

Das deutsche Fotograf*innenpaar Ute Mahler und Werner Mahler präsentiert fotografische Arbeiten und gibt einen Einblick in ihre humanistische Sicht auf die Welt durch die analoge Kamera – Wie sieht »Heimat« auf einem Foto aus? Ist »Heimat« sichtbar?

Am 26. Juni sprechen Ute Mahler und Werner Mahler über ihre Arbeit und zeigen eine Auswahl von Fotografien. Ihre gemeinsame Werkschau zeigt die Spannweite von sozialkritischen Reportagen, das Leben in der DDR über Landschaftsaufnahmen und Seltsamkeiten bis hin zu sensiblen Porträts und Modefotografien. Sie präsentieren jeweils eigene Arbeiten und Arbeiten aus den ab 2009 ausschließlich gemeinsamen Werkgruppen. Das Besondere: Für ihre Sicht auf die Welt genügt eine gemeinsame Kamera, ein gemeinsamer Blick. »Keine Situation schaffen, sondern die Situation erkennen und sie interpretieren« ist das Credo der beiden Fotograf*innen.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler für einen Rechercheaufenthalt nach Detmold. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

Die zunehmende Digitalisierung sorgt in der Literaturszene seit Jahren für eine rege Diskussion im Hinblick auf den Aspekt »Fluch oder Segen?«

Sinkende Absatzzahlen aufgrund schleichend reduzierter allgemeiner Lesefähigkeit und verminderter Aufmerksamkeitsspanne beunruhigen Verlage und Buchhandel, auf der anderen Seite eröffnen Social-Media-Kanäle neue Möglichkeiten der Publikumsgewinnung und -bindung. Und was ist überhaupt mit dem Medium Buch? Hat es etwa doch allmählich ausgedient? Aber ist das E-Book tatsächlich eine nachhaltige Alternative? Und inwiefern reagiert der europäische Binnenmarkt auf diese Entwicklungen? Gibt es regionale Unterschiede? Kann man länderübergreifende Lösungen entwickeln, um die Digitalisierung Nutzen bringend für die Literatur einzusetzen?

Erörtert werden im Rahmen einer digitalen Podiumsdiskussion literarische, technische und ökonomische Zusammenhänge in der sich zunehmend digitalisierenden Literaturlandschaft Europas – es geht im Schwerpunkt um die Themen Selfpublishing, Verlagswesen, Digitale Kulturforschung, Social-Media-Marketing und literarisches Veranstaltungsmanagement.

Folgende Diskussionsteilnehmer*innen sind bei der in Kooperation mit dem Vorleseband e. V. und dem Heinz Nixdorf MuseumsForum organisierten Veranstaltung dabei:

Mira Valentin ist eine der bekanntesten Autor*innen innerhalb des deutschsprachigen Selfpublishing-Szene und hat mit »Die Legende von Enyador« unlängst einen Nummer-1-Bestseller in der Kategorie Fantasy veröffentlicht. Aus Wien kommt der beruflich weit gereiste (u. a. Kapstadt, Yokuhama, Tokio) Autor Fabian Navarro, der mit seinem aktuellen Projekt »Elequentron3000« – ein Computer-Bot, der Gedichte schreibt – die computergestützten literarischen Produktionsmöglichkeiten mit hinterfragt und auslotet. Die 18-jährige in Tirol geborene Jung-Autorin Ines Strohmaier studiert seit kurzem in Biel/Schweiz Literarisches Schreiben und arbeitet parallel als Texterin in einer Social-Media-Agentur. Mit Heiner Remmert ist der Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna zu Gast. Das Literaturbüro Unna hat sich in den letzten Monaten sehr intensiv mit der digitalen Vermittlung von Literatur beschäftigt und in diesem Zusammenhang zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen entwickelt und durchgeführt. Die Schriftstellerin, Moderatorin (u. a. Ninias Fashion Mag, RTL) und Journalistin (u. a. ZDF WISO, taz) Ninia Binias ist seit 2017 Geschäftsführerin der Büro für Popkultur GmbH & Co. KG in Hannover und entwickelt dort nachhaltige Kulturkonzepte. Darüber hinaus führt sie ehrenamtlich – als Vertreterin für Menschen mit Behinderung – den Vorsitz des Beirats zur Bewerbung Hannovers als Kulturhauptstadt Europas 2025.

Moderiert wird die Veranstaltung von Karsten Strack (Künstlerischer Leiter des Literaturbüros OWL und Geschäftsführer des größten deutschsprachigen Poetry-Slam-Verlags mit Sitz in Paderborn).

Die Podiumsdiskussion wird live aus dem Heinz Nixdorf MuseumsForum gestreamt, die Teilnahme ist kostenlos.
Der Link zum Stream bzw. zur Anmeldung wird voraussichtlich Mitte Juni veröffentlicht.

Die Podiumsdiskussion ist eine Veranstaltung im Rahmen von europa:westfalen – literaturfestival [lila we:] 2021, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die LWLKulturstiftung und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Ist sie ein unausweichliches Schicksal oder etwas, das man sich selbst schafft? Eine erstrebenswerte Utopie oder ein Reizwort und Kampfbegriff? Gibt es nur eine HEIMAT oder gibt es sie auch im Plural? Und wie halten es andere Sprachen und Kulturen mit diesem urdeutschen Wort?

In den russischen Nachrichten las Wladimir Kaminer beispielsweise einmal – so unglaublich das auch klingt –, dass Russlanddeutsche, die nach Deutschland übersiedeln, bevorzugt in der Nähe des Hermanns einquartiert werden, um sich dem Prozess der »Germanisierung« leichter hinzugeben. Ob das Hermannsdenkmal aber tatsächlich dafür sorgt, dass Menschen sich in Lippe »heimisch« fühlen, ob es einfach nur dieses kolossale Denkmal im Hintergrund ist und was »Heimat« überhaupt ausmacht, diesen Fragen gehen alteingesessene, neuzugezogene und vorübergehende Detmolder*innen in einem Podiumsgespräch nach.

An dem Podiumsgespräch nehmen die folgenden Personen teil: Wladimir Kaminer sieht sich als Weltbürger und sagt, er sei privat Russe, beruflich deutscher Schriftsteller. Er ist einer der beliebtesten Schriftsteller Deutschlands. Merve Kazokoğlu ist als Lehrkraft für Bläser-Kammermusik und künstlerische Leiterin des Ensemble Earquake an der Hochschule für Musik Detmold tätig. Ramadan Hasan lebt seit gut fünf  Jahren in Deutschland und studiert derzeit Medizin- und Gesundheitstechnologie an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Und als lippischer Heimatexperte ist der ehemaliger Bürgermeister von Detmold, Friedrich Brakemeier, dabei. Moderiert wird das Gespräch von Mitarbeiter*innen des Literaturbüros OWL.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autorinnen und Fotografinnen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

1809, inmitten von Kriegswirren und politischen Umwälzungen auf dem gesamten europäischen Kontinent, verfasste Heinrich von Kleist »Die Hermannsschlacht«. Der Schauspieler und Sprecher Henning Bormann liest aus dem Drama mit der wechselvollen Wirkungsgeschichte.

In ihm verbünden sich germanische Stämme unter Führung von Hermann, Fürst der Cherusker, und schlagen in der Düsternis des Teutoburger Waldes drei römische Legionen. Dieses Ereignis wurde seit dem 15. Jahrhundert zum Gründungsmythos einer vereinten und freien deutschen Nation geformt und immer wieder politisch instrumentalisiert. Kleists Herrmann ist jedoch kein edler Held, sondern betrügt und manipuliert jeden, sogar seine Ehefrau, um Hass gegen die Römer zu entfachen. Szenen radikaler Grausamkeit demonstrieren deutlich, welche Kosten an Menschlichkeit jeder Krieg fordert.

Henning Bormann absolvierte seine Schauspielausbildung an der Universität der Künste Berlin. Noch während des Studiums spielte er als Gast am Maxim Gorki Theater Berlin. Es folgten Engagements in Zittau und Baden Baden sowie freischaffende Arbeiten in Berlin, Schwäbisch Hall und in Stuttgart. Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist Henning Bormann auch in verschiedenen Formaten des gesprochenen Wortes zu erleben, darunter Features und Hörspiele für SWR, Deutschlandradio, Deutschlandfunk Kultur, Schweitzer Rundfunk, Arte etc. Auch in deutsch synchronisierten Fassungen von Filmen und Serien kann man seiner Stimme »über den Weg lauschen«.

Experiment HEIMAT

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Experiment HEIMAT« statt.

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Ist sie dort, wo wir geboren oder aufgewachsen sind? Oder hier, wo wir jetzt leben? Verändert sich HEIMAT im Laufe des Lebens? Oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht (mehr)? Diesen und zahlreichen anderen Fragen geht das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nach. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte ist das Hermannsdenkmal in Detmold.

Vom 26. Juni bis zum 01. Juli kommen der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler nach Detmold. Begleitet wird ihr Rechercheaufenthalt von einem vielseitigen, durch das Literaturbüro OWL kuratierten Programm. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen und Besucher*innen nähert das Trio sich dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Zentral wird dabei stets die Frage sein, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Lippe lebenden Menschen von »ihrer« Heimat deckt.

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